Rechnungskit Checkout
Aktualisiert am
Rechnungskit Checkout ist eine gehostete Checkout-Seite. Darüber verkaufst du ein eigenes, selbst angelegtes Produkt über einen teilbaren Link, ganz ohne Shop. Verkaufen kannst du digitale und physische Produkte.
Der Link hat die Form checkout.rechnungskit.de/c/dein-slug. Du bindest ihn überall ein: in der Social-Media-Bio, im Newsletter oder als Button auf deiner Seite. Diese Seite erklärt, welche Produkte darüber laufen, wie ein Kauf abläuft und was Rechnungskit dabei für Umsatzsteuer, Widerrufsrecht und Rechnung erledigt.
- Produkt und Adresseder Käufer wählt und trägt seine Daten ein
- Bestellseite nach § 312j BGBKasten „Das bestellst du“, Knopf „zahlungspflichtig bestellen“
- Zahlungbei Mollie, Stripe, PayPal oder Unzer, auf Wunsch per Überweisung
Zahlungsanbieter und Zahlarten
Bezahlt wird über deinen eigenen Zahlungsanbieter und dessen Zahlungsarten, nicht über Rechnungskit. Das Geld fließt direkt auf dein Konto.
| Zahlungsweg | Im Checkout wählbar |
|---|---|
| Mollie, Stripe, PayPal, Unzer | ja, einer davon wickelt den Checkout ab |
| Klarna, GoCardless | noch nicht (als Zahlungsanbieter integriert, aber nicht für den Checkout) |
| Kauf auf Rechnung, Vorkasse per Überweisung | ja, zusätzlich, nur für Käufer in Deutschland |
Welcher Anbieter den Checkout abwickelt, legst du unter Verbindungen → Connect auf der Checkout-Karte fest. Ohne aktiven, ausgewählten Anbieter bleiben Checkout-Links pausiert und lassen sich nicht aktivieren.
Checkout im Testmodus
Im Testmodus bezahlt der Checkout nur mit Test-Zugangsdaten. Die hinterlegst du unter Verbindungen in der Karte deines Anbieters im Feld „Test-Zugangsdaten (für Checkout und Abos im Testmodus)“: Mollie test_…, Stripe sk_test_…, eine PayPal-Sandbox-App oder Unzer s-priv-…. Der Checkout nimmt sie im Testmodus automatisch, deine Live-Verbindung bleibt daneben bestehen. Eine Live-Verbindung brauchst du dafür nicht: Einen Anbieter, der nur mit Test-Zugangsdaten verbunden ist, wählst du im Testmodus trotzdem als Anbieter für den Checkout aus. Ohne Test-Zugangsdaten sehen Käufer:innen „Testmodus: Zahlung nicht möglich“. E-Mails eines Testkaufs, auch die Zahlungsaufforderung bei Vorkasse, gehen nur an deine eigene Adresse, mit „[TEST]“ im Betreff, und deine Webhooks tragen "test": true. Conversion-Events an Meta und der Kauf-Pixel auf der Danke-Seite bleiben bei Testkäufen aus. Beim Go-live werden die Test-Zugangsdaten abgeschaltet und Zugänge aus Testkäufen (Ghost, Memberspot) entzogen. Deine Checkout-Links laufen dann über die Live-Verbindung. Ist der Anbieter nur mit Test-Zugangsdaten verbunden, warnt die Go-live-Prüfung, und der Checkout zeigt nach dem Go-live „Zahlung derzeit nicht möglich“, bis du die Live-Zugangsdaten verbindest. Mehr dazu unter Checkout und Abos im Testmodus.
Kauf auf Rechnung und Vorkasse schaltest du unter Shop im Tab Zahlung & Versand ein. Dann wählt der Käufer im Checkout die Zahlart. Bei Überweisung gibt es keine Weiterleitung zum Zahlungsanbieter. Details stehen auf der Seite Kauf auf Rechnung und Vorkasse.
Welche Produkte über den Checkout laufen
Über den Checkout verkaufst du manuelle, also selbst angelegte Produkte aus deinem Katalog. Produkte aus einem Shop oder von Stripe kommen weiterhin über den jeweiligen Import und die Anbindung, nicht über den Checkout-Link.
Beim Anlegen wählst du die Verkaufsart:
| Verkaufsart | Link | Hinweis |
|---|---|---|
| Einmalkauf | Checkout-Link /c/… | Produkt einmal anlegen, Preis und Umsatzsteuersatz setzen, Checkout aktivieren |
| Abo (wiederkehrend) | je Abo-Plan ein eigener Abo-Link /s/… | kein Checkout-Link, siehe Abonnements |
Willst du dieselbe Leistung einmalig UND im Abo anbieten, legst du zwei Produkte an.

Wie ein Kauf abläuft
- Der Käufer öffnet den Link, wählt das Produkt und gibt seine Adresse ein.
- Er wird an den von dir gewählten Zahlungsanbieter übergeben (Mollie, Stripe, PayPal oder Unzer) und zahlt auf dessen gehosteter Bezahlseite. Das Geld fließt direkt auf dein Konto, nicht über Rechnungskit.
- Nach erfolgreicher Zahlung stellt Rechnungskit automatisch die GoBD-konforme E-Rechnung aus, erzeugt den DATEV-Export und legt den Beleg revisionssicher ab.
Bestellseite nach § 312j BGB
Die Bestellstrecke setzt § 312j BGB um:
| Vorgabe | So setzt der Checkout sie um |
|---|---|
| Abs. 2: Preis und Pflichtangaben unmittelbar vor der Bestellung | Kasten „Das bestellst du“ direkt über dem Bestellknopf, mit den „Wesentlichen Merkmalen“ des Produkts |
| Abs. 3: eindeutig beschrifteter Bestellknopf | Beschriftung „zahlungspflichtig bestellen“ |
| Abs. 4: Folge bei Verstoß | ohne diese Schaltfläche käme mit Verbrauchern kein Vertrag zustande |
Die „Wesentlichen Merkmale“ trägst du je Produkt im Produkt-Editor ein (Art. 246a § 1 Abs. 1 Nr. 1 EGBGB). Der Kasten steht im Einmal-Checkout, im Abo-Checkout und auch bei einem Warenkorb aus deinem Shop.
Für Käufer, die den Checkout auf Englisch nutzen, gibt es im Produkt-Editor das Feld „Wesentliche Merkmale auf Englisch“. Bleibt es leer, sehen sie den deutschen Text. Hat das Produkt einen englischen Namen, steht dieser bei englischen Käufern auch in der Bestellung, beim Zahlungsanbieter und auf der Bestätigungsseite. Die Rechnung richtet sich weiter nach ihrer eigenen Rechnungssprache.

Webhooks nach dem Kauf
Zusätzlich kannst du einen Webhook konfigurieren, der bei jeder Bestellung feuert, zum Beispiel für eine Automatisierung mit Zapier, Make oder n8n. Webhooks verwaltest du zentral unter Verbindungen → API im Abschnitt Checkout-Webhooks. Sie gelten projektweit, unabhängig vom einzelnen Produkt.
| Thema | So funktioniert es |
|---|---|
| Ereignisse | Ereignis-Checkliste am Webhook: checkout.paid und checkout.failed für Einmalkäufe, sieben subscription.*-Ereignisse für Abos (Details unter Abonnements). Jederzeit änderbar |
| Testen | Der Test-Button schickt je Ereignis ein Beispiel |
| Format | POST mit JSON-Body |
| Adresse | öffentliche https-Adresse, keine internen oder privaten Netzadressen. Weiterleitungen folgt die Zustellung nicht, trag also die endgültige Adresse ein |
| Zeitlimit | Antwortet der Empfänger nicht innerhalb von 10 Sekunden, gilt der Versuch als fehlgeschlagen und wird wiederholt |
| API-Key | das normale Credential für No-Code-Empfänger, selbst gewählt. Wir schicken ihn als Header X-Api-Key und zusätzlich als x-make-apikey |
| HMAC-Signatur | optional, Schalter „HMAC-Signatur zusätzlich senden“. Header X-Rechnungskit-Signature, das Signatur-Secret siehst du nach dem Speichern genau einmal |
Mit dem API-Key funktioniert in Make die eingebaute API-Key-Authentifizierung des Custom Webhooks direkt. In n8n passt die Header Auth des Webhook-Knotens, in Zapier der Filter hinter einem Catch Raw Hook.
Standardmäßig ist die Signatur aus, der API-Key genügt. Die Signatur ist nur zusätzliche Absicherung für alle, die sie im Empfänger prüfen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für alle drei Werkzeuge samt Signatur-Prüfung steht öffentlich unter Checkout-Webhooks absichern (rechnungskit.de/docs/funktionen/checkout-webhooks).
USt-IdNr.-Prüfung und Reverse-Charge
Gibt ein Unternehmen aus einem anderen EU-Land im Checkout seine USt-IdNr. an, prüft Rechnungskit sie direkt beim BZSt. Das ist eine qualifizierte eVatR-Bestätigung, also inklusive Abgleich von Firmenname und Adresse. Die Prüfung blockiert den Kauf nie, der Käufer kann immer bezahlen.
Geschäftskunden mit bestätigter USt-IdNr.
Nur wenn das BZSt die USt-IdNr. bestätigt, wendet Rechnungskit Reverse-Charge an. Die Rechnung entsteht dann ohne Umsatzsteuer (0 %) mit dem entsprechenden Hinweis:
| Leistung | Rechtsgrundlage |
|---|---|
| Digitale Leistung | Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (§ 3a Abs. 2, § 14a Abs. 1 UStG) |
| Ware | steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung (§ 4 Nr. 1 Buchst. b, § 6a UStG) |
Wird sie nicht bestätigt oder ist das BZSt gerade nicht erreichbar, berechnet Rechnungskit ganz normal Umsatzsteuer.
Das Prüfergebnis wird revisionssicher als Beleg archiviert und deckt sich mit der Prüfung, die die Rechnungspipeline nach der Zahlung erneut absichert. Voraussetzung ist, dass du deine eigene deutsche USt-IdNr. in den Einstellungen hinterlegt hast. Sie ist die Anfragekennung beim BZSt. Fehlt sie, wird ohne Prüfung normal Umsatzsteuer berechnet.

Leitweg-ID für öffentliche Auftraggeber
Geschäftskunden mit Land Deutschland sehen unter der Rechnungsadresse zusätzlich den Link „Behörde, Kommune oder Hochschule? Leitweg-ID ergänzen“. Er öffnet ein optionales Feld „Leitweg-ID“. Füllt ein öffentlicher Auftraggeber es aus, entsteht seine Rechnung automatisch als XRechnung 3.0 statt ZUGFeRD (siehe Belege und Formate). Alle anderen Käufer lassen das Feld einfach leer.
Privatkunden aus der EU
Wichtig: Reverse-Charge gilt nur für Geschäftskunden mit bestätigter USt-IdNr. Kauft eine Privatperson aus einem anderen EU-Land (ohne USt-IdNr.), wird niemals Reverse-Charge angewendet. Ein privater EU-Kunde zahlt also immer Umsatzsteuer, nie 0 % Reverse-Charge.
| Was der Käufer kauft | Einordnung |
|---|---|
| Physische Ware | innergemeinschaftlicher Fernverkauf (§ 3c UStG) |
| Digitales Produkt | elektronisch erbrachte Leistung (§ 3a Abs. 5 UStG) |
Beide teilen sich dieselbe EU-weite Bagatellgrenze von 10.000 EUR (§ 3a Abs. 5 Satz 3, § 3c Abs. 4 UStG). Unterhalb der Grenze (und ohne Verzicht) gilt der deutsche Steuersatz. Oberhalb der Grenze oder bei OSS-Teilnahme gilt der Steuersatz des Bestimmungslands. Ob die Grenze überschritten ist, steuerst du über dein OSS-Profil in den Einstellungen (registriert oder Verzicht).
Quellen: § 3a UStG, § 3c UStG, § 4 UStG, § 6a UStG, § 14a UStG
Länderauswahl bei Versteuerung im Zielland
Versteuerst du im Zielland (OSS registriert oder Verzicht auf die Bagatellgrenze), bietet der Checkout nur EU-Länder an, für die die USt-Matrix einen Satz für das Produkt kennt. Fehlt die Zelle für ein Land, taucht es in der Länderauswahl nicht auf, und eine Bestellung dorthin wird abgelehnt. Das gilt für Einzelkauf und Abo-Checkout gleichermaßen.
Unter Einstellungen → Umsatzsteuer steht an solchen Zellen „im Checkout nicht wählbar“. Trägst du den Satz nach, ist das Land sofort wieder wählbar. Unterhalb der Grenze wird nichts ausgeblendet, weil dort der deutsche Satz gilt.
Anwendungsfälle und Auslieferung
Über den Webhook lieferst du nach der Zahlung automatisch aus. Typische Fälle:
| Fall | Was nach der Zahlung passiert |
|---|---|
| Lizenz oder Key | der Webhook erzeugt den Lizenzschlüssel und mailt ihn dem Käufer |
| Download-Link | ein zeitlich begrenzter Link zu Datei, PDF oder Vorlage |
| Zugang zu einem Kurs oder einer Mitgliedschaft | der Käufer wird in deiner Kursplattform freigeschaltet |
| Physisches Produkt (ein Buch ist ein gutes Beispiel) | mit Lieferadresse im Checkout, der Versanddienstleister wird benachrichtigt |
Egal welcher Fall: Erlöskonto, Steuersatz und Leistungsdatum stimmen je Produkttyp automatisch für DATEV. Bei physischen Produkten kann der Käufer die Menge wählen, digitale Produkte werden immer einmal verkauft.
Für Memberspot und Ghost brauchst du keinen eigenen Webhook. Die nativen Integrationen unter Verbindungen → Integrationen schalten Kurszugänge und Mitgliedschafts-Stufen nach der Zahlung automatisch frei (siehe Memberspot und Ghost).
Auslieferungsart am Produkt
Am Produkt wählst du unter „Auslieferung an den Käufer“, wie ausgeliefert wird, auch nachträglich: Zugang, Download, Lizenz oder Physisch.
Passen muss das zur Umsatzrealisierung. Aus „Physisch“ wird deshalb physische Ware und umgekehrt. Rechnungskit gleicht das andere Feld an und sagt dir, was es umgestellt hat. Versandkosten berechnet der Checkout nur bei „Physisch“. Erst dann verschwindet auch der Hinweis „Digitales Produkt zum Download“.
Werbe-Attribution und Einwilligung
Für Werbekampagnen erfasst der Checkout Klick-IDs (fbclid, gclid, msclkid, ttclid) und UTM-Parameter aus dem Link, aber nur mit Einwilligung des Käufers. Er friert sie am Kauf ein:
- Im Webhook: Sie stehen im Payload im Feld attribution.
- Auf deiner Danke-Seite: Ist am Produkt eine Return-URL hinterlegt, hängt der Checkout sie an die Weiterleitung an, zusammen mit rk_order, rk_amount_cents und rk_currency.
Die Einwilligung holt der Checkout über eine schmale Leiste am unteren Rand ein. Sie erscheint nur, wenn im Projekt Tracking aktiv ist (Meta Ads, Google-Tag oder TikTok-Pixel) und eine Datenschutz-URL hinterlegt ist. Ohne Ja bleibt das Feld attribution leer, und nichts geht an Werbeplattformen. Die E-Mail des Käufers steht nie in der URL.
Brauche ich einen Cookie-Banner im Checkout? Nicht selbst: Rechnungskit blendet die Leiste automatisch ein. Ohne Tracking gibt es keine, und der Checkout bleibt cookiefrei. Details stehen auf der Seite Einwilligung und Cookie-Banner im Checkout.
Die native Meta-Ads-Integration unter Verbindungen → Integrationen meldet Käufe direkt an dein Werbekonto (siehe Meta Ads). Google-Tag und TikTok-Pixel trägst du dort mit ihren IDs ein.
Widerrufsrecht bei digitalen Produkten
Kaufen Privatkunden ein digitales Produkt (Zugang, Download, Lizenz), zeigt der Checkout eine Checkbox. Damit stimmt der Käufer zu, dass die Leistung sofort beginnt, und bestätigt, dass sein Widerrufsrecht damit erlischt. Die Zustimmung wird mit der Bestellung gespeichert.
| Leistung | Wann das Widerrufsrecht erlischt |
|---|---|
| Digitale Inhalte | mit Beginn der Vertragserfüllung, wenn Zustimmung und Bestätigung vorliegen und der Käufer eine Vertragsbestätigung erhalten hat, die beides festhält (§ 356 Abs. 6 Nr. 2, § 312f Abs. 3 BGB) |
| Dienstleistungen | erst, wenn die Leistung vollständig erbracht ist (§ 356 Abs. 5 Nr. 2 BGB) |
Ob die Checkbox erscheint, legst du je Produkt fest: unter Produkte im Produkt-Editor, Schalter „Zustimmung zum Erlöschen des Widerrufsrechts abfragen“ (Standard: an). Schaltest du ihn aus, fällt die Checkbox für dieses Produkt weg. Deine Kunden behalten dann ihr Widerrufsrecht von 14 Tagen (§ 355 Abs. 2 BGB) und können den Kauf in dieser Zeit widerrufen, auch nachdem sie die Leistung genutzt haben.
Liegen mehrere digitale Produkte im Warenkorb, erscheint die Checkbox, sobald eines davon sie verlangt. Firmenkunden und rein physische Warenkörbe sehen die Checkbox nicht.
Quellen: § 356 BGB, § 312f BGB, § 355 BGB
Widerrufsbutton
Jeder Kauf über den Checkout-Link bekommt eine eigene Widerrufsseite im Kundenportal mit „Vertrag widerrufen“ und „Widerruf bestätigen“ (§ 356a BGB). Privatkunden finden den Link auf der Danke-Seite und in der Rechnungs-E-Mail. Hat der Kunde die Checkbox angehakt, bestätigt die Rechnungs-E-Mail außerdem seine Zustimmung. Ablauf, Fristen und was du danach tust: Kündigung und Widerruf im Kundenportal.
Bestellnummer, Rechnung und Bestätigungsseite
Jede Checkout-Bestellung erhält eine kurze Bestellnummer im Format CO-1234-567890. Auf der Bestätigungsseite nach der Zahlung kann der Käufer seine Rechnung direkt als PDF herunterladen, sobald sie erstellt wurde.
Der Hinweis „Rechnung per E-Mail“ erscheint nur, wenn der Rechnungsversand per E-Mail in den Einstellungen aktiviert ist. Ohne aktivierten Versand bleibt der Download auf der Bestätigungsseite der Weg zur Rechnung.

Physische und digitale Ware
Digitale Leistungen werden sofort nach der Zahlung fakturiert. Bei physischer Ware entsteht die Rechnung erst, wenn du die Bestellung mit „als versendet markieren“ als versendet kennzeichnest, damit das Leistungsdatum stimmt. Entsprechend steht das PDF auf der Bestätigungsseite bei digitalen Leistungen sofort bereit, bei physischer Ware nach dem Versand.
Mehrere Produkte in einer Bestellung
Für mehrere Produkte in einer Bestellung hängst du an den Checkout-Link den Parameter items an, eine Liste aus Produkt-ID und Menge: /c/
- Mengen: Physische Produkte haben einen Mengen-Regler, digitale bleiben bei 1. Drückt der Käufer bei Menge 1 auf Minus (bei digitalen Positionen auf „Entfernen“), fällt die Position heraus. Eine bleibt immer stehen.
- Erlaubte Produkte: nur Einmalprodukte desselben Projekts mit aktivem Checkout, denn Abo-Produkte laufen weiter über ihren eigenen Abo-Link. Unbekannte oder deaktivierte Produkte im Link ignoriert der Checkout still.
- Webhook: Im Payload stehen alle Positionen im Feld items (Produkt-ID, Name, Menge, Stückpreis brutto). productId und product nennen wie bisher die erste Position.
Versand im Warenkorb-Link
Bei so einem Link bringt jedes physische Produkt seine eigene Versandpauschale mit, und die Pauschalen werden addiert.
Mischt der Warenkorb 7 % und 19 %, teilen wir den Versand nach dem Verhältnis der Bruttowarenwerte auf. Das übernimmt den Maßstab, den der BFH für die Aufteilung eines Gesamtpreises auf Waren mit unterschiedlichen Steuersätzen vorgibt: die Bruttoeinzelverkaufspreise (BFH, Urteil vom 22.01.2025, XI R 22/22). Beispiel: Bei 30 € Ware zu 7 % und 70 € Ware zu 19 % teilen sich 5 € Versand in 1,50 € und 3,50 €. Damit zeigen Übersicht, Zahlungsseite und Rechnung auf den Cent dieselben Beträge.
Shop-Seite
Willst du mehrere Produkte auf einer Seite anbieten, richtest du im Menü unter Produkte → Shop-Seite eine Shop-Seite ein. Sie bekommt einen eigenen Link der Form checkout.rechnungskit.de/shop/dein-slug. Pro Projekt gibt es einen Shop.
Käufer wählen dort die Mengen, sehen Warenwert und Versand und gehen mit „Zur Kasse“ in den normalen Checkout. Alles landet in einer Bestellung und auf einer Rechnung. Preise stehen dort so, wie du sie angelegt hast (Bruttopreise mit „inkl. USt.“, Nettopreise mit „zzgl. USt.“). Einen Steuerbetrag zeigt der Shop nicht, denn der hängt von der Adresse ab und wird erst im Checkout berechnet.
Die drei Tabs
| Tab | Was du dort einstellst |
|---|---|
| Seite | Titel, Einleitung, Akzentfarbe, Darstellung (Kacheln oder Liste), welche Produkte in welcher Reihenfolge erscheinen, je Produkt ein Bild (JPG, PNG oder WebP, wir verkleinern es automatisch) |
| Zahlung & Versand | Versandpauschale pro Bestellung, auf Wunsch versandkostenfrei ab einem Warenwert, dazu Kauf auf Rechnung und Vorkasse |
| Teilen | Link kopieren oder QR-Code als SVG für Flyer und Messestand herunterladen. SVG bleibt in jeder Druckgröße scharf |
Ohne Produktauswahl zeigt der Shop alle Einmalprodukte mit aktivem Checkout. Abo-Produkte tauchen im Shop nie auf, sie laufen weiter über ihren Abo-Link.
Versand und Zahlung im Shop
Beim Versand gilt im Shop eine eigene Regel: eine Pauschale pro Bestellung statt der Versandkosten der einzelnen Produkte, auf Wunsch versandkostenfrei ab einem Warenwert. Berechnet wird sie nur, wenn etwas Physisches im Warenkorb liegt.
Bezahlt wird über denselben Zahlungsanbieter wie bei deinen Checkout-Links, dazu auf Wunsch per Überweisung (Kauf auf Rechnung, Vorkasse). Ist weder ein Anbieter noch Überweisung eingerichtet, nimmt der Shop keine Bestellungen an.
Veröffentlichen, Logo und Cookies
- Veröffentlichen: Sichtbar wird der Shop erst, wenn du ihn veröffentlichst. Vorher antwortet sein Link mit „nicht gefunden“. Nimmst du den Shop offline, sieht jeder, der den Link öffnet, einen Hinweis mit Link zu deiner Website.
- Logo: Das Logo oben im Shop und im Checkout kommt aus deiner Rechnungsvorlage (/settings/template). Dort änderst du es für alle drei Stellen.
- Cookies: Der Warenkorb steckt nur im Link. Ohne aktives Tracking setzt der Shop keine Cookies und zeigt keine Leiste. Mit Tracking erscheint dieselbe Einwilligungs-Leiste wie im Checkout.
Mengen und Beschreibungen
Ob Käufer eine Menge wählen dürfen, legst du je Produkt mit „Mehrfachkauf erlauben“ fest, auf Wunsch mit Höchstmenge. Ohne Einstellung gilt: physische Produkte ja, digitale nein.
Längere Texte zum Produkt, zum Beispiel Umfang, Niveau oder Format, trägst du im Produkt unter „Beschreibung für den Shop“ ein. Auf der Shop-Seite erscheinen sie hinter „Mehr erfahren“.
So findest du es in der App
Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.