Testmodus (Sandbox)
Aktualisiert am
Im Testmodus probierst du Rechnungskit gefahrlos aus: Belege entstehen über dieselbe Pipeline wie echte Rechnungen, zählen aber nirgends mit und verlassen das System nie.
Eine Test-Rechnung entsteht automatisch, nicht per Knopfdruck
Wichtig vorweg: Rechnungskit hat bewusst KEINEN Knopf „Rechnung erstellen" oder „Testrechnung erstellen", weder im Testmodus noch im Echtbetrieb. Rechnungen werden nie von Hand angelegt. Sie entstehen immer automatisch aus zwei Bausteinen: einer Bestellung (aus deinem Shop oder per API gemeldet) und einer dazu passenden Zahlung (von deinem angebundenen Zahlungsanbieter). Sobald beides vorliegt und zueinander passt, erzeugt Rechnungskit den Beleg selbst.
So bekommst du im Testmodus eine Test-Rechnung:
- Datenquelle anbinden und eine Bestellung erzeugen: entweder einen Shop verbinden (Shopify, WooCommerce, Shopware) und dort eine Testbestellung auslösen, oder als SaaS/eigene Anwendung eine Bestellung per API melden (POST /v1/orders mit deinem API-Schlüssel). Die Bestellung landet dann unter „Bestellungen".
- Zahlungsanbieter im Testmodus verbinden (Stripe, Mollie, PayPal, Unzer, GoCardless) und eine Testzahlung zur Bestellung auslösen. Die Zuordnung läuft über die Bestellnummer oder die Transaktions-ID (paymentRef).
- Passt die Zahlung zur Bestellung, erstellt Rechnungskit automatisch den Testbeleg (TEST-Nummernkreis), inklusive PDF und EN-16931-Validierung. Kommt eine Zahlung ohne passende Bestellung an, meldet sich Rechnungskit mit „Keine Bestellung gefunden" in den Aufgaben unter /payments, dann fehlt noch die Bestellung.
Es gibt also keinen manuellen Weg und keinen „Beispielrechnung"-Button. Wenn du nur schnell ein Layout sehen willst, nutze die Live-Vorschau der Rechnungsvorlage unter Einstellungen → Rechnungsvorlage (zeigt eine Musterrechnung mit deinem Logo und deinen Texten, ohne dass ein Beleg entsteht).
Womit bezahlst du eine Testzahlung?
Mit den Testdaten deines Zahlungsanbieters, nicht mit Daten von Rechnungskit. Wir wickeln keine Zahlungen ab: Das Geld läuft über dein eigenes Konto beim Anbieter, und dessen Sandbox stellt die Testkarten und Test-IBANs. Solange dort ein Test-Schlüssel hinterlegt ist, fließt kein echtes Geld.
- Stripe: Testkarten, Test-IBANs für SEPA-Lastschrift und Szenarien wie abgelehnt oder 3-D-Secure stehen unter docs.stripe.com/testing.
- Mollie: Testkarten und ein eigener Test-Bezahlbildschirm, auf dem du den Ausgang (bezahlt, fehlgeschlagen, abgelaufen) selbst wählst, stehen unter docs.mollie.com/docs/testing. Eigene Testdaten für SEPA-Lastschrift dokumentiert Mollie dort nicht; für einen Lastschrift-Test nimmst du Stripe oder fragst den Mollie-Support.
- PayPal, Unzer, GoCardless: ebenfalls über die Sandbox des jeweiligen Anbieters.
Welche Zahlungsarten im Checkout erscheinen, entscheidet dein Anbieter-Konto, nicht Rechnungskit. Bei Mollie und Unzer liest Rechnungskit die freigeschalteten Arten aus und zeigt sie unter Einstellungen → Verbindungen an; mit „aktualisieren" liest es sie neu ein. Schaltest du beim Anbieter eine Zahlungsart dazu, taucht sie danach auch im Checkout auf.
Für den Rechnungskit Checkout stehen Mollie, Stripe, PayPal und Unzer zur Verfügung. Für Abonnements sind es Mollie und Stripe, weil für den wiederkehrenden Einzug ein Mandat nötig ist.
Was im Testmodus gilt
- Eigener Nummernkreis: Testbelege heißen TEST-2026-0001 und so weiter, dein echter Nummernkreis bleibt unberührt.
- Jeder Testbeleg trägt einen deutlichen Hinweis („Testbeleg, keine Rechnung, kein Steuerausweis") direkt im Dokument.
- Nicht gemetert: Testbelege kosten nichts und zählen nicht in deine Abrechnung.
- Kein Versand: E-Mails an Kunden sind im Testmodus hart gesperrt.
- Kein Einfluss auf Auswertungen: Testbelege tauchen weder im DATEV-Export noch in OSS oder ZM auf.
- Das Archiv ist beim Testmodus nicht schreibgeschützt, Testdaten kannst du jederzeit zurücksetzen.
Testmodus aktivieren und zurücksetzen
Den Testmodus aktivierst du unter Einstellungen in der Projektverwaltung. Ein Reset entfernt deine bisherigen Testdaten und startet die Testphase neu. Dein Konto bleibt dasselbe, echte Belege entstehen erst mit dem Go-live.
API-Schlüssel im Testmodus
Für die API-Anbindung gibt es einen einzigen Schlüssel-Typ (Präfix rk_key_). Im Testmodus erzeugt er ausschließlich Testbelege; so spielst du deine Integration komplett durch, inklusive EN-16931-Validierung und PDF-Erstellung, bevor echte Belege entstehen. Beim Go-Live bleibt derselbe Schlüssel gültig und schreibt ab dann echte Belege; du musst weder den Schlüssel austauschen noch deine Integration anfassen. Ältere Schlüssel mit rk_test_-Präfix funktionieren unverändert weiter.
Testmodus und Zahlungsanbieter
Wichtig für alle Zahlungsanbieter (Stripe, Mollie, PayPal, Unzer, GoCardless, Klarna): Verbinde die Live-Zugangsdaten, nicht die Sandbox- oder Test-Zugangsdaten des Anbieters. Eine Anbieter-Sandbox ist eine leere Parallelwelt; deine echten Zahlungen erscheinen dort nie, es kommen also keine Daten in Rechnungskit an. Das Verbinden der Live-Zugangsdaten ist gefahrlos: Rechnungskit liest überwiegend nur mit und löst keine Zahlungen aus, und im Testmodus entstehen ausschließlich TEST-Belege, nichts wird versendet oder exportiert. Der risikofreie Testweg ist also der Rechnungskit-Testmodus mit echten Zugangsdaten, nicht die Sandbox des Zahlungsanbieters.
Test-Zugangsdaten (zum Beispiel Stripe sk_test_, Mollie test_, Unzer s-priv-) werden am Präfix erkannt und funktionieren technisch, liefern aber nur Testzahlungen aus der Anbieter-Sandbox. Für den echten Betrieb ersetzt du sie durch die Live-Zugangsdaten unter Einstellungen → Connect.
Parallel zum Altsystem testen
Verbindungen laufen lesend: Rechnungskit verändert nichts an Bestellungen, Zahlungen oder Kundendaten in deinem Shop oder Zahlungsanbieter. Deshalb kannst du im Testmodus auch deine echten Live-Zugänge gefahrlos verbinden, während dein bisheriges System normal weiterläuft: Echte Bestellungen und Zahlungen laufen als Testbelege durch (TEST-Nummernkreis, kein Steuerausweis), es wird nichts versendet, nichts abgerechnet, nichts gemeldet, und es entstehen keine Doppel-Rechnungen. So siehst du mit echten Zahlen, wie Zuordnung, Gebühren-Aufteilung und DATEV-Vorschau bei dir aussehen würden. Erst wenn alles passt, folgt der Go-live mit Belegstart-Stichtag; ab dann erstellt nur noch Rechnungskit die Belege.
Go-live: was du festlegst
Beim Go-live (unter „Live gehen") prüft Rechnungskit ein paar Punkte und fragt zwei Dinge ab, die genau jetzt entschieden werden:
- Zahlungsart: Bevor du live gehst, muss eine Zahlungsart für deine Rechnungskit-Gebühren hinterlegt sein, damit die erste echte Rechnung abgerechnet werden kann. Entweder per SEPA-Lastschrift (richtest du direkt im Go-live-Fenster ein) oder, wenn du über den Shopify App Store gekommen bist, automatisch über deine Shopify-Rechnung. Ohne Zahlungsart ist der Go-live blockiert.
- Rechnungsnummernkreis und nächste Rechnungsnummer: Du legst dein Nummernformat fest (JJJJ für das Jahr, #### für die fortlaufende Nummer, zum Beispiel RE-JJJJ-#### ergibt RE-2026-0001) und die Nummer, mit der die erste echte Rechnung startet. So kannst du deine bisherige Nummerierung nahtlos fortführen (etwa ab 1043) oder bei 1 beginnen. Ab dem ersten echten Beleg ist die Nummerierung lückenlos und lässt sich nicht mehr ändern.
- Rechnungen automatisch per E-Mail senden: Standardmäßig aktiv. Sobald du live bist, schickt Rechnungskit jede fertige Rechnung automatisch an deine Kund:innen, in deinem Namen und mit deiner Vorlage. Du kannst das im Go-live-Fenster abwählen und jederzeit unter Einstellungen → E-Mail ändern.
Test-Schlüssel bei Zahlungsanbietern blockieren den Go-live ebenfalls, damit aus Testzahlungen keine echten Belege werden. Danach wählst du den Belegstart-Stichtag (sofort oder auf die Minute geplant); ab diesem Zeitpunkt erstellt nur noch Rechnungskit die Belege.
Was beim Go-live mit deinen Testdaten passiert
Der Go-live schaltet dein Konto an Ort und Stelle in den Echtbetrieb: dieselbe Umgebung, dieselben Verbindungen, dieselben Einstellungen. Mit deinen Testdaten passiert Folgendes:
- Testbelege, Testbestellungen und Testzahlungen werden sofort aus allen Listen, Auswertungen und Exporten (DATEV, OSS, ZM) ausgeblendet. Sie zählen nie in deine echten Zahlen.
- Die archivierten Test-PDFs werden aus dem Speicher gelöscht.
- Der Test-Nummernkreis (TEST-…) wird stillgelegt; deine erste echte Rechnung nutzt den Nummernkreis, den du beim Go-live festgelegt hast.
- Deine Verbindungen und Einstellungen bleiben unverändert erhalten, du musst nichts neu verbinden.
Wenn du einen Go-live-Zeitpunkt in der Zukunft planst, bleibt bis dahin alles im Testmodus, und es wird vorher keine Testphasen- oder Ablauf-Info verschickt.
Grenzen
- Der Testmodus ist für funktionales Ausprobieren gedacht, nicht für Lasttests (Fair Use).
- Beim Go-live geht dein Konto an Ort und Stelle live: Verbindungen und Einstellungen bleiben, Testdaten werden ausgeblendet und aus dem Archiv entfernt. Du richtest nichts neu ein.
Wo in der App
- /settings, Projektverwaltung mit Testmodus aktivieren/zurücksetzen
- /settings/api, API-Schlüssel erstellen (gelten in Test und Live)
- /go-live, Live gehen: Zahlungsart, Rechnungsnummernkreis und Belegstart festlegen