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PayPal in DATEV: einrichten, buchen und Belege für die Steuerkanzlei

In DATEV kommt PayPal auf zwei Wegen an. DATEV selbst bietet den Zahlungsdatenservice für PayPal: Das PayPal-Konto wird im Rechnungswesen-Programm ähnlich wie ein Bankkonto angelegt, die Umsätze kommen täglich und werden offenen Posten zugeordnet. Alternativ liefert eine Rechnungssoftware Zahlungen, Gebühren und Abhebungen als fertigen Buchungsstapel. Gebucht wird über ein eigenes Konto für PayPal: die Zahlung gegen den Debitor, die Gebühr als Nebenkosten des Geldverkehrs, die Abhebung als Umbuchung auf die Bank. PayPal-Gebühren werden überwiegend als steuerfreie Leistung im Zahlungsverkehr behandelt.

PayPal ist für viele Shops der zweitwichtigste Zahlungsweg nach der Karte, und für die Buchhaltung oft der unübersichtlichste. Das Geld bleibt auf dem PayPal-Konto, bis es abgehoben wird. Daneben laufen über dasselbe Konto Einkäufe, Erstattungen und Zahlungen, die mit dem Shop nichts zu tun haben. Dieser Artikel zeigt, wie PayPal in DATEV kommt und wie es gebucht wird.

Wege nach DATEV

Vergleich · PayPal nach DATEV
Woher kommen die Buchungen?
Zahlungsdatenservice von DATEV
PayPal-Umsätze kommen täglich ins Rechnungswesen-Programm, ähnlich wie Bankumsätze, und werden offenen Posten zugeordnet.
VoraussetzungRechnungen schon gebucht
Buchungsstapel aus der Rechnungssoftware
Die Software, die die Rechnungen schreibt, liefert Zahlungen, Gebühren und Abhebungen fertig gebucht, mit Beleg.
VoraussetzungSoftware kennt PayPal
Von Hand
Die Steuerkanzlei bucht aus den PayPal-Berichten. Bei wenigen Zahlungen machbar.
VoraussetzungBerichte je Monat
In allen drei Fällen braucht jede Buchung einen Beleg. Für Verkäufe ist das die Rechnung, für Gebühren und Abhebungen eine Abrechnung oder ein Eigenbeleg.

Den Zahlungsdatenservice für PayPal einrichten

DATEV bietet mit dem Zahlungsdatenservice für PayPal eine eigene Verbindung an. Laut DATEV wird das PayPal-Konto im Rechnungswesen-Programm ähnlich wie ein Bankkonto angelegt. Die Umsätze stehen täglich in der DATEV-Cloud bereit und werden wie elektronische Bankumsätze offenen Posten zugeordnet, auch über die Bestellnummer (DATEV, DATEV-Shop). Inzwischen fasst DATEV solche Verbindungen unter dem Datenservice Zahlungsdienstleister zusammen, der auch Klarna, Mollie, Shopify und Stripe kennt.

In der Praxis heißt das:

  1. Im DATEV-Rechnungswesen, meist bei deiner Steuerkanzlei, wird der Dienst eingerichtet und das PayPal-Konto angelegt.
  2. Du gibst den Zugriff in deinem PayPal-Geschäftskonto frei.
  3. Ab dann kommen die PayPal-Umsätze laufend in DATEV an und werden den offenen Rechnungen zugeordnet.

Der Dienst löst die Zahlungsseite. Die Rechnungen selbst schreibt er nicht. Diese müssen vorher als offene Posten gebucht sein, sonst findet die Zahlung keinen Partner. Und die Zuordnung klappt nur, wenn PayPal die Bestellnummer kennt. Bei Shopify steht dort zum Teil ein interner Schlüssel der Checkout-Sitzung statt der Bestellnummer.

PayPal buchen: Zahlung, Gebühr, Abhebung, Erstattung

Für PayPal führt die Buchhaltung ein eigenes Konto, als Geldtransitkonto oder als Guthabenkonto wie ein Bankkonto. Vier Vorgänge kommen immer wieder vor:

Vorgang Buchungssatz SKR03 SKR04
Zahlung eines Kunden PayPal-Konto an Debitor 1362 an 1400 1462 an 1200
Gebühr für die Zahlung Nebenkosten des Geldverkehrs an PayPal-Konto 4970 an 1362 6855 an 1462
Abhebung auf die Bank Bank an PayPal-Konto 1200 an 1362 1800 an 1462
Erstattung an den Kunden Debitor an PayPal-Konto 1400 an 1362 1200 an 1462

Die Kontonummern sind Beispiele aus dem Geldtransit-Bereich der DATEV-Standardkontenrahmen. Deine Steuerkanzlei kann andere verwenden. Die Erstattung mindert den Erlös nicht selbst. Das übernimmt die Stornorechnung, die dazu gehört.

Rechnungskit, Auszahlungen, Detailseite einer PayPal-Abhebung über 274,77 € vom 15.10.2026 im Demo-Konto: oben Brutto 284,54 € minus Gebühren 9,77 € gleich Auszahlung 274,77 €, „Abgeglichen“ und „Summen stimmen überein“. Darunter die Positionen: eine Erstattung über −35,00 € „Ungeklärt“ mit dem Knopf „Zuordnen“, „Einbehalte und Freigaben (PayPal)“ über −25,00 €, „Saldo-Übertrag (PayPal)“ über 12,34 €, eine von PayPal zurückgegebene Gebühr über 0,40 €, vier Zahlungen mit Gebühr und „Automatisch“ zugeordnet sowie eine Erstattung über −19,90 € mit „vor Belegstart“

Eine Abhebung umfasst alles, was das Guthaben seit der letzten Abhebung bewegt hat: Verkäufe mit Gebühr, Erstattungen, Einbehalte und Freigaben und Beträge, die vorher auf dem Konto lagen. Deshalb passt die Summe selten zu den Verkäufen einer Woche.

PayPal-Gebühren und Umsatzsteuer

PayPal-Gebühren werden überwiegend als steuerfreie Leistung im Zahlungsverkehr nach § 4 Nr. 8 Buchst. d UStG behandelt. Dann fällt auch keine Steuer nach § 13b UStG an, und das Gebührenkonto bekommt keinen Steuerschlüssel für Reverse Charge. Das unterscheidet PayPal von Stripe oder Mollie, deren Gebühren aus dem EU-Ausland mit Reverse Charge abgerechnet werden. Die Einordnung bestätigt deine Steuerkanzlei.

Bewegungen ohne Bestellung

Über ein PayPal-Konto läuft oft mehr als der Shop: Du bezahlst einen Lieferanten mit PayPal-Guthaben, bekommst eine Erstattung für einen eigenen Einkauf oder Geld von einem anderen PayPal-Konto. Solche Bewegungen haben keine Rechnung im Shop. Damit der Saldo trotzdem stimmt, bucht man sie gegen ein Verrechnungskonto, das die Steuerkanzlei am Monatsende abstimmt und zu dem sie die fehlenden Belege anfordert. Ohne Beleg bleibt die Buchung unvollständig (GoBD, Rz. 61 ff.).

Saldo am Monatsende

Führt die Steuerkanzlei PayPal wie ein Bankkonto, muss am Monatsende auf ihrem PayPal-Konto derselbe Saldo stehen wie bei PayPal. Weicht er ab, fehlt meist eine Bewegung ohne Bestellung, eine Gebührenkorrektur, ein Einbehalt oder eine Erstattung. Beträge in Fremdwährung und Währungsumrechnungen brauchen eine eigene Klärung.

PayPal und DATEV mit Rechnungskit

Rechnungskit verbindet sich über eine eigene PayPal-App mit deinem Konto, holt Zahlungen, Erstattungen, Gebühren und Abhebungen ab und ordnet jede Zahlung ihrer Rechnung zu. Bei Shopify liest es dafür die PayPal-Transaktionsnummer aus der Bestellung, wenn PayPal statt der Bestellnummer einen Sitzungsschlüssel trägt.

  • Im DATEV-Zahlungsstapel bucht PayPal auf ein eigenes Konto (vorbelegt SKR03 1362, SKR04 1462), die Gebühr je Zahlung am Zahlungstag und ohne Steuerschlüssel.
  • Jede Abhebung zerlegt Rechnungskit in ihre Positionen, mit Saldo-Übertrag und Einbehalten.
  • Mit dem Schalter für Bewegungen ohne Bestellung bucht der Export auch Einkäufe, Fremdeingänge und PayPals eigene Gebühren gegen ein Verrechnungskonto.
  • Im Bereich der Steuerkanzlei gibt es einen Saldenabgleich zum Monatsende und einen PayPal-Kontoauszug als CSV oder PDF.
  • Zu jeder Abhebung entsteht ein Auszahlungsbeleg, zu den Gebühren eine Aufstellung, beide als PDF mit Beleglink im DATEV-Paket.

Mehr zur Verbindung steht unter PayPal-Integration, zum Export unter DATEV-Export. Wie andere Anbieter gebucht werden, zeigt der Ratgeber Geldtransitkonto.

Häufige Fragen

Der Zahlungsdatenservice für PayPal läuft laut DATEV über das Rechnungswesen-Programm: Dort wird das PayPal-Konto ähnlich wie ein Bankkonto angelegt (DATEV). Belege wie Rechnungen lädst du weiter über Unternehmen online hoch, siehe Belege nach DATEV hochladen.
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Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.

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