Rechnungskit Checkout
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Rechnungskit Checkout ist eine gehostete Checkout-Seite, über die du ein eigenes, selbst angelegtes Produkt über einen teilbaren Link verkaufst, ganz ohne Shop. Der Link hat die Form checkout.rechnungskit.de/c/dein-slug und lässt sich überall einbinden: in Social-Media-Bio, Newsletter oder als Button auf deiner Seite. Verkaufen kannst du digitale und physische Produkte.
Bezahlt wird über deinen eigenen Zahlungsanbieter und dessen Zahlungsarten, nicht über Rechnungskit: Für den Checkout wählbar sind Mollie, Stripe, PayPal und Unzer (Klarna und GoCardless sind als Zahlungsanbieter integriert, aber noch nicht für den Checkout wählbar). Welcher Anbieter den Checkout abwickelt, legst du unter Einstellungen → Verbinden auf der Checkout-Karte fest; ohne aktiven, ausgewählten Anbieter bleiben Checkout-Links pausiert und lassen sich nicht aktivieren. Das Geld fließt direkt auf dein Konto. Zusätzlich kannst du Kauf auf Rechnung und Vorkasse per Überweisung anbieten (unter Shop, Tab Zahlung & Versand; nur für Käufer in Deutschland). Dann wählt der Käufer im Checkout die Zahlart, und bei Überweisung gibt es keine Weiterleitung zum Zahlungsanbieter. Details stehen in der Wissensdatei Kauf auf Rechnung und Vorkasse.
Welche Produkte über den Checkout laufen
Über den Checkout verkaufst du manuelle, also selbst angelegte Produkte aus deinem Katalog. Produkte aus einem Shop oder von Stripe kommen weiterhin über den jeweiligen Import und die Anbindung, nicht über den Checkout-Link. Beim Anlegen wählst du die Verkaufsart: Der Checkout-Link (/c/…) gehört zur Verkaufsart Einmalkauf. Ein Produkt mit der Verkaufsart Abo (wiederkehrend) hat keinen Checkout-Link, sondern je Abo-Plan einen eigenen Abo-Link (/s/…, siehe Abonnements); willst du dieselbe Leistung einmalig UND im Abo anbieten, legst du zwei Produkte an. Für den Einmalkauf legst du das Produkt einmal an, setzt Preis und Umsatzsteuersatz und aktivierst dann den Checkout.
Wie ein Kauf abläuft
- Der Käufer öffnet den Link, wählt das Produkt und gibt seine Adresse ein.
- Er wird an den von dir gewählten Zahlungsanbieter übergeben (Mollie, Stripe, PayPal oder Unzer) und zahlt auf dessen gehosteter Bezahlseite. Das Geld fließt direkt auf dein Konto, nicht über Rechnungskit.
- Nach erfolgreicher Zahlung stellt Rechnungskit automatisch die GoBD-konforme E-Rechnung aus, erzeugt den DATEV-Export und legt den Beleg revisionssicher ab.
Webhooks verwaltest du zentral unter Einstellungen → API (Abschnitt Checkout-Webhooks); sie gelten projektweit, unabhängig vom einzelnen Produkt. Welche Ereignisse ein Endpunkt erhält, wählst du über die Ereignis-Checkliste am Webhook: checkout.paid und checkout.failed für Einmalkäufe sowie sieben subscription.*-Ereignisse für Abos (Details in der Wissensdatei Abonnements); die Auswahl lässt sich jederzeit ändern, und der Test-Button schickt je Ereignis ein Beispiel. Jede Webhook-Nachricht kommt per POST mit JSON-Body. Die Webhook-URL muss eine öffentliche https-Adresse sein (keine internen oder privaten Netzadressen); Weiterleitungen folgt die Zustellung nicht, trage also die endgültige Adresse ein. Antwortet der Empfänger nicht innerhalb von 10 Sekunden, gilt der Versuch als fehlgeschlagen und wird wiederholt. Das normale Credential für no-code-Empfänger ist ein selbst gewählter API-Key: Trägst du beim Anlegen des Webhooks einen API-Key ein, schicken wir ihn bei jeder Zustellung als Header X-Api-Key und zusätzlich als x-make-apikey mit. In Make funktioniert damit die eingebaute API-Key-Authentifizierung des Custom Webhooks direkt; in n8n passt die Header Auth des Webhook-Knotens, in Zapier der Filter hinter einem Catch Raw Hook. Zusätzlich lässt sich optional eine HMAC-SHA256-Signatur aktivieren (Schalter „HMAC-Signatur zusätzlich senden“): Dann signieren wir jede Nachricht mit einem Signatur-Secret (Header X-Rechnungskit-Signature) und zeigen dir das Secret nach dem Speichern genau einmal an. Standardmäßig ist die Signatur aus, der API-Key genügt; die Signatur ist nur zusätzliche Absicherung für alle, die sie im Empfänger prüfen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für alle drei Werkzeuge samt Signatur-Prüfung steht öffentlich unter rechnungskit.de/docs/funktionen/checkout-webhooks.
Die Bestellstrecke ist § 312j-sicher: Preis, Pflichtangaben und eine klar beschriftete Bestellschaltfläche („zahlungspflichtig bestellen“) sind vorhanden, damit der Kauf rechtssicher zustande kommt. Zusätzlich kannst du einen Webhook konfigurieren, der bei jeder Bestellung feuert, zum Beispiel für eine Automatisierung mit Zapier, Make oder n8n.
USt-IdNr.-Prüfung und Reverse-Charge
Gibt ein Unternehmen aus einem anderen EU-Land im Checkout seine USt-IdNr. an, prüft Rechnungskit sie direkt beim BZSt (qualifizierte eVatR-Bestätigung, also inklusive Abgleich von Firmenname und Adresse). Nur wenn die USt-IdNr. bestätigt wird, wird Reverse-Charge angewendet: die Rechnung wird ohne Umsatzsteuer (0 %) mit dem entsprechenden Hinweis ausgestellt. Wird sie nicht bestätigt oder ist das BZSt gerade nicht erreichbar, wird ganz normal Umsatzsteuer berechnet. Die Prüfung blockiert den Kauf nie, der Käufer kann immer bezahlen.
Das Prüfergebnis wird revisionssicher als Beleg archiviert und deckt sich mit der Prüfung, die die Rechnungspipeline nach der Zahlung erneut absichert. Voraussetzung ist, dass du deine eigene deutsche USt-IdNr. in den Einstellungen hinterlegt hast. Sie ist die Anfragekennung beim BZSt. Fehlt sie, wird ohne Prüfung normal Umsatzsteuer berechnet.
Geschäftskunden mit Land Deutschland sehen unter der Rechnungsadresse zusätzlich den Link „Behörde, Kommune oder Hochschule? Leitweg-ID ergänzen“, der ein optionales Feld „Leitweg-ID“ öffnet. Füllt ein öffentlicher Auftraggeber es aus, entsteht seine Rechnung automatisch als XRechnung 3.0 statt ZUGFeRD (siehe Belege und Formate). Alle anderen Käufer lassen das Feld einfach leer.
Wichtig: Reverse-Charge gilt nur für Geschäftskunden mit bestätigter USt-IdNr. Kauft eine Privatperson aus einem anderen EU-Land (ohne USt-IdNr.), wird niemals Reverse-Charge angewendet. Bei einer physischen Ware ist das ein innergemeinschaftlicher Fernverkauf (§ 3c UStG), bei einem digitalen Produkt eine elektronisch erbrachte Leistung (§ 3a Abs. 5 UStG). Beide teilen sich dieselbe EU-weite Bagatellgrenze von 10.000 EUR: Unterhalb der Grenze (und ohne Verzicht) gilt der deutsche Steuersatz, oberhalb der Grenze oder bei OSS-Teilnahme der Steuersatz des Bestimmungslands. Ob die Grenze überschritten ist, steuerst du über dein OSS-Profil in den Einstellungen (registriert oder Verzicht). Ein privater EU-Kunde zahlt also immer Umsatzsteuer, nie 0 % Reverse-Charge.
Versteuerst du im Zielland (OSS registriert oder Verzicht auf die Bagatellgrenze), bietet der Checkout nur EU-Länder an, für die die USt-Matrix einen Satz für das Produkt kennt. Fehlt die Zelle für ein Land, taucht es in der Länderauswahl nicht auf und eine Bestellung dorthin wird abgelehnt; das gilt für Einzelkauf und Abo-Checkout gleichermaßen. Unter Einstellungen → Umsatzsteuer steht an solchen Zellen „im Checkout nicht wählbar“; trägst du den Satz nach, ist das Land sofort wieder wählbar. Unterhalb der Grenze wird nichts ausgeblendet, weil dort der deutsche Satz gilt.
Anwendungsfälle und Auslieferung
Für Werbekampagnen erfasst der Checkout automatisch Klick-IDs (fbclid, gclid, msclkid, ttclid) und UTM-Parameter aus dem Link und friert sie am Kauf ein: Sie stehen im Webhook-Payload (Feld attribution) und werden an die Weiterleitung zur eigenen Danke-Seite angehängt (zusammen mit rk_order, rk_amount_cents und rk_currency), wenn am Produkt eine Return-URL hinterlegt ist. Dort kann dein eigener Pixel unter deinem eigenen Consent-Banner feuern; der Checkout selbst bleibt cookie- und bannerfrei, die E-Mail des Käufers steht nie in der URL. Ohne Werbe-Parameter ist das Feld leer und nichts ändert sich. Noch einfacher geht Meta: Die native Meta-Ads-Integration unter Einstellungen, dann Integrationen, meldet Käufe direkt an dein Werbekonto (Details in der Wissensdatei Meta Ads).
Für Memberspot und Ghost brauchst du keinen eigenen Webhook: Die nativen Integrationen unter Einstellungen, dann Integrationen, schalten Kurszugänge und Mitgliedschafts-Stufen nach der Zahlung automatisch frei (Details in den Wissensdateien Memberspot und Ghost).
Über den Webhook lieferst du nach der Zahlung automatisch aus. Typische Fälle:
- Lizenz oder Key: der Webhook erzeugt den Lizenzschlüssel und mailt ihn dem Käufer.
- Download-Link: ein zeitlich begrenzter Link zu Datei, PDF oder Vorlage.
- Zugang zu einem Kurs oder einer Mitgliedschaft: der Käufer wird in deiner Kursplattform freigeschaltet.
- Physisches Produkt (ein Buch ist ein gutes Beispiel): mit Lieferadresse im Checkout; der Versanddienstleister wird benachrichtigt.
Egal welcher Fall: Erlöskonto, Steuersatz und Leistungsdatum stimmen je Produkttyp automatisch für DATEV. Bei physischen Produkten kann der Käufer die Menge wählen; digitale Produkte werden immer einmal verkauft.
Widerrufsrecht bei digitalen Produkten
Kaufen Privatkunden ein digitales Produkt (Zugang, Download, Lizenz), zeigt der Checkout eine Checkbox: Der Käufer stimmt zu, dass die Leistung sofort beginnt, und bestätigt, dass sein Widerrufsrecht damit erlischt (§ 356 Abs. 5 BGB). Die Zustimmung wird mit der Bestellung gespeichert. Firmenkunden und rein physische Warenkörbe sehen die Checkbox nicht.
Ob die Checkbox erscheint, legst du je Produkt fest: unter Produkte im Produkt-Editor, Schalter „Zustimmung zum Erlöschen des Widerrufsrechts abfragen“ (Standard: an). Schaltest du ihn aus, fällt die Checkbox für dieses Produkt weg. Deine Kunden behalten dann ihr Widerrufsrecht von 14 Tagen und können den Kauf in dieser Zeit widerrufen, auch nachdem sie die Leistung genutzt haben. Liegen mehrere digitale Produkte im Warenkorb, erscheint die Checkbox, sobald eines davon sie verlangt.
Bestellnummer, Rechnung und Bestätigungsseite
Jede Checkout-Bestellung erhält eine kurze Bestellnummer im Format CO-1234-567890. Auf der Bestätigungsseite nach der Zahlung kann der Käufer seine Rechnung direkt als PDF herunterladen, sobald sie erstellt wurde (bei digitalen Leistungen sofort, bei physischer Ware nach dem Versand). Der Hinweis "Rechnung per E-Mail" erscheint nur, wenn der Rechnungsversand per E-Mail in den Einstellungen aktiviert ist; ohne aktivierten Versand bleibt der Download auf der Bestätigungsseite der Weg zur Rechnung.
Physische und digitale Ware
Bei physischer Ware entsteht die Rechnung erst, wenn du die Bestellung mit „als versendet markieren“ als versendet kennzeichnest, damit das Leistungsdatum stimmt. Digitale Leistungen werden sofort nach der Zahlung fakturiert.
Mehrere Produkte in einer Bestellung
Mehrere Produkte in einer Bestellung? Dafür hängst du an den Checkout-Link den Parameter items an, eine Liste aus Produkt-ID und Menge: /c/
Shop-Seite
Willst du mehrere Produkte auf einer Seite anbieten, richtest du im Menü unter Produkte → Shop-Seite eine Shop-Seite ein. Die Seite bekommt einen eigenen Link der Form checkout.rechnungskit.de/shop/dein-slug. Käufer wählen dort die Mengen, sehen Warenwert und Versand und gehen mit „Zur Kasse“ in den normalen Checkout; Preise stehen dort so, wie du sie angelegt hast (Bruttopreise mit „inkl. USt.“, Nettopreise mit „zzgl. USt.“), ohne Steuerbetrag, denn der hängt von der Adresse ab und wird erst im Checkout berechnet; alles landet in einer Bestellung und auf einer Rechnung. Pro Projekt gibt es einen Shop. Auf dem Tab Seite legst du Titel, Einleitung, Akzentfarbe und Darstellung (Kacheln oder Liste) fest und bestimmst, welche Produkte in welcher Reihenfolge erscheinen. Ohne Auswahl zeigt der Shop alle Einmalprodukte mit aktivem Checkout. Abo-Produkte tauchen im Shop nie auf, sie laufen weiter über ihren Abo-Link. Zu jedem Produkt kannst du dort auch ein Bild hochladen (JPG, PNG oder WebP; wir verkleinern es automatisch).
Beim Versand gilt im Shop eine eigene Regel: eine Pauschale pro Bestellung statt der Versandkosten der einzelnen Produkte, auf Wunsch versandkostenfrei ab einem Warenwert. Berechnet wird sie nur, wenn etwas Physisches im Warenkorb liegt. Du stellst beides auf dem Tab Zahlung & Versand ein. Bezahlt wird über denselben Zahlungsanbieter wie bei deinen Checkout-Links, dazu auf Wunsch per Überweisung (Kauf auf Rechnung, Vorkasse). Ist weder ein Anbieter noch Überweisung eingerichtet, nimmt der Shop keine Bestellungen an. Sichtbar wird der Shop erst, wenn du ihn veröffentlichst, vorher antwortet sein Link mit „nicht gefunden“. Auf dem Tab Teilen kopierst du den Link oder lädst den QR-Code als SVG für Flyer und Messestand herunter; SVG bleibt in jeder Druckgröße scharf. Das Logo oben im Shop und im Checkout kommt aus deiner Rechnungsvorlage (/settings/template), dort änderst du es für alle drei Stellen. Der Warenkorb steckt nur im Link, der Shop setzt keine Cookies und braucht keinen Cookie-Banner.
Ob Käufer eine Menge wählen dürfen, legst du je Produkt mit „Mehrfachkauf erlauben“ fest, auf Wunsch mit Höchstmenge. Ohne Einstellung gilt: physische Produkte ja, digitale nein. Längere Texte zum Produkt, zum Beispiel Umfang, Niveau oder Format, trägst du im Produkt unter „Beschreibung für den Shop“ ein; auf der Shop-Seite erscheinen sie hinter „Mehr erfahren“. Nimmst du den Shop offline, sieht jeder, der den Link öffnet, einen Hinweis mit Link zu deiner Website.
Wo in der App
- /settings/products, Produkt anlegen und „Checkout aktivieren“, danach den Link teilen
- /settings/shop, Shop-Seite mit mehreren Produkten einrichten, veröffentlichen und teilen
- /orders, eingehende Checkout-Bestellungen und „als versendet markieren“
- /invoices, alle daraus erzeugten Belege