Stripe zu DATEV und E-Rechnung: Fizard vs. Rechnungskit
Rechnungskit erstellt die Rechnung selbst: mit eigenem fortlaufenden Nummernkreis, als ZUGFeRD nach EN 16931, revisionssicher archiviert und als fertige DATEV-Buchung. Fizard geht den umgekehrten Weg und liest die in Stripe bereits erzeugte Rechnung aus, wandelt sie in ZUGFeRD um und liefert Buchungssätze samt verknüpften Belegen für DATEV. Die E-Rechnungs-App von Fizard ist nach eigener Angabe „100 % kostenlos", bezahlt wird dort der DATEV-Export. Beide Fizard-Apps im Stripe-Marktplatz haben ausschließlich Lesezugriff; Fizard schreibt selbst, dass „keinerlei Daten geändert oder gelöscht werden" können. Die Rechnungsnummer kommt deshalb aus Stripe oder den Stripe-Metadaten. Die Konvertierung ist also kostenlos, ein eigener Nummernkreis ist damit aber nicht zu haben.
Quellen geprüft: 28. Juli 2026 · Aktualisiert: 3. Oktober 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr · Quellen unter der Tabelle
Kurz-Fazit
Bei Fizard bleibt Stripes Rechnung dein Beleg. Rechnungskit stellt eigene Rechnungen aus, mit eigenem Archiv.
- die Rechnung bei dir entstehen soll, mit eigenem fortlaufendem Nummernkreis
- deine Belege in einem eigenen GoBD-Archiv mit Festschreibung und Prüfsummen liegen sollen
- deine Belege auch nach einem Anbieterwechsel bei dir liegen sollen
- die Abo-Abgrenzung bei Bilanzierung direkt als Buchung im DATEV-Export ankommen soll
- die Stripe-Rechnung dein Beleg bleiben soll und du vor allem Format und Buchungsdaten brauchst
- deine Steuerkanzlei die Abgrenzung als Excel-Datei zum Umbuchen haben möchte
- du aus Stripe nur ZUGFeRD-Dateien brauchst: Die E-Rechnungs-App von Fizard ist kostenlos
Bei 600 Belegen im Monat kostet Rechnungskit 75,50 €, das Fizard-Kontingent für 600 Aktivitäten 99,00 €. Gebühren und Auszahlungen zählen bei Fizard als Aktivitäten mit, die E-Rechnungs-App selbst ist kostenlos.
Rechnungskit und Fizard im Detail
Alle Zeilen mit Quelle belegt. Wo eine Angabe nicht öffentlich belegbar war, steht das ausdrücklich dabei.
- 1. Fizard-Produkt- und Hilfeseiten, geprüft am 5. August 2026 (fizard.com, hilfe.fizard.com). Die öffentliche Dokumentation ist knapp, nämlich fünf Hilfeartikel, zwei Blogbeiträge; wo nichts dokumentiert ist, steht „Nicht belegt" statt eines Neins.
- 2. Stripe App Marketplace, Listings „E-Invoice / E-Rechnung" und „Fizard": beide Apps führen ausschließlich Lesezugriffe, auch auf Invoices und Credit Notes. Fizard selbst: „Fizard erhält ausschließlich Lesezugriff – es können keinerlei Daten geändert oder gelöscht werden."
- 3. Fizard-Hilfe zur passiven Rechnungsabgrenzung (pRAP), inklusive der Spalte „Rechnungsnummer aus Stripe oder den Stripe-Metadaten".
- 4. fizard.com/preise, geprüft am 5. August 2026; netto zuzüglich Umsatzsteuer. Das Kontingent wird über einen Regler gewählt (50 Aktivitäten 39 €, 600 Aktivitäten 99 € pro Monat). Bezahlt wird der DATEV-Export; die E-Rechnungs-App ist kostenlos. Der Rechnungskit-Preis stammt aus der Preiskurve auf rechnungskit.de/preise (9,00 € Grundgebühr + 66,50 € Nutzung bei 600 Belegen).
- Angaben laut Anbieter-Website (Preis-, Funktions- und Hilfeseiten), zuletzt geprüft am 28. Juli 2026; Preise netto.
- Zeilen mit „Nicht belegt" bedeuten: Wir haben keine belastbare öffentliche Quelle gefunden, nicht, dass die Funktion fehlt.
- Rechnungskit-Angaben beziehen sich auf den aktuellen Produktstand; als „Geplant“ markierte Punkte sind noch nicht verfügbar.
- Rechtsgrundlagen der Zeilen und Abschnitte: Pflichtangaben § 14 Abs. 4 UStG, E-Rechnung § 14 Abs. 1 und 2 UStG mit Übergang nach § 27 Abs. 38 UStG, Kleinbetragsrechnung § 33 UStDV, Gutscheine § 3 Abs. 13–15 UStG, OSS-Schwelle § 3c Abs. 4 UStG und Meldung § 18j UStG, USt-IdNr.-Bestätigung § 18e UStG, innergemeinschaftliche Lieferung § 6a UStG, Entstehung der Steuer im Voranmeldungszeitraum der Leistung § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a UStG, Aufbewahrung § 14b Abs. 1 UStG und § 147 Abs. 3 AO, Rechnungsabgrenzung § 250 Abs. 2 HGB, Archiv GoBD, BMF-Schreiben vom 28.11.2019.
Alle Angaben nach öffentlich zugänglichen Quellen, geprüft 28. Juli 2026. Funktionsumfang und Preise der Anbieter können sich ändern. Hinweise auf Fehler bitte an support@rechnungskit.de. Wie wir bewerten, steht unter So vergleichen wir.
Wann ist Fizard die bessere Wahl?
Rechnungskit ist kein Rundum-Werkzeug. In diesen Fällen ist Fizard die ehrlichere Empfehlung.
Wenn du bewusst willst, dass Stripe die Rechnung stellt und du nur Format und Buchungsdaten brauchst, ist genau das Fizards Modell. Es entsteht ein Dokument je Verkauf, mit Stripes Nummer.
Fizard liefert die passive Rechnungsabgrenzung als eigene Excel-Datei mit Rest-Spalte, die deine Steuerkanzlei anschließend manuell in DATEV umbucht. Rechnungskit bucht die Abgrenzung bei Bilanzierung direkt im DATEV-Export, verteilt nach der Methode aus den DATEV-Einstellungen: monatlich (Standard), nach 30/360 oder taggenau. Wer die Abgrenzung bewusst als Datei zum Weiterreichen haben will, ist bei Fizard richtiger.
Fizards E-Rechnungs-App ist kostenlos; bezahlt wird das Aktivitäten-Kontingent für den DATEV-Export. Wer aus Stripe nur ZUGFeRD-Dateien braucht und die Buchhaltung anders löst, zahlt dafür bei Fizard nichts.
Was Rechnungskit anders macht
Leistungsdatum-korrekte Fakturierung
Versandware wird zum Versanddatum fakturiert, nicht zum Zahldatum. Das klingt nach einem Detail, entscheidet aber über die Periode, in der der Umsatz landet.
USt-IdNr.-Prüfung mit Nachweisarchiv
Qualifizierte Abfrage beim BZSt inklusive Firmenname, Ort, PLZ und Straße. Die Antwort wird unverändert acht Jahre archiviert und mit der einzelnen Rechnung verknüpft.
DATEV-Buchungen mit verknüpften Belegen
Deine Steuerkanzlei bekommt fertige EXTF-Buchungssätze, nicht nur einen Ordner mit PDFs. Erlöse, Zahlungen, Gebühren und Auszahlungen sind zugeordnet, und jede Rechnungsbuchung trägt einen Beleglink auf ihr Belegbild im Belegtransfer-Paket für Unternehmen online.
Preisvergleich
Listenpreise netto pro Monat, Stand 28. Juli 2026. Rabatte und Aktionen sind nicht berücksichtigt.
Wechsel in drei Schritten
Bestellungen und Zahlungen aus den angebundenen Quellen werden übernommen, dein Nummernkreis läuft weiter. Alte Belege bleiben im bisherigen System abrufbar; Rechnungskit importiert keine fremden Rechnungen.
Einen Abrechnungszeitraum lang laufen beide Systeme. Du vergleichst Belege und Buchungen, bevor etwas live geht.
Der Versand wird umgeschaltet, dein Steuerberater bekommt den neuen Export-Zugang. Das Altsystem bleibt als Archiv bestehen.
Häufige Fragen
Passend dazu
Weitere Vergleiche
Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.
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Wir prüfen jede Rechnung, bevor sie rausgeht. Erstelle dein Konto und probier alles im kostenlosen Testmodus, abgerechnet wird erst ab dem Go-Live.