Übernahme aus Stripe Billing: Rechnungen zuerst, Abos zum Periodenende
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Die Übernahme aus Stripe Billing läuft in zwei Stufen. Zuerst übernimmt Rechnungskit nur die Rechnungsstellung: Stripe Billing zieht weiter ein, aus jeder Abrechnung entsteht eine E-Rechnung mit eigenem Nummernkreis, GoBD-Archiv und DATEV-Export. Danach ziehen die laufenden Abos mit der geführten Übernahme zum jeweiligen Periodenende zu Rechnungskit um, mit dem bestehenden Zahlungsmandat, ohne Lücke und ohne dass ein Kunde etwas tun muss. Stripe bleibt der Zahlungsanbieter, Stripe Billing wird nicht mehr gebraucht.
- Abos ladenprüft je Abo, ob es umziehen kann
- Preise zuordnenneues Abo-Produkt oder bestehender Plan
- Übernahme startenStripe-Abo endet zum Periodenende
Was du mit dem Umzug gewinnst
Weniger Gebühren. Stripe Billing kostet im Pay-as-you-go-Tarif 0,7 % vom Abrechnungsvolumen, Stripe Tax ohne eigene Programmierung 0,5 % je Transaktion (Stripe: Billing-Preise, Stripe: Tax-Preise). Nach dem Umzug bucht Rechnungskit über ganz normale Stripe-Zahlungen ab und rechnet die Umsatzsteuer selbst. Beide Gebühren fallen für die übernommenen Abos weg. Die Zahlungsgebühren für Karte oder SEPA zahlst du an Stripe wie bisher, Rechnungskit kostet 9 € im Monat plus einen Preis je Beleg (Preise).
Eine Compliance-Schicht statt Zusatzwerkzeugen. Jede Abbuchung wird eine E-Rechnung (ZUGFeRD, bei Behörden XRechnung) mit Leistungszeitraum, liegt acht Jahre GoBD-konform im Archiv und landet im DATEV-Export für deine Steuerkanzlei. Bilanzierst du, grenzt Rechnungskit Jahres- und Quartalsabos als Rechnungsabgrenzung ab. Den Steuersatz bestimmt Rechnungskit je Land, inklusive OSS und Reverse Charge mit geprüfter USt-IdNr.
Ein rechtssicherer Checkout. Neue Kunden schließen ihr Abo über den Abo-Checkout ab: auf Deutsch oder Englisch, mit dem richtigen Steuersatz für das Land des Käufers und einem Kündigungs- und Widerrufsbutton nach § 312k BGB und § 356a BGB. Mehrere Produkte mit Warenkorb und QR-Code verkaufst du über den Shop.
Ein Kundenkonto für deine Abonnenten. Statt des Stripe-Kundenportals verwalten deine Kunden ihr Abo auf konto.rechnungskit.de. Sie melden sich mit ihrer E-Mail-Adresse an und bekommen einen Code, ein Passwort gibt es nicht. Dort sehen sie alle Abos, laden jede Rechnung als PDF und ZUGFeRD-XML herunter und ändern die Menge, wenn der Plan das erlaubt. Kündigen und widerrufen geht sogar ohne Anmeldung, über den Link aus der Bestätigungs-E-Mail.

Zwei Stufen, eine Verbindung
Die Übernahme aus Stripe Billing hat zwei Stufen, und jede ist für sich vollständig nutzbar. In der ersten übernimmt Rechnungskit nur die Rechnungsstellung: Stripe Billing zieht weiter ein wie bisher, und aus jeder Abrechnung entsteht eine E-Rechnung mit eigenem Nummernkreis, GoBD-Archiv und DATEV-Export. In der zweiten ziehen die Abos selbst um, zum jeweiligen Periodenende und mit dem bestehenden Zahlungsmandat. Stripe bleibt dabei der Zahlungsanbieter, nur Stripe Billing wird danach nicht mehr gebraucht.
Wichtig zu wissen: Kein Kunde muss sein Abo neu abschließen. Bei Stripe gehören Karte und SEPA-Lastschriftmandat zum Kunden, nicht zum Abo in Stripe Billing. Rechnungskit legt das neue Abo für denselben Stripe-Kunden an und bucht mit dem Zahlungsmittel ab, das dort schon hinterlegt ist. Deine Kunden geben keine Karte neu ein, erteilen kein neues Mandat und müssen nichts bestätigen.
Beide Stufen laufen über eine einzige Stripe-Verbindung. Es gibt nichts zu exportieren, keinen Stichtag, an dem etwas kaputtgehen kann, und kein Kunde muss sich neu anmelden. Warum Stripe für deutsche Rechnungen nicht ausreicht, steht unter Stripe Rechnung; hier geht es um den Weg.
Schritt 1: Stripe verbinden
Die Verbindung besteht aus einem einzigen API-Schlüssel:
- Erstelle im Stripe-Dashboard unter Entwickler, API-Schlüssel einen eingeschränkten Schlüssel (Create restricted key). Wähle als Verwendungszweck „Providing this key to a third-party application“ und setze die Berechtigungen: Lesen für Payment Intents, Charges, Auszahlungen, Saldotransaktionen sowie Produkte und Preise; Schreiben für Webhook-Endpunkte. Für Stripe-Abos zusätzlich Lesen für Rechnungen, Kunden und Steuersätze. Für den Umzug der Abos in Schritt 4 braucht der Schlüssel außerdem Schreiben für Abonnements sowie für Checkout Sessions, Kunden, Payment Intents und Zahlungsmethoden. Die bebilderte Anleitung mit vollständiger Berechtigungstabelle findest du unter Stripe verbinden.
- Verwende den Live-Schlüssel (sk_live beziehungsweise rk_live), auch zum Testen. Ein Test-Schlüssel verbindet Stripes leere Testumgebung, in der deine echten Abos nie erscheinen.
- Füge den Schlüssel in Rechnungskit unter Verbindungen, Connect ein. Den Webhook registriert Rechnungskit automatisch in deinem Stripe-Konto, inklusive Signatur-Prüfung.
Fehlen dem Schlüssel Rechte, sagt dir der Verbinden-Dialog, welche. Der Schlüssel wird verschlüsselt gespeichert und nie wieder angezeigt.
Schritt 2: Rechnungsstellung übernehmen
Ab hier übernimmt Rechnungskit die Belege, während Stripe Billing unverändert weiterläuft:
- Verkaufsgrundlage wählen. In der Zuordnung der Stripe-Verbindung wählst du als Verkaufsgrundlage „Stripe Abos (Billing)“. Bei neuen Verbindungen ohne Shop ist das voreingestellt. Jede Stripe-Billing-Rechnung wird dann als Bestellung mit echten Positionen übernommen, und deine Stripe-Produkte landen im Produktkatalog.
- Produkte einordnen. Unter Einstellungen, Produkte prüfst du die synchronisierten Stripe-Produkte einmal durch: Steuerkategorie und Umsatzrealisierung je Produkt. Davon hängen Umsatzsteuer und DATEV-Konten ab, vor und nach dem Umzug.
- Stripes Rechnungsmails abschalten. Deaktiviere im Stripe-Dashboard unter Abrechnung den Versand fertiger Rechnungen an Kunden. Sonst bekommen deine Kunden zwei Dokumente für denselben Kauf; steuerlich gültig ist die Rechnung von Rechnungskit. Rechnungskit fragt diese Bestätigung an der Verbindung ab, und ohne sie bleibt die Übernahme der Abos in Schritt 4 ausgeblendet.
So sieht die Einstellung in Stripe aus, wenn der Versand aus ist:

In Rechnungskit bestätigst du das an der Stripe-Karte unter Verbindungen, Connect mit „Erledigt, Mails sind aus“:

Damit ist die erste Stufe fertig. Jede wiederkehrende Zahlung wird eine eigene E-Rechnung mit deinem Nummernkreis und dem Leistungszeitraum der Periode, Erstattungen erzeugen die passende Stornorechnung, und Auszahlungen werden in Zahlungen, Erstattungen und Stripe-Gebühren zerlegt. Wer hier stehen bleibt, ist vollständig versorgt; die Abos bleiben dann dauerhaft in Stripe Billing.
Schritt 3: Stripe als Abo-Anbieter wählen
Für den Umzug muss Rechnungskit selbst über dein Stripe-Konto abbuchen können. Unter Einstellungen, Verbindungen wählst du dafür Stripe als Anbieter für Abonnements. Es ist dieselbe Verbindung wie in Schritt 1, der Schlüssel braucht nur die Schreibrechte aus dem ersten Schritt.
Ab jetzt kannst du auch neue Abos direkt in Rechnungskit anlegen, mit Plan und teilbarem Abo-Link, eingezogen über dein Stripe-Konto per Karte oder SEPA-Lastschrift. Für den Umzug ist das nicht nötig, aber es ergibt sich von selbst: Neue Kunden landen gar nicht mehr in Stripe Billing, und die Pläne, die beim Zuordnen in Schritt 4 entstehen, sind dieselben, die auch der Abo-Link nutzt.
Schritt 4: Laufende Abos übernehmen
Unter Abonnements findest du die Übernahme aus Stripe Billing, sobald Stripe als Abo-Anbieter gewählt und der Stripe-Rechnungsversand als abgeschaltet bestätigt ist. Der Umzug hat drei Schritte:
- Abos laden. Rechnungskit liest alle Abos deines Stripe-Kontos ein und prüft je Abo, ob es übernommen werden kann. Nicht übernehmbar sind Abos mit mehreren Positionen, nutzungsbasierten Preisen, anderen Intervallen als monatlich oder jährlich sowie ohne hinterlegtes Zahlungsmittel (unterstützt werden Karte und SEPA); der Grund steht an der Zeile. Eine Menge im Abo (etwa 5 Lizenzen) wird mit übernommen, der neu angelegte Plan bekommt die Mengenwahl dann automatisch. Ein aktiver Stripe-Rabatt wird nicht übernommen, das zeigt die Liste als Warnung.
- Preise zuordnen. Eine Entscheidung je Stripe-Preis: ein neues Abo-Produkt anlegen (vorausgefüllt mit Name, Betrag und Intervall aus Stripe, Brutto oder Netto aus dem tax_behavior) oder einen bestehenden Plan wählen. Einzelne Abos kannst du von der Übernahme ausnehmen, sie laufen dann weiter in Stripe Billing und bleiben über Schritt 2 versorgt.
- Übernahme starten. Rechnungskit legt je Abo das native Abonnement mit dem bestehenden Zahlungsmandat an und beendet das Stripe-Abo zum Periodenende. Stripe rechnet die laufende Periode noch zu Ende ab, Rechnungskit übernimmt direkt danach, ohne Lücke und ohne Doppelabbuchung. Der Kunde muss sich nirgends neu anmelden.
- 14. OktoberÜbernahme gestartetnatives Abo angelegt, Stripe-Abo endet zum Periodenende
- bis 31. OktoberStripe rechnet abdie laufende Periode, E-Rechnung aus Stufe 1
- 1. NovemberErste Abbuchung durch Rechnungskitmit dem bestehenden Zahlungsmittel
- danachJede PeriodeAbbuchung, E-Rechnung, Archiv, DATEV

Der Umzug muss nicht in einem Rutsch passieren. Die Zuordnung gilt je Preis, einzelne Abos nimmst du mit einem Klick aus, und beim nächsten Laden zeigt die Liste jedes Abo mit seinem Stand („Übernommen“ oder „Ausgenommen“). So kannst du mit wenigen Abos anfangen, die erste native Abbuchung abwarten und den Rest danach aufnehmen.
Nach der Übernahme
Zwei Dinge sind danach wichtig. Aktiviere ein übernommenes Abo bei Stripe nicht wieder, sonst buchen beide Systeme ab. Und ergänze fehlende Rechnungsadressen: Viele Billing-Kunden haben bei Stripe nur eine E-Mail-Adresse hinterlegt, eine deutsche Rechnung verlangt aber Name und Anschrift des Empfängers.
Bei Beträgen bis 250 Euro brutto löst sich das oft von selbst. Ist das Land des Käufers bekannt, stellt Rechnungskit automatisch eine Kleinbetragsrechnung nach § 33 UStDV aus, ganz ohne Anschrift. Nur wenn das nicht geht, hält Rechnungskit die erste Abrechnung an: wenn im Stripe-Kundenprofil auch das Land fehlt (ohne Land lässt sich weder der Steuersatz noch die Zulässigkeit des Kleinbetragsbelegs bestimmen), wenn der Betrag über 250 Euro liegt oder wenn der Käufer ein Unternehmen im EU-Ausland ist (dann gilt Reverse Charge, und § 33 Satz 3 UStDV schließt den Kleinbetragsbeleg aus, ebenso bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und Fernverkäufen von Waren). Dann forderst du die Anschrift mit einem Klick per Datennachforderungs-Link direkt beim Käufer an; er ergänzt sie ohne Login, und die Rechnung entsteht danach automatisch.
Alles Weitere läuft wie bei jedem Rechnungskit-Abo: Jede Periode wird eine E-Rechnung mit Leistungszeitraum, Archiv und DATEV-Export, bei Bilanzierern inklusive Rechnungsabgrenzung. Übernommene Abos bekommen das Kundenportal mit Kündigungsbutton (§ 312k BGB) und Widerrufsbutton (§ 356a BGB), erreichbar ohne Anmeldung, und Erstattungen erzeugen automatisch die passende Stornorechnung.
Checkliste
- Eingeschränkten Live-Schlüssel in Stripe erstellen, inklusive Schreibrechten für Abonnements (Berechtigungstabelle)
- Schlüssel unter Verbindungen, Connect einfügen; Webhook wird automatisch registriert
- Verkaufsgrundlage „Stripe Abos (Billing)“ prüfen und synchronisierte Produkte einmal durchgehen
- Stripes eigene Rechnungsmails im Stripe-Dashboard deaktivieren und an der Verbindung bestätigen
- Erste eingehende Billing-Abrechnung kontrollieren: Beleg, Leistungszeitraum, Umsatzsteuer
- Stripe als Abo-Anbieter wählen
- Übernahme aus Stripe Billing starten, zuerst mit wenigen Abos
- Erste native Abbuchung zum Periodenende prüfen, dann den Rest übernehmen
- Fehlende Rechnungsadressen per Datennachforderung einholen
Häufige Fragen
Muss ich Stripe Billing kündigen, bevor die Übernahme startet?
Nein. In der ersten Stufe bleibt alles bei Stripe, Rechnungskit übernimmt nur die Rechnungsstellung. Beim Umzug der Abos beendet Rechnungskit jedes übernommene Stripe-Abo selbst zum Periodenende. Ein Stripe-Billing-Konto musst du nicht kündigen, es wird danach nur nicht mehr benutzt.
Müssen meine Kunden beim Umzug etwas tun?
Nein. Karten und SEPA-Mandate hängen bei Stripe am Kundenkonto, nicht am Produkt Stripe Billing. Rechnungskit legt das neue Abo mit dem vorhandenen Mandat an und bucht ab dem Periodenende darüber ab. Der Kunde muss sich weder neu anmelden noch irgendetwas bestätigen.
Wann bucht Rechnungskit zum ersten Mal ab?
Zum Ende der Periode, die bei Stripe gerade läuft. Stripe rechnet diese Periode noch zu Ende ab, die nächste Abbuchung kommt von Rechnungskit. Dadurch entsteht weder eine Lücke noch eine doppelte Abbuchung.
Welche Abos kann die Übernahme nicht mitnehmen?
Abos mit mehreren Positionen, mit nutzungsbasierten Preisen, mit anderen Intervallen als monatlich oder jährlich sowie Abos ohne hinterlegte Karte oder SEPA-Lastschrift. Die Liste zeigt den Grund an der Zeile. Ein aktiver Stripe-Rabatt wird nicht übernommen und erscheint als Warnung.
Kann ich einzelne Abos in Stripe Billing lassen?
Ja. Beim Zuordnen nimmst du einzelne Abos von der Übernahme aus, sie laufen dann weiter in Stripe Billing und werden dort über Stufe eins mit E-Rechnungen versorgt. Beide Wege laufen parallel über dieselbe Verbindung.
Bekommen meine Kunden zwei Rechnungen?
Nur wenn du Stripes eigene Rechnungsmails anlässt. Deaktiviere im Stripe-Dashboard unter Abrechnung die Option, fertige Rechnungen an Kunden zu versenden. Danach geht nur noch die Rechnung von Rechnungskit raus, und die ist der steuerlich gültige Beleg. Die Übernahme der Abos setzt voraus, dass du diesen Schritt bestätigt hast.
Quellen
- Stripe Docs: Billing und Invoicing
- Stripe Docs: API-Schlüssel und eingeschränkte Schlüssel
- § 14 UStG (Ausstellung von Rechnungen, E-Rechnungspflicht)
- § 33 UStDV (Rechnungen über Kleinbeträge)
- § 312k BGB (Kündigungsbutton)
- § 356a BGB (Widerrufsbutton)
Diese Anleitung erklärt, wie Rechnungskit arbeitet, und ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Einzelfälle klärst du mit deiner Steuerkanzlei.
So findest du es in der App
Zuletzt geändert
Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.