Stripe Billing Alternative für deutsche Rechnungen: ergänzen statt wechseln
Rechnungskit setzt auf Stripe auf, statt es zu ersetzen: Aus jedem Abo und jeder Zahlung entsteht die rechtssichere ZUGFeRD-Rechnung, das GoBD-Archiv und die fertige DATEV-Buchung. Stripe bleibt Abrechnung und Zahlungsabwicklung. Stripe Billing und Invoicing erzeugen E-Rechnungen nicht nativ; dafür gibt es inzwischen Partner-Apps wie Billit.
Quellen geprüft: 28. Juli 2026 · Aktualisiert: 01.10.2026 · Alle Angaben ohne Gewähr · Quellen unter der Tabelle
Kurz-Fazit
Stripe rechnet ab und kassiert. Rechnungskit macht daraus E-Rechnung, GoBD-Archiv und DATEV-Buchung.
- aus deinen Stripe-Abos rechtssichere E-Rechnungen entstehen sollen
- deine Belege GoBD-konform archiviert und als fertige DATEV-Buchungen übergeben werden sollen
- USt-IdNrn. im selben Ablauf qualifiziert geprüft werden sollen
- sich an deinem Stripe-Setup nichts ändern soll
- du nutzungsbasierte Preise, Staffeln oder Abos mit mehreren Positionen abrechnest
- du Zahlungen weltweit abwickeln willst, mit Karten, SEPA, Wallets und Betrugserkennung
- du nach IFRS 15 oder ASC 606 berichtest
- du US-Sales-Tax abgeben musst
Kein Entweder-oder: Stripe bleibt Abrechnung und Zahlungsabwicklung. Für E-Rechnungen ergänzt du eine Marketplace-App wie Billit oder nutzt Rechnungskit, das E-Rechnung, GoBD-Archiv, DATEV-Buchungen und USt-IdNr.-Prüfung in einem Ablauf verbindet.
Rechnungskit und Stripe im Detail
Alle Zeilen mit Quelle belegt. Wo eine Angabe nicht öffentlich belegbar war, steht das ausdrücklich dabei.
- 1. docs.stripe.com und stripe.com/guides (Invoicing, Rechnungsnummern, Storno und Gutschriften, Teams und Rollen, Reports). Stripe wörtlich: „Stripe Billing and Stripe Invoicing do not directly generate or send e-invoices“. Die inzwischen live verfügbare Billit-App nennt ZUGFeRD, XRechnung und Peppol für Deutschland als unterstützt (Preise siehe Fußnote 6). Geprüft am 28. Juli 2026.
- 2. docs.stripe.com/tax und stripe.com/de/tax (VIES-Prüfung, Reverse Charge, Schwellen-Monitoring, OSS-Export, Produkt-Steuercodes); automatisierte Abgabe laut Stripe nur für US-Sales-Tax, EU-Meldungen über Partner, geprüft am 28. Juli 2026.
- 3. stripe.com/de/pricing sowie die Preisseiten zu Billing, Invoicing, Tax und Revenue Recognition, geprüft am 28. Juli 2026; Nettopreise, Listenpreise.
- 4. Kein nativer DATEV-Export in der Stripe-Dokumentation; DATEV Datenservice Zahlungsdienstleister (datev.de, ab 10,00 €/Monat) überträgt Zahlungsdaten, keine Belege. Drittanbieter-Apps u. a. fizard, JERA und pathway solutions.
- 5. BMF, Fragen und Antworten zur obligatorischen E-Rechnung: Empfangspflicht seit 01.01.2025, Versandpflicht ab 01.01.2027 bei über 800.000 € Vorjahresumsatz und ab 01.01.2028 für alle; gesetzliche Grundlage § 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG mit den Übergangsregeln in § 27 Abs. 38 UStG.
- 6. Billit-App im Stripe App Marketplace: „will receive e-invoicing for free until the 1st of January 2027“, Vertrag und Abrechnung laufen über Stripe, kein Billit-Konto nötig (marketplace.stripe.com, stripe-einvoicing.billit.eu). Billits eigene Preisliste (billit.eu/de-de/preis), Reiter monatliche Zahlung: bis 25 Dokumente ohne Monatspreis, bis 500 Dokumente 25,00 €, bis 1.000 Dokumente 250,00 €, mehr als 1.000 auf Anfrage, jeweils „pro Unternehmensnummer oder separater Akte“; bei vierteljährlicher Zahlung kostet die kleinste Stufe 7,50 €, bei jährlicher Zahlung ist ein Monat kostenlos. Als Dokument zählt jede gesendete oder empfangene Rechnung, Gutschrift oder Quittung. Ob diese Liste für die Stripe-App gilt, nennt Billit nicht; die Preise nennt Billit laut FAQ beim Onboarding in der App. Geprüft am 1. Oktober 2026.
- Angaben laut Anbieter-Website (Preis-, Funktions- und Hilfeseiten), zuletzt geprüft am 28. Juli 2026; Preise netto.
- Zeilen mit „Nicht belegt" bedeuten: Wir haben keine belastbare öffentliche Quelle gefunden, nicht, dass die Funktion fehlt.
- Rechnungskit-Angaben beziehen sich auf den aktuellen Produktstand; als „Geplant“ markierte Punkte sind noch nicht verfügbar.
- Rechtsgrundlagen der Zeilen und Abschnitte: Pflichtangaben § 14 Abs. 4 UStG, E-Rechnung § 14 Abs. 1 und 2 UStG mit Übergang nach § 27 Abs. 38 UStG, Kleinbetragsrechnung § 33 UStDV, Gutscheine § 3 Abs. 13–15 UStG, OSS-Schwelle § 3c Abs. 4 UStG und Meldung § 18j UStG, USt-IdNr.-Bestätigung § 18e UStG, innergemeinschaftliche Lieferung § 6a UStG, Entstehung der Steuer im Voranmeldungszeitraum der Leistung § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a UStG, Aufbewahrung § 14b Abs. 1 UStG und § 147 Abs. 3 AO, Rechnungsabgrenzung § 250 Abs. 2 HGB, Archiv GoBD, BMF-Schreiben vom 28.11.2019.
Alle Angaben nach öffentlich zugänglichen Quellen, geprüft 28. Juli 2026. Funktionsumfang und Preise der Anbieter können sich ändern. Hinweise auf Fehler bitte an support@rechnungskit.de. Wie wir bewerten, steht unter So vergleichen wir.
Wann ist Stripe die bessere Wahl?
Rechnungskit ist kein Rundum-Werkzeug. In diesen Fällen ist Stripe die ehrlichere Empfehlung.
Nutzungsbasierte Abrechnung, Staffelpreise, Abos mit mehreren Positionen und Smart Retries im Mahnlauf sind Stripes Kern. Rechnungskit führt einfache Monats- und Jahresabos mit Testphase und Menge selbst, für alles darüber hinaus bleibt Stripe Billing die richtige Wahl.
Karten, SEPA, Wallets, weltweite Auszahlungen und Betrugserkennung gehören zu Stripe. Rechnungskit ist kein Zahlungsanbieter und will keiner werden.
Stripe Revenue Recognition liefert Umsatzabgrenzung, Waterfall-Berichte und Statements nach internationalen Standards. Rechnungskit bildet die pRAP für HGB und DATEV ab, nicht die IFRS-Berichterstattung.
Stripe Tax übernimmt die automatisierte Abgabe in den US-Bundesstaaten. Rechnungskit ist auf den deutschen und EU-Raum ausgerichtet und meldet bewusst gar nicht selbst.
Was Rechnungskit anders macht
Leistungsdatum-korrekte Fakturierung
Versandware wird zum Versanddatum fakturiert, nicht zum Zahldatum. Das klingt nach einem Detail, entscheidet aber über die Periode, in der der Umsatz landet.
USt-IdNr.-Prüfung mit Nachweisarchiv
Qualifizierte Abfrage beim BZSt inklusive Firmenname, Ort, PLZ und Straße. Die Antwort wird unverändert acht Jahre archiviert und mit der einzelnen Rechnung verknüpft.
DATEV-Buchungen mit verknüpften Belegen
Deine Steuerkanzlei bekommt fertige EXTF-Buchungssätze, nicht nur einen Ordner mit PDFs. Erlöse, Zahlungen, Gebühren und Auszahlungen sind zugeordnet, und jede Rechnungsbuchung trägt einen Beleglink auf ihr Belegbild im Belegtransfer-Paket für Unternehmen online.
Preisvergleich
Listenpreise netto pro Monat, Stand 28. Juli 2026. Rabatte und Aktionen sind nicht berücksichtigt.
Wechsel in drei Schritten
Bestellungen und Zahlungen aus den angebundenen Quellen werden übernommen, dein Nummernkreis läuft weiter. Alte Belege bleiben im bisherigen System abrufbar; Rechnungskit importiert keine fremden Rechnungen.
Einen Abrechnungszeitraum lang laufen beide Systeme. Du vergleichst Belege und Buchungen, bevor etwas live geht.
Der Versand wird umgeschaltet, dein Steuerberater bekommt den neuen Export-Zugang. Das Altsystem bleibt als Archiv bestehen.
Häufige Fragen
Passend dazu
Weitere Vergleiche
Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.
Bereit für die E-Rechnungs-Pflicht?
Wir prüfen jede Rechnung, bevor sie rausgeht. Erstelle dein Konto und probier alles im kostenlosen Testmodus, abgerechnet wird erst ab dem Go-Live.