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Format-Wissen · E-Rechnung

Stripe Rechnung: Was Stripe Billing kann, was fehlt, was ab 2027 gilt

Stripe Invoicing und Stripe Billing erstellen PDF-Rechnungen, aber keine E-Rechnung im Sinne der EN 16931. Stripe selbst verweist für den E-Rechnungsversand auf Partner-Apps aus dem App Marketplace. Für deutsche Anforderungen fehlen außerdem ein GoBD-konformes Archiv, die deutsche Umsatzsteuerlogik und eine §14-konforme Storno- und Korrekturstrecke.

Stand: · geprüft gegen EN 16931

Was Stripe Invoicing und Billing können

Stripe ist als Zahlungsanbieter stark, und mit Stripe Invoicing und Stripe Billing lassen sich Rechnungen und Abos direkt aus dem Stripe-Konto heraus stellen: Rechnung anlegen, per E-Mail oder Link versenden, Zahlung einsammeln, Mahnlogik inklusive. Kunden können die Rechnung als PDF herunterladen. Für viele SaaS-Unternehmen ist das der erste Rechnungsweg überhaupt.

Hier beginnt die Verwechslung: Eine Rechnung aus Stripe ist ein PDF. Sie ist keine E-Rechnung im deutschen Rechtssinn und nicht auf die deutschen Anforderungen an Rechnungen zugeschnitten.

Warum ein PDF keine E-Rechnung ist

Die deutsche E-Rechnungspflicht verlangt für B2B-Umsätze ein strukturiertes, maschinenlesbares Format nach EN 16931, in der Praxis ZUGFeRD oder XRechnung. Ein PDF, auch ein sauber gestaltetes, erfüllt diese Anforderung nicht.

Stripe sagt das selbst: Stripe Invoicing und Stripe Billing können E-Rechnungen nicht direkt erstellen oder versenden. Wer aus Stripe heraus E-Rechnungen verschicken will, braucht dafür Partner-Apps aus dem Stripe App Marketplace. Der Kern des Produkts bleibt der Zahlungseinzug, nicht die deutsche Rechnungsstellung.

Was für deutsche Rechnungen fehlt

Neben dem Format bleiben drei Baustellen, die Stripe nicht löst:

GoBD-Archiv. Rechnungen müssen revisionssicher und unveränderbar aufbewahrt werden, mit Integritätsnachweis und Verfahrensdokumentation. Ein Rechnungs-PDF im Stripe-Dashboard ist kein GoBD-konformes Archiv.

Deutsche Umsatzsteuerlogik. Versandkosten übernehmen als unselbstständige Nebenleistung den Steuersatz der Ware, gemischte Warenkörbe mit 7 % und 19 % müssen anteilig aufgeteilt werden, OSS-Verkäufe brauchen den Steuersatz des Ziellandes, B2B-Umsätze ins EU-Ausland laufen als Reverse Charge nach §13b UStG, und Kleinunternehmer nach §19 UStG stellen ganz ohne Steuerausweis. Diese Fälle musst du außerhalb von Stripe korrekt abbilden.

Nummernkreis und Korrekturen. §14 UStG verlangt eine fortlaufende Rechnungsnummer aus einem lückenlosen Nummernkreis, und Korrekturen laufen über Stornorechnungen statt über das Löschen oder Überschreiben von Belegen. Diese deutsche Storno- und Korrekturstrecke bildet Stripe nicht ab.

Stripe Billing: Abos als echte E-Rechnung

Bei Abos liegt der Fall besonders klar: Stripe Billing stellt zu jeder wiederkehrenden Zahlung selbst eine Rechnung aus, mit Positionen, Steuersätzen und Abrechnungszeitraum, aber eben nur als PDF und in Stripes Datenstruktur. Viele Konverter am Markt nehmen dieses PDF und hängen einfach ein XML daran. Damit stimmt zwar das Format, aber der Beleg bleibt so unvollständig wie vorher, weil eigener Nummernkreis, deutsche Umsatzsteuerlogik und Archiv weiterhin fehlen.

Rechnungskit geht den Weg über die Daten, nicht über das PDF: Aus der Stripe-Billing-Abrechnung werden die einzelnen Positionen, die Steuersätze und der Leistungszeitraum übernommen und daraus eine vollwertige E-Rechnung mit deinem eigenen Nummernkreis erzeugt, nicht nur eine formatkonvertierte Kopie. Der Leistungszeitraum landet korrekt im Beleg, was bei Abos für die periodengerechte Abgrenzung zählt. Es bleibt bei einer einzigen Stripe-Verbindung: dieselbe Anbindung liest Zahlungen und Abos.

Eine Sache musst du dabei selbst erledigen: Stripe schickt seine eigene Rechnungsmail weiterhin an deine Kunden. Lässt du das laufen, bekommt der Kunde zwei Rechnungen für denselben Kauf, die von Stripe und die steuerlich gültige von Rechnungskit. Schalte den Versand deshalb einmalig im Stripe-Dashboard ab. Zahlungseinzug und Webhooks laufen davon unberührt weiter.

Der andere typische Stolperstein bei Stripe Billing ist die Anschrift: Viele Abo-Kunden haben bei Stripe nur eine E-Mail-Adresse hinterlegt, eine deutsche Rechnung verlangt aber Name und Anschrift des Empfängers. Rechnungskit löst das in zwei Stufen. Bis 250 Euro brutto und bei Leistungsort Deutschland entsteht automatisch eine Kleinbetragsrechnung nach § 33 UStDV, die ganz ohne Anschrift auskommt. Reicht das nicht, etwa weil der Betrag darüber liegt oder der Kunde im EU-Ausland sitzt, hält Rechnungskit den Beleg an, und du forderst die Anschrift mit einem Klick per Datennachforderungs-Link direkt beim Käufer an: Er ergänzt sie ohne Login, die Rechnung entsteht danach automatisch.

Und Stripe Billing selbst brauchst du für neue Abos nicht mehr: Rechnungskit legt Abo-Pläne mit teilbarem Link an und zieht über dein bestehendes Stripe-Konto ein, per Karte oder SEPA-Lastschrift, mit vollständiger Rechnungsadresse von Anfang an und dem gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsportal. Bei Stripe bleibt dann nur die reine Zahlungsgebühr, der Billing-Aufschlag auf das Abo-Volumen entfällt. Bestehende Abos laufen entweder weiter in Stripe Billing, versorgt über den Weg oben, oder ziehen über die Funktion „Übernahme aus Stripe Billing“ geführt zum Periodenende um: Rechnungskit liest die laufenden Abos aus Stripe ein und übernimmt sie mit dem vorhandenen Zahlungsmandat, ohne dass ein Kunde etwas neu einrichten muss.

Die Gebührenrechnung von Stripe

Wer nach „Stripe Rechnung“ sucht, meint manchmal auch die andere Richtung: die Rechnung, die Stripe dir über die einbehaltenen Zahlungsgebühren stellt. Die findest du im Stripe-Dashboard in den Einstellungen im Bereich Dokumente. Das ist eine Eingangsrechnung für deine Buchhaltung. Mit deinem eigenen Rechnungsausgang an deine Kunden hat sie nichts zu tun, beide Strecken brauchen eine eigene Lösung.

Der automatische Weg von der Zahlung zur E-Rechnung

Rechnungskit ist eine E-Rechnung Software, die die Lücke zwischen Stripe und der deutschen Rechnung schließt: Die Stripe-Integration nimmt jede Zahlung entgegen, verbindet sie mit der Bestellung aus dem Shop oder der API, und erzeugt daraus automatisch eine geprüfte E-Rechnung als ZUGFeRD, validiert gegen EN 16931. Dazu kommen die Punkte, die oben fehlen: korrekte Umsatzsteuerentscheidung je Fall, lückenloser Nummernkreis mit Storno statt Löschen, revisionssicheres GoBD-Archiv mit SHA-256-Prüfsumme und der fertige DATEV-Export für die Steuerkanzlei. Wie die Buchungsseite dahinter funktioniert, also Geldtransitkonto, Gebühren und Auszahlungen, steht unter Stripe zu DATEV exportieren.

Wer Stripe Billing bereits im Einsatz hat, muss dafür nichts kündigen. Die Übernahme aus Stripe Billing erklärt Schritt für Schritt, wie Rechnungskit zuerst nur die Rechnungsstellung übernimmt, wie neue Abos direkt über dein Stripe-Konto laufen und wie bestehende Abos auf Wunsch zum Periodenende umziehen, ohne neue Anmeldung für deine Kunden.

Häufige Fragen

Nicht direkt. Stripe Invoicing und Stripe Billing erzeugen PDF-Rechnungen. Für den Versand von E-Rechnungen verweist Stripe auf Partner-Apps aus dem App Marketplace, die die strukturierten Formate erzeugen.
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Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ist keine Steuerberatung (§ 5 StBerG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Die steuerliche Bewertung im Einzelfall bleibt deine Entscheidung, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei.

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