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Rechnungskit
Format-Wissen · E-Rechnung

Stripe-Rechnung mit Zahlungsziel als E-Rechnung: Überweisung auf die Stripe-IBAN

Verschickst du in Stripe eine Rechnung mit Zahlungsziel, erstellt Rechnungskit die E-Rechnung in dem Moment, in dem Stripe die Rechnung finalisiert. Sie trägt die virtuelle Stripe-IBAN deines Kunden und die Stripe-Rechnungsnummer als Verwendungszweck. Überweist dein Kunde, ordnet Stripe das Geld der Rechnung zu und Rechnungskit schließt den offenen Posten automatisch. Die Funktion ist ein Schalter in den Belegregeln und standardmäßig aus.

Stand: · geprüft gegen EN 16931

Worum es geht

Viele SaaS- und B2B-Unternehmen stellen ihre Rechnungen direkt in Stripe: Rechnung anlegen, mit Zahlungsziel verschicken, der Kunde überweist später. In Stripe heißt das „Rechnung senden“. Stripe gibt dabei jedem Kunden eine eigene virtuelle IBAN, und wenn das Geld dort ankommt, gleicht Stripe es mit der offenen Rechnung ab.

Das Zahlen funktioniert. Die Rechnung selbst ist aber ein PDF. Ab 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz B2B-Rechnungen als E-Rechnung nach EN 16931 verschicken, ab 2028 alle. Stripe erstellt diese Form nicht selbst (mehr dazu unter Stripe Rechnung).

Rechnungskit lässt Stripe weiter kassieren und stellt die E-Rechnung aus. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt: Bei einer Rechnung mit Zahlungsziel muss sie beim Kunden sein, bevor er zahlt.

Welcher Weg passt zu dir

Beide Wege enden bei einer E-Rechnung, die dein Kunde per Überweisung an Stripe bezahlt. Unterschiedlich ist nur, wo der Vorgang beginnt.

Weg 1: Rechnung in Stripe Weg 2: Rechnung aus deiner Anwendung
Wo entsteht der Vorgang Du legst in Stripe eine Rechnung mit Zahlungsziel an Deine Anwendung schickt die Bestellung an die Rechnungskit-API
Einschalten Schalter in den Belegregeln Zahlart „stripe_transfer“ in der Bestellung
Verwendungszweck Stripe-Rechnungsnummer Stripes Referenz für genau diese Zahlung
Stripe-Gebühren Stripe Invoicing plus Überweisung nur die Überweisung
Stripe-Funktionen Stripe-Mahnwesen, Berichte, Kundenportal bleiben nutzbar es gibt keine Stripe-Rechnung, Erinnerungen kommen von Rechnungskit
Umbau bei dir keiner, wenn du Stripe-Rechnungen schon nutzt deine Anwendung sendet an die API statt an Stripe
Schlüsselrechte zusätzlich Funding Instructions (Schreiben) Customers und Payment Intents (Schreiben)

Fakturierst du heute schon in Stripe und willst nichts umbauen, nimm Weg 1. Kennt deine Anwendung die Bestellung selbst, spart Weg 2 die Stripe-Rechnung samt Invoicing-Gebühr, und Rechnungskit bleibt die einzige Stelle, an der eine Rechnung entsteht. Im Detail beschreiben die Abschnitte unten Weg 1. Bei Weg 2 läuft es gleich, nur legt Rechnungskit statt der Stripe-Rechnung einen Zahlungsauftrag für Banküberweisung in deinem Stripe-Konto an. Die technischen Details für Weg 2 stehen in der API-Dokumentation.

So läuft es ab

  1. Du oder deine Anwendung legt in Stripe eine Rechnung mit Zahlungsziel an und finalisiert sie, im Dashboard oder per API.
  2. In diesem Moment erstellt Rechnungskit die ZUGFeRD-Rechnung mit deinem eigenen Nummernkreis. Positionen, Steuersätze und Leistungszeitraum kommen aus der Stripe-Rechnung, das Zahlungsziel übernimmt Rechnungskit von Stripe.
  3. Auf der Rechnung stehen die virtuelle Stripe-IBAN deines Kunden und die Stripe-Rechnungsnummer als Verwendungszweck, im PDF und strukturiert im XML.
  4. Rechnungskit verschickt die Rechnung per E-Mail in deinem Namen, mit einem Überweisungsblock: Betrag, Fälligkeit, IBAN, BIC, Kontoinhaber und Verwendungszweck.
  5. Dein Kunde überweist. Stripe ordnet das Geld der Rechnung zu, meldet sie als bezahlt, und Rechnungskit schließt den offenen Posten.

Bis dahin siehst du die Rechnung unter den offenen Posten, und auf Wunsch gehen Zahlungserinnerungen raus, sobald sie fällig ist.

Der Verwendungszweck entscheidet

Stripe gleicht eine Überweisung in dieser Reihenfolge ab: zuerst über die Rechnungsnummer im Verwendungszweck, danach über den Betrag, bei mehreren passenden Rechnungen mit der ältesten zuerst. Im Stripe-Testmodus haben wir das nachgestellt, mit zwei offenen Rechnungen gleicher Höhe beim selben Kunden:

  • Verwendungszweck genau die Stripe-Nummer: Stripe trifft die gemeinte Rechnung.
  • Mit einem Zusatz davor oder dahinter, etwa „Rechnung 571874D5-0014“: Stripe erkennt die Nummer nicht und bezahlt die ältere Rechnung gleicher Höhe.

Deshalb steht auf der Rechnung ausschließlich die Stripe-Nummer als Verwendungszweck, mit der ausdrücklichen Bitte, nichts hinzuzufügen. Die Rechnungskit-Nummer steht bewusst nicht darin. Landet eine Überweisung trotzdem auf einer anderen offenen Rechnung, ist das Geld nicht verloren: Die IBAN gehört genau diesem Kunden, nur die Zuordnung zwischen seinen Rechnungen weicht ab.

Einrichten in vier Schritten

  1. Stripe mit Rechnungskit verbinden, falls noch nicht geschehen (Anleitung).
  2. Im Stripe-Schlüssel das Recht Funding Instructions auf Schreiben setzen. Darüber holt Rechnungskit die virtuelle IBAN deines Kunden.
  3. In Stripe die Rechnungsmails und Zahlungserinnerungen an Kunden abschalten. Ruft deine Anwendung Rechnungen per API ausdrücklich zum Versand auf, verschickt Stripe trotzdem eine Mail, diesen Aufruf lässt du dann weg.
  4. In Rechnungskit unter Belegregeln, Karte „Stripe-Rechnungen mit Zahlungsziel“, einschalten. Dabei bestätigst du Schritt 3, und Rechnungskit prüft sofort, ob das Recht aus Schritt 2 vorhanden ist.

Ab dann gilt es für jede Rechnung, die Stripe nach dem Einschalten finalisiert.

Was nach dem Versand passiert

Zahlung

Stripe meldet die Rechnung als bezahlt, Rechnungskit schließt den offenen Posten. Einen zweiten Beleg gibt es nicht.

Storno in Stripe

Stornierst du die Rechnung in Stripe, erstellt Rechnungskit eine Stornorechnung mit eigener Nummer, und der offene Posten wird geschlossen. Die ursprüngliche Rechnung bleibt unverändert im GoBD-Archiv.

Gutschrift

Eine Gutschrift in Stripe auf die offene Rechnung wird zur Korrekturrechnung, und der offene Betrag sinkt entsprechend.

Uneinbringlich

Markierst du die Rechnung in Stripe als uneinbringlich, wird der offene Posten abgeschrieben, ohne Storno. Den Forderungsausfall bucht deine Steuerkanzlei.

Geld ohne Zuordnung

Kann Stripe eine Überweisung keiner Rechnung zuordnen, etwa weil der Betrag nicht passt, bleibt das Geld im Guthaben des Kunden bei Stripe liegen, und Stripe überweist es nach 75 Tagen zurück. Rechnungskit legt dafür eine Aufgabe an. Anwenden kannst du das Guthaben in Stripe beim Kunden, danach schließt sich die Aufgabe von selbst.

Fehlendes Schlüsselrecht

Fehlt das Recht Funding Instructions, entsteht keine Rechnung, und es geht nichts an deinen Kunden. Deine eigene Bankverbindung setzt Rechnungskit nicht ersatzweise ein, sonst liefe das Geld an Stripe vorbei. Du bekommst sofort eine E-Mail mit Anleitung, das Dashboard zeigt einen roten Hinweis, und in den Belegregeln prüfst du nach der Korrektur mit „Behoben, jetzt prüfen“. Dann entstehen die zurückgehaltenen Rechnungen und gehen raus.

Was es kostet

Bei Weg 1 fallen bei Stripe die Gebühren von Stripe Invoicing an, nach Stripes Preisliste für Deutschland (Stand September 2026) 0,4 % je bezahlter Rechnung im Starter-Tarif, dazu 0,5 % je SEPA-Überweisung, höchstens 5 Euro. Bei Weg 2 gibt es keine Stripe-Rechnung, es bleibt nur die Überweisungsgebühr. Individuelle Konditionen mit Stripe gehen vor. Rechnungskit berechnet keinen Aufschlag auf das Zahlungsvolumen, gezählt werden Belege (siehe Preise).

Grenzen, ehrlich benannt

  • Nur Überweisung. Einen Bezahllink oder Kartenzahlung für diese Rechnungen gibt es nicht.
  • Nur Euro und nur Rechnungen, die Stripe nach dem Einschalten finalisiert.
  • In deinem Stripe-Dashboard existiert die Stripe-Rechnung mit ihrer eigenen Nummer weiter. Deine Kunden sehen sie nicht, solange Stripes Rechnungsmails aus sind.
  • Die IBAN ist eine virtuelle Stripe-IBAN mit deinem Unternehmen als Kontoinhaber. Fragt die Buchhaltung deines Kunden nach, bietet Stripe dafür ein Bestätigungsschreiben zur Kontoinhaberschaft an.
  • Abos mit automatischem Einzug betrifft die Funktion nicht. Dort entsteht der Beleg weiter, sobald Stripe die Zahlung meldet.
  • Weg 2 braucht eine E-Mail-Adresse in der Bestellung, weil Stripe den Kunden darüber anlegt. Der Überweisungsbetrag ist das Bestellbrutto; stornieren kannst du, indem du den Zahlungsauftrag in Stripe abbrichst, solange nicht bezahlt ist.

Häufige Fragen

Nein. Es ist dieselbe Stripe-Verbindung, über die auch Zahlungen und Abos laufen. Du schaltest die Funktion in den Belegregeln ein, und der Stripe-Schlüssel braucht zusätzlich das Recht Funding Instructions (Schreiben).
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Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ist keine Steuerberatung (§ 5 StBerG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Die steuerliche Bewertung im Einzelfall bleibt deine Entscheidung, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei.

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