E-Rechnung für SaaS: aus jeder Abo-Zahlung eine konforme Rechnung
Stripe Billing erstellt PDF-Rechnungen, aber keine E-Rechnung nach EN 16931; dafür verweist Stripe auf Partner-Apps. Rechnungskit verbindet sich mit deinem Billing oder führt deine Abos selbst, macht aus jeder Abo-Zahlung eine GoBD-konforme ZUGFeRD-Rechnung mit korrektem Leistungszeitraum, bereitet den DATEV-Export vor und überwacht die OSS-Schwelle für digitale EU-Leistungen.
Aus jeder Abo-Zahlung eine konforme E-Rechnung mit Leistungszeitraum, DATEV-Export und OSS-Überwachung, ohne dass du an Stripe Billing etwas umbauen musst.
Rechnungen schreiben ist einfach. Rechtssicher schreiben nicht.
Der Unterschied zwischen einem PDF und einer konformen E-Rechnung entscheidet bei der nächsten Steuerprüfung. Rechnungskit schließt genau diese Lücke.
In vier Schritten zur konformen E-Rechnung.
- 01Billing verbindenZwei Wege: Mit Stripe Billing kommen deine Abo-Rechnungen direkt aus Stripe. Oder du legst Bestellungen über die API an und verbindest deinen Zahlungsdienst, egal ob Stripe, Mollie, PayPal, GoCardless oder Unzer. Rechnungskit richtet den Webhook automatisch ein.
- 02Abo wird zur E-RechnungAus jeder Abo-Abrechnung liest Rechnungskit Positionen, Steuersätze und den Leistungszeitraum ein und erzeugt daraus eine vollwertige E-Rechnung nach EN 16931 mit deinem eigenen Nummernkreis, nicht nur eine formatkonvertierte PDF-Kopie.
- 03Umsatzsteuer und OSSFür Privatkunden in der EU bestimmt Rechnungskit den Steuersatz nach dem Leistungsort (§ 3a Abs. 5 UStG) und überwacht die gemeinsame 10.000-Euro-Schwelle für digitale Leistungen und Fernverkäufe. Über der Schwelle bereitet Rechnungskit die OSS-Meldung vor.
- 04DATEV und ArchivBei Jahresabos bucht der DATEV-Export die passive Rechnungsabgrenzung (pRAP) periodengerecht über die Monate. Jeder Beleg liegt GoBD-revisionssicher im Archiv, der Buchungsstapel geht fertig an deine Steuerkanzlei.
Dein Billing-Tool macht nur ein PDF
Stripe Billing ist stark im Einsammeln wiederkehrender Zahlungen. Was es danach ausstellt, ist aber ein PDF, keine E-Rechnung im deutschen Rechtssinn. Stripe selbst verweist für den E-Rechnungsversand auf Partner-Apps. Im deutschen B2B-Geschäft muss jedes Unternehmen seit 2025 E-Rechnungen empfangen können; ausstellen musst du sie für Umsätze ab 2027 (bei mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz), sonst ab 2028 (§ 27 Abs. 38 UStG), Details unter E-Rechnungspflicht 2027. Für die deutsche Buchhaltung fehlt der wichtigste Schritt: aus der Abo-Zahlung einen strukturierten, maschinenlesbaren Beleg nach EN 16931 zu machen, ihn GoBD-sicher zu archivieren und den DATEV-Export vorzubereiten.
Genau diese Lücke schließt Rechnungskit. Du verbindest dein Abrechnungssystem einmal, und aus jeder Abo-Abrechnung entsteht automatisch eine ZUGFeRD-Rechnung mit deinem eigenen Nummernkreis. Drei Wege führen dorthin: Stripe Billing als direkter Anschluss, Abos direkt in Rechnungskit mit eigenem Abo-Link, oder deine eigene API, bei der du Bestellungen anlegst und den Zahlungsdienst (Stripe, Mollie, PayPal, GoCardless oder Unzer) für den Abgleich verbindest. In allen drei Fällen nehmen wir die Positionen, Steuersätze und den Leistungszeitraum, nicht nur ein fertiges PDF, sodass ein echter Beleg entsteht und keine formatkonvertierte Kopie.
Zwei Wege mit Stripe, eine E-Rechnung
Ob du Stripe Billing behältst oder deine Abos direkt in Rechnungskit führst, entscheidet nur, wer das Abo verwaltet. Das Geld läuft in beiden Fällen über dein eigenes Stripe-Konto, und jede Periode wird zur selben E-Rechnung mit deinem Nummernkreis.
Von Weg 1 zu Weg 2 wechselst du ohne Kundenkontakt. Die Übernahme aus Stripe Billing nutzt die Zahlungsmandate, die schon in deinem Stripe-Konto liegen. Deine Kunden melden sich also nicht neu an und geben keine Karte erneut ein.
- Abos ladenRechnungskit liest alle Abos aus Stripeund prüft je Abo, ob es übernommen werden kann, etwa monatlich oder jährlich mit Karte oder SEPA
- ZuordnenJe Stripe-Preis ein Abo-Produktneu anlegen, vorausgefüllt mit Name, Betrag und Intervall, oder einen bestehenden Plan wählen
- ÜbernehmenStripe-Abo endet zum PeriodenendeDie erste Abbuchung über Rechnungskit folgt genau dann, mit dem bestehenden MandatKunde merkt nichts
So sieht der Abo-Checkout für deine Kunden aus
Für Weg 2 bekommt jeder Plan einen teilbaren Abo-Link, den du auf deine Preisseite, in die App oder in einen Newsletter setzt. Dein Kunde wählt dort Menge, Privatperson oder Unternehmen und Zahlungsart. Den Rest erledigt Rechnungskit, von der Abbuchung bis zur Rechnung.
- Abo-LinkKunde wählt Plan und PlätzeDer Preis gilt pro Platz, Zwischensumme und USt. passen sich sofort an.
- KundentypPrivatperson oder UnternehmenEine EU-USt-IdNr. wird beim BZSt geprüft und schaltet Reverse Charge frei.
- ZahlungKarte oder SEPA-LastschriftÜber dein Stripe- oder Mollie-Konto, das Geld geht direkt an dich. Mit Testphase wird nur das Mandat hinterlegt.
- Jede PeriodeAbbuchung und E-Rechnung, automatischMit Leistungszeitraum, archiviert und im DATEV-Export, bei Jahresabos mit pRAP.
- DanachKundenportal und WebhooksDein Kunde ändert Plätze, lädt Rechnungen oder kündigt selbst. Deine App erfährt jeden Schritt per Webhook und schaltet Zugänge.
Der Leistungszeitraum, den SaaS besonders braucht
Ein SaaS-Abo ist eine zeitraumbezogene Leistung. Rechnungskit übernimmt den Leistungszeitraum direkt aus der Abo-Abrechnung und schreibt ihn auf den Beleg und strukturiert in die E-Rechnung. Bei einem Jahresabo, dessen Zeitraum über den Rechnungsmonat hinausreicht, bucht der DATEV-Export auf Wunsch die passive Rechnungsabgrenzung (pRAP, § 250 Abs. 2 HGB) periodengerecht über die Monate, monatlich oder taggenau und auch über den Jahreswechsel. Das setzt voraus, dass du bilanzierst und das pRAP-Konto mit deiner Steuerkanzlei hinterlegt ist; bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung entfällt die Abgrenzung.
SaaS-Umsatzsteuer: OSS, Reverse Charge und Drittland
Die Umsatzsteuer für ein Software-Abo hängt an zwei Fragen: Ist dein Kunde eine Privatperson (B2C) oder ein Unternehmen mit USt-IdNr. (B2B), und sitzt er in Deutschland, der EU oder außerhalb der EU? Daraus ergeben sich sechs Fälle. Der häufigste Irrtum: OSS betrifft nur B2C. Bei B2B in der EU gilt stattdessen Reverse Charge.
Rechtsgrundlagen der Matrix: § 3a Abs. 2 und 5 UStG (Leistungsort), § 14a Abs. 1 UStG (Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft), § 18a UStG (Zusammenfassende Meldung), § 18j UStG (OSS).
Woran erkennt Rechnungskit, ob ein Verkauf B2C oder B2B ist? An der USt-IdNr., nicht
am Firmennamen. Liegt eine USt-IdNr. vor und wird sie qualifiziert beim BZSt bestätigt, gilt
der Kunde als Unternehmer und der Verkauf läuft über Reverse Charge. Ohne oder mit
ungeprüfter USt-IdNr. behandelt Rechnungskit den Verkauf als B2C und weist die Umsatzsteuer
aus, ein unklarer Fall wird zur Klärungsaufgabe, nie zu einer stillen Steuerbefreiung. Bei
Stripe Billing kommt die USt-IdNr. aus den Steuer-IDs deines Stripe-Kunden, bei der eigenen
API übergibst du sie im Feld vat_id der Rechnungsadresse.
Rechnungskit trifft diese Entscheidung automatisch pro Rechnung: Für B2C-EU-Umsätze bestimmt es den Steuersatz je Bestimmungsland aus der EU-Datenbank TEDB und überwacht die gemeinsame 10.000-Euro-Schwelle (inklusive deiner Vorumsätze beim Wechsel im laufenden Jahr) für die OSS-Meldung. Für B2B-EU-Umsätze prüft es die USt-IdNr. qualifiziert beim BZSt, stellt netto mit dem Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers aus und bereitet die Zusammenfassende Meldung vor. Diese Schwelle betrifft nur B2C und ist eine gemeinsame Grenze für digitale Leistungen und physische Fernverkäufe, es gibt keinen zusätzlichen SaaS-Freibetrag.
Ein Schritt, den du nicht vergessen darfst
Nutzt du Stripe Billing weiter (Weg 1), verschickt Stripe zu jeder Abo-Zahlung seine eigene Rechnungsmail. Bleibt dieser Versand aktiv, bekommt dein Kunde zwei Rechnungen für denselben Kauf, die von Stripe und die steuerlich gültige von Rechnungskit. Deshalb schaltest du den Versand von Stripes eigenen Rechnungsmails einmalig ab. Rechnungskit erinnert dich direkt an der Stripe-Verbindung und noch einmal beim Go-Live an diesen Schritt und verlinkt die richtige Stelle im Stripe-Dashboard. Wie die Stripe-Integration im Detail funktioniert, liest du auf der Connector-Seite.
Häufige Fragen zur E-Rechnung Software
Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.
Bereit für die E-Rechnungs-Pflicht?
Konto erstellen, Zahlungsquelle verbinden, im kostenlosen Testmodus prüfen. Abgerechnet wird erst ab dem Go-Live.
Jetzt testen