Zum Inhalt springen
Rechnungskit

Testmodus (Sandbox)

Aktualisiert am

Im Testmodus probierst du Rechnungskit gefahrlos aus: Belege entstehen über dieselbe Pipeline wie echte Rechnungen, zählen aber nirgends mit und verlassen das System nie. Diese Seite zeigt, was mit deinen echten Daten passiert, wie eine Test-Rechnung entsteht, womit du Testzahlungen machst und was beim Go-live passiert.

Echte Daten verbinden: was passiert und was nicht

Du kannst deinen echten Shop und deine echten Zahlungsanbieter verbinden, während dein bisheriges System weiterläuft. Rechnungskit liest Bestellungen und Zahlungen mit und macht daraus TEST-Belege, die Rechnungskit nicht verlassen. Es ändert nichts an deinen Bestellungen, verschickt keine Rechnungen, schickt nichts an deine Steuerkanzlei und berechnet dir für Testbelege nichts.

Echte Verbindungen im Testmodus
Im Testmodus verlässt kein Beleg Rechnungskit
Das passiertmitlesen
LesenBestellungen, Zahlungen, Erstattungen, Auszahlungen
Speichernin Rechnungskit, als Testdaten markiert
Webhookeinmal beim Verbinden, damit Meldungen ankommen
USt-IdNr.echte Prüfung beim BZSt
ErgebnisTEST-Belege mit PDF, nur in Rechnungskit
Das passiert nieim Testmodus
Dein Shopkeine Änderung an Bestellungen, Zahlungen, Kundendaten
Geldkeine Zahlung, Erstattung oder Lastschrift von sich aus, Checkout und Abos nicht mit Live-Zugangsdaten
Rechnungsmailan deine Kund:innen hart gesperrt
SteuerkanzleiDATEV-Export nur als Test-Export (TEST_ im Dateinamen), nicht festschreibbar, keine ZM
KostenTestbelege werden nicht berechnet
Doppelrechnungdein Altsystem bleibt allein zuständig
Checkout und Abos von Rechnungskit testest du mit Test-Zugangsdaten, die du neben deiner Live-Verbindung hinterlegst. Wie das geht, steht weiter unten.

Was Rechnungskit im Testmodus tut

  • Lesen: Rechnungskit holt Bestellungen, Zahlungen, Erstattungen und Auszahlungen aus Shop und Zahlungsanbieter und speichert sie als Testdaten markiert.
  • Webhook einrichten: Beim Verbinden legt Rechnungskit bei Stripe, PayPal, Unzer, der Shopify-App und WooCommerce einen Webhook an, damit neue Ereignisse sofort ankommen. Trennst du Shopify oder WooCommerce, entfernt Rechnungskit seine Webhooks dort wieder.
  • TEST-Belege erstellen: mit PDF und EN-16931-Validierung, sichtbar nur in Rechnungskit.
  • USt-IdNr. prüfen: Hat ein Geschäftskunde eine USt-IdNr., fragt Rechnungskit sie auch im Testmodus echt beim BZSt ab. Dabei gehen deine eigene USt-IdNr. sowie USt-IdNr., Firma und Anschrift des Kunden an das BZSt.
  • Produkte einstufen: Kit ordnet Produkten ohne Leistungsart im Testmodus seinen Vorschlag selbst zu, auch Lebensmittel, Bücher und digitale Leistungen. In der Übersicht steht dann „Kit hat … Produkte selbst eingestuft“. Unter Produkte → „Von Kit eingestuft“ siehst du sie und änderst eine Leistungsart direkt am Produkt. Passt alles, bestätigst du die Einstufungen mit „Passt so“, auf dem Dashboard oder unter Produkte. Danach verschwindet der Hinweis. Im Live-Betrieb übernimmt Kit nur den Regelsatz selbst, alles andere schlägt es dir vor.

Was im Testmodus nie passiert

  • Keine Änderungen im Shop: Rechnungskit ändert keine Bestellungen, Zahlungen oder Kundendaten in deinem Shop oder beim Zahlungsanbieter.
  • Kein Geld von sich aus: Rechnungskit löst keine Zahlungen, Erstattungen oder Lastschriften aus. Checkout und Abos buchen im Testmodus nicht mit Live-Zugangsdaten ab.
  • Keine Mails an deine Kund:innen: Rechnungsmails sind für Testbelege hart gesperrt, auch an dich. Andere Kunden-Mails wie Datenanfrage, Zahlungsaufforderung und Zahlungserinnerung bekommst du selbst, damit du siehst, was im Echtbetrieb rausginge. Welche das sind, steht unter Kunden-Mails im Testmodus.
  • Nichts Echtes für deine Steuerkanzlei: Rechnungskit schickt ihr nichts. Ein DATEV-Export ist im Testmodus immer ein Test-Export: gekennzeichnet (TEST_ im Dateinamen), nicht festschreibbar und beim Go-live gelöscht. Die ZM bleibt leer.
  • Keine Kosten: Testbelege zählen nicht in deine Abrechnung.
  • Keine Doppelrechnungen: Bis zum Go-live stellt allein dein bisheriges System Rechnungen aus.

Kunden-Mails im Testmodus

Im Testmodus schickt Rechnungskit keine E-Mail an deine Kund:innen. Mails, die du prüfen sollst, gehen stattdessen an dich: an die Kontakt-E-Mail aus deinen Einstellungen, sonst an die des Inhabers. Jede trägt „[TEST]“ vor dem Betreff und oben einen gelben Hinweis, zum Beispiel: „Testmodus: Diese Zahlungserinnerung ginge im Echtbetrieb an deinen Kunden kim@beispiel.de. Während des Testmodus schickt Rechnungskit keine E-Mails an Kunden, deshalb bekommst du sie.“ Ist keine Adresse von dir hinterlegt, geht nichts raus, auch nicht an den Kunden.

Mail Im Testmodus Was du in der App siehst
Rechnungsmail (auch „Erneut senden“) gesperrt, auch an dich am Beleg der Hinweis „Testbeleg: Er geht nie per E-Mail raus …“ statt des Senden-Knopfs
Datenanfrage („Daten anfordern“) an dich, der Link funktioniert „Testmodus: an dich geschickt statt an den Kunden.“ und „Angefordert am … (Test, an dich)“
Datenanfrage automatisch (Belegregel) aus nichts
Zahlungsaufforderung (Vorkasse) an dich „Testmodus: an dich geschickt statt an den Kunden.“ und „Aufforderung am … (Test, an dich)“ an der Bestellung
Zahlungserinnerung (Kauf auf Rechnung) an dich, nur Text, ohne Rechnung im Anhang unter Offene Posten „Erinnerung am … (Test, an dich)“
Abo-Mitteilungen an dich nichts zusätzlich

Warum hängt an der Test-Zahlungserinnerung keine Rechnung? Im Echtbetrieb hängt die Original-Rechnung als PDF an. Ein Testbeleg geht aber nie per E-Mail raus, auch nicht an dich, damit nichts wie eine echte Rechnung in Umlauf kommt (§ 14c UStG). Deshalb bekommst du im Testmodus nur den Text der Erinnerung, und der Hinweis oben sagt, dass der Anhang fehlt.

Viele Erinnerungen auf einmal? Sind an einem Tag mehrere Zahlungserinnerungen fällig, bekommst du eine einzige Mail: die erste vollständig, die anderen als Liste mit Belegnummer, Stufe und Kunden-Adresse. Jede Stufe kommt pro Beleg nur einmal, wie im Echtbetrieb. Testbelege, die nach dem Go-live noch offen sind, bekommen keine Erinnerung mehr.

Checkout und Abos im Testmodus

Hinterlege unter Einstellungen → Verbindungen die Test-Zugangsdaten deines Anbieters. Unter der Karte von Mollie, Stripe, PayPal und Unzer klappst du dafür „Test-Zugangsdaten (für Checkout und Abos im Testmodus)“ auf. Checkout und Abos nutzen sie im Testmodus automatisch. Deine Live-Verbindung bleibt daneben bestehen, deine echten Zahlungen laufen also weiter als Testbelege ein.

Anbieter Was du einträgst
Mollie Test-API-Key (test_…)
Stripe Test-Secret-Key (sk_test_… oder rk_test_…). Rechnungskit legt dafür einen eigenen Test-Webhook in Stripe an.
PayPal Client-ID und Secret deiner PayPal-Sandbox-App
Unzer Sandbox-Private-Key (s-priv-…)

Ein Live-Schlüssel wird in diesem Feld abgelehnt. Mit „Entfernen“ löschst du die Test-Zugangsdaten wieder, deine Live-Verbindung bleibt davon unberührt.

Eine Live-Verbindung brauchst du zum Testen nicht. Hast du einen Anbieter nur mit Test-Zugangsdaten verbunden, kannst du ihn im Testmodus trotzdem für den Checkout oder für Abos auswählen. Die Karte zeigt dann den Hinweis „Nur mit Test-Zugangsdaten verbunden“. Vor dem Go-live verbindest du die Live-Zugangsdaten. Fehlen sie, warnt die Go-live-Prüfung, und nach dem Go-live ist die Zahlung mit diesem Anbieter nicht verfügbar, bis du die Live-Zugangsdaten verbunden hast. Auf die Test-Zugangsdaten greift ein live geschaltetes Konto nie zurück.

Ohne Test-Zugangsdaten sperrt Rechnungskit im Testmodus die Zahlung, sobald für den Checkout oder für Abos ein Anbieter mit Live-Zugangsdaten ausgewählt ist. Sonst würde dein Kunde echtes Geld zahlen und nur einen Testbeleg bekommen.

  • Checkout und Shop: Käufer:innen sehen „Testmodus: Zahlung nicht möglich. Der Händler testet den Checkout gerade.“ Kauf auf Rechnung und Vorkasse bleiben möglich, dabei läuft kein Geld über einen Anbieter.
  • Abos: Neue Abos starten nicht. Fällige Folgezahlungen bleiben liegen, ohne Fehlversuch, ohne Mahnstufe und ohne Mail.
  • Stripe-Überweisung per API: Für Bestellungen mit paymentGateway stripe_transfer legt Rechnungskit keinen Zahlungsauftrag in Stripe an. Die Bestellung wartet, eine Aufgabe sagt dir warum. Mit Stripe-Test-Zugangsdaten legt Rechnungskit Kunde und Zahlungsauftrag in deinem Stripe-Testkonto an.

Bezahlt wird mit den Testdaten deines Anbieters (siehe Womit bezahlst du eine Testzahlung?). Ein Testkauf läuft sonst wie ein echter, mit diesen Unterschieden:

  • E-Mails an Käufer:innen gehen nur an deine eigene Adresse (die Kontakt-E-Mail aus deinen Einstellungen, sonst die des Inhabers), mit „[TEST]“ vor dem Betreff und einem Hinweis oben. Das gilt für die Zahlungsaufforderung bei Vorkasse und für alle Abo-Mitteilungen, etwa Abo aktiv, fehlgeschlagene Zahlung, Kündigung oder Widerruf. Die Rechnungsmail bleibt für Testbelege gesperrt.
  • Integrationen und Webhooks laufen wie im Echtbetrieb, etwa der Zugang in Ghost oder Memberspot und deine eigenen Webhooks. Im Webhook-Payload steht dann "test": true.
  • Werbe-Tracking: Conversion-Events an Meta gehen für Testkäufe und Test-Abos nicht raus. Auch der Kauf-Pixel von Meta, Google und TikTok auf der Danke-Seite bleibt aus. So landen keine Testkäufe in deinen Werbeauswertungen.
  • Zahlungen über Test-Zugangsdaten sind immer Testzahlungen. Daraus entsteht nie ein echter Beleg, auch nicht nach dem Go-live.

Beim Go-live werden die Test-Zugangsdaten abgeschaltet und laufende Test-Abos sofort beendet, ohne Mail an Käufer:innen und ohne Abbuchung. Zugänge, die Testkäufe und Test-Abos in Ghost oder Memberspot freigeschaltet haben, entzieht Rechnungskit dabei wieder, so wie nach einer vollen Erstattung. Checkout-Links, Shop und Abo-Pläne bleiben und laufen ab dann über deine Live-Verbindung.

Häufige Sorgen

Sorge Antwort
Bekommt mein Kunde die Datenanfrage, wenn ich im Testmodus „Daten anfordern“ klicke? Nein. Die Mail geht an deine eigene Adresse, mit „[TEST]“ im Betreff und einem Hinweis, dass sie im Echtbetrieb an den Kunden ginge. Die Zeile zeigt „Angefordert am … (Test, an dich)“.
Bekommt mein Kunde im Testmodus Zahlungserinnerungen oder eine Zahlungsaufforderung? Nein. Beide gehen an deine eigene Adresse, mit „[TEST]“ im Betreff und einem Hinweis, an wen sie im Echtbetrieb gingen. Die Zahlungserinnerung kommt als Text ohne Rechnung im Anhang. Bestellung und Offene Posten zeigen „(Test, an dich)“.
Bekommen meine Kund:innen eine zweite Rechnung? Nein. Rechnungsmails sind für Testbelege hart gesperrt, auch nach dem Go-live. Bestellungen vor dem Belegstart rechnet Rechnungskit von sich aus nie ab.
Bucht Rechnungskit Geld ab oder erstattet es? Bei deinen Shop-Verkäufen nie. Das Geld ziehen dein Shop und dein Zahlungsanbieter wie gewohnt ein, Rechnungskit liest nur mit. Checkout und Abos von Rechnungskit buchen im Testmodus nicht mit Live-Zugangsdaten ab. Mit den Test-Zugangsdaten, die du unter Verbindungen hinterlegst, fließt nur Testgeld.
Ändert Rechnungskit etwas in meinem Shop? An Bestellungen, Zahlungen und Kundendaten nichts. Beim Verbinden legt es einen Webhook an.
Bekommt meine Steuerkanzlei Testdaten? Nur wenn du ihr Zugriff gibst. Dann sieht sie im Kanzlei-Zugang deine Testbelege in der DATEV-Vorschau und deine Test-Exporte. Sie kann auch selbst einen Test-Export erstellen (TEST_ im Dateinamen), der sich nicht festschreiben lässt. Von sich aus schickt Rechnungskit ihr nichts.
Kostet das Testen etwas? Testbelege werden nicht berechnet. Solange in deinem Konto noch kein echter Beleg entstanden ist, fällt auch keine Grundgebühr an.
Wo liegen die Daten? Bei Hetzner in Falkenstein (Deutschland).
Sieht die KI meine Kundendaten? Kit bekommt keine Kundennamen, E-Mail-Adressen oder Anschriften, nur Summen und Anzahlen. Was du selbst in den Chat schreibst, verarbeitet Kit.
Und wenn ich doch nicht weitermache? Trennen löscht die Zugangsdaten, „Sandbox zurücksetzen“ die Test-PDFs. Bestellungen, Zahlungen und Kundendaten bleiben gespeichert, bis du dein Konto löschen lässt.

So entsteht eine Test-Rechnung

Eine Rechnung entsteht in Rechnungskit auf zwei Wegen, im Testmodus genauso wie im Echtbetrieb:

  • Automatisch aus Bestellung und Zahlung: Eine Bestellung kommt aus deinem Shop oder per API, die passende Zahlung von deinem angebundenen Zahlungsanbieter. Sobald beides vorliegt und zueinander passt, erzeugt Rechnungskit den Beleg selbst.
  • Aus einer Bestellung, die du selbst anlegst: unter Bestellungen → „Bestellung anlegen“. Mit der Zahlart Rechnung entsteht die Rechnung im selben Schritt, bei Ware, die noch nicht versendet ist, erst mit „als versendet markieren“. Bei Vorkasse entsteht sie, sobald du „Zahlung eingegangen“ bestätigst. Details stehen unter Manuelle Bestellungen und Rechnungen.

Im Testmodus wird daraus in beiden Fällen ein TEST-Beleg mit eigener TEST-Nummer. Eine E-Mail an deine Kund:innen geht dabei nicht raus.

Automatischer Weg · drei Schritte
Test-Rechnung aus Bestellung und Zahlung
  1. Shop oder APIBestellungTestbestellung im Shop oder POST /v1/orders, landet unter „Bestellungen“
  2. ZahlungsanbieterZahlungZuordnung über Bestellnummer oder Transaktions-ID (paymentRef)
  3. RechnungskitTestbelegTEST-Nummernkreis, mit PDF und EN-16931-Validierung
Fehlt die Bestellung zur Zahlung, meldet sich Rechnungskit mit „Keine Bestellung gefunden“ in den Aufgaben unter /payments.

So bekommst du auf dem automatischen Weg eine Test-Rechnung:

  1. Datenquelle anbinden und eine Bestellung erzeugen. Entweder verbindest du einen Shop (Shopify, WooCommerce, Shopware) und löst dort eine Testbestellung aus. Oder du meldest als SaaS oder eigene Anwendung eine Bestellung per API (POST /v1/orders mit deinem API-Schlüssel). Die Bestellung landet dann unter „Bestellungen“.
  2. Zahlungsanbieter verbinden und eine Zahlung zur Bestellung auslösen (Stripe, Mollie, PayPal, Unzer, GoCardless, Klarna). Am einfachsten verbindest du die Live-Zugangsdaten, wie unten unter Testmodus und Zahlungsanbieter beschrieben. Dann laufen deine echten Zahlungen als Testbelege durch. Für Checkout und Abos hinterlegst du zusätzlich Test-Zugangsdaten, dann bezahlst du mit den Testdaten des Anbieters. Die Zuordnung läuft über die Bestellnummer oder die Transaktions-ID (paymentRef).
  3. Rechnungskit erstellt den Testbeleg. Passt die Zahlung zur Bestellung, entsteht der Testbeleg automatisch (TEST-Nummernkreis), inklusive PDF und EN-16931-Validierung. Kommt eine Zahlung ohne passende Bestellung an, meldet sich Rechnungskit mit „Keine Bestellung gefunden“ in den Aufgaben unter /payments. Dann fehlt noch die Bestellung.

Am schnellsten siehst du eine Test-Rechnung mit einer selbst angelegten Bestellung: Zahlart Rechnung und eine Leistung, die nicht versendet wird, dann entsteht der TEST-Beleg sofort. Dafür brauchst du eine IBAN in den Einstellungen. Willst du nur das Layout sehen, nutze die Live-Vorschau der Rechnungsvorlage unter Einstellungen → Rechnungsvorlage. Sie zeigt eine Musterrechnung mit deinem Logo und deinen Texten, ohne dass ein Beleg entsteht.

Womit bezahlst du eine Testzahlung?

Mit den Testdaten deines Zahlungsanbieters, nicht mit Daten von Rechnungskit. Wir wickeln keine Zahlungen ab: Das Geld läuft über dein eigenes Konto beim Anbieter, und dessen Sandbox stellt die Testkarten und Test-IBANs. Solange dort ein Test-Schlüssel hinterlegt ist, fließt kein echtes Geld.

Anbieter Testdaten
Stripe Testkarten, Test-IBANs für SEPA-Lastschrift und Szenarien wie abgelehnt oder 3-D-Secure unter docs.stripe.com/testing
Mollie Testkarten und ein eigener Test-Bezahlbildschirm, auf dem du den Ausgang (bezahlt, fehlgeschlagen, abgelaufen) selbst wählst, unter docs.mollie.com/docs/testing. Eigene Testdaten für SEPA-Lastschrift dokumentiert Mollie dort nicht. Für einen Lastschrift-Test nimmst du Stripe oder fragst den Mollie-Support.
PayPal, Unzer, GoCardless, Klarna über die Sandbox des jeweiligen Anbieters (bei Klarna heißt sie Playground)

Welche Zahlungsarten erscheinen

Welche Zahlungsarten im Checkout erscheinen, entscheidet dein Anbieter-Konto. Bei Mollie und Unzer liest Rechnungskit die freigeschalteten Arten aus und zeigt sie unter Einstellungen → Verbindungen an. Mit „aktualisieren“ liest es sie neu ein. Schaltest du beim Anbieter eine Zahlungsart dazu, taucht sie danach auch im Checkout auf.

Für den Rechnungskit Checkout stehen Mollie, Stripe, PayPal und Unzer zur Verfügung. Für Abonnements sind es Mollie und Stripe, weil für den wiederkehrenden Einzug ein Mandat nötig ist.

Was im Testmodus gilt

Gleiches Konto · zwei Zustände
Testmodus und Echtbetrieb im Vergleich
TestmodusSandbox
NummerTEST-2026-0001
Im Dokument„Testbeleg, keine Rechnung, kein Steuerausweis“
Kostennicht gemetert
Rechnungsmailhart gesperrt
DATEV, OSS, ZMkein echter Export, OSS nur als Vorschau
Archivjederzeit zurücksetzbar
Nach dem Go-liveEchtbetrieb
Nummerdein Format, z. B. RE-2026-0001
Im Dokumentechte Rechnung mit Steuerausweis
Kostenzählt in deine Abrechnung
Rechnungsmailautomatisch, abwählbar
DATEV, OSS, ZMenthalten
Nummerierunglückenlos, nicht mehr änderbar
Verbindungen und Einstellungen bleiben beim Go-live dieselben. Du richtest nichts neu ein.
  • Eigener Nummernkreis: Testbelege heißen TEST-2026-0001 und so weiter, dein echter Nummernkreis bleibt unberührt.
  • Hinweis im Dokument: Jeder Testbeleg trägt einen deutlichen Hinweis („Testbeleg, keine Rechnung, kein Steuerausweis“) direkt im Dokument.
  • Nicht gemetert: Testbelege kosten nichts und zählen nicht in deine Abrechnung.
  • Keine Rechnungsmails: Ein Testbeleg geht nie per E-Mail raus, auch nicht an dich. Die Sperre hängt am Testbeleg selbst, gilt also auch nach dem Go-live weiter. Zahlungserinnerungen zu Testbelegen bekommst du im Testmodus selbst, als Text ohne Anhang (Kunden-Mails im Testmodus).
  • Kein Einfluss auf Auswertungen: Testbelege tauchen weder in echten DATEV-Exporten noch in der ZM auf. In der OSS-Übersicht erscheinen sie nur als Vorschau, solange das Projekt im Testmodus ist, nach dem Go-live nicht mehr. Für einen Probe-Import kannst du (oder deine Steuerkanzlei) einen markierten Test-Export erstellen. Er trägt TEST_ im Dateinamen, lässt sich nicht festschreiben und wird beim Go-live oder beim Zurücksetzen gelöscht.
  • Archiv: Das Archiv ist im Testmodus nicht schreibgeschützt, Testdaten kannst du jederzeit zurücksetzen.

Nach dem Go-live ist es umgekehrt: Es entstehen echte Rechnungen mit Steuerausweis in deinem Nummernformat. Sie zählen in deine Abrechnung, gehen standardmäßig per E-Mail an deine Kund:innen (abwählbar) und landen in DATEV, OSS und ZM.

Testmodus aktivieren und zurücksetzen

Jedes neue Konto startet im Testmodus. Für ein Projekt ohne echte Belege schaltest du ihn unter Einstellungen in der Projektverwaltung ein („Testmodus (Sandbox)“).

„Sandbox zurücksetzen“ löscht die Test-PDFs aus dem Archiv, die Test-DATEV-Exporte und die Test-Auszahlungsbelege und startet die Testphase von 90 Tagen neu. Bestellungen, Zahlungen und Kundendaten bleiben gespeichert. Projekt, Verbindungen und Einstellungen bleiben dieselben, echte Belege entstehen erst mit dem Go-live.

API-Schlüssel im Testmodus

Für die API-Anbindung gibt es einen einzigen Schlüssel-Typ (Präfix rk_key_). Im Testmodus erzeugt er ausschließlich Testbelege. So spielst du deine Integration komplett durch, inklusive EN-16931-Validierung und PDF-Erstellung, bevor echte Belege entstehen.

Beim Go-Live bleibt derselbe Schlüssel gültig und schreibt ab dann echte Belege. Du musst weder den Schlüssel austauschen noch deine Integration anfassen. Ältere Schlüssel mit rk_test_-Präfix funktionieren unverändert weiter. Details zur API stehen unter Eigene Anwendung per API anbinden.

Testmodus und Zahlungsanbieter

Wichtig für alle Zahlungsanbieter (Stripe, Mollie, PayPal, Unzer, GoCardless, Klarna): Verbinde die Live-Zugangsdaten, nicht die Sandbox- oder Test-Zugangsdaten des Anbieters.

Zugangsdaten beim Zahlungsanbieter
Welche Zugangsdaten du im Testmodus verbindest
Live-Zugangsdaten plus Rechnungskit-TestmodusDeine echten Zahlungen laufen als TEST-Belege durch, keine Rechnung wird verschickt oder exportiert
Empfohlen
Test-Zugangsdaten zusätzlich hinterlegtsk_test_, test_, PayPal-Sandbox oder s-priv-: im eigenen Feld „Test-Zugangsdaten“ unter der Live-Verbindung, nur für Checkout und Abos im Testmodus
nur Testzahlungen
Test-Schlüssel als Hauptverbindung beim Go-liveblockieren den Go-live, damit aus Testzahlungen keine echten Belege werden. Die zusätzlichen Test-Zugangsdaten blockieren nicht, sie werden abgeschaltet.
Blockiert

Warum? Eine Anbieter-Sandbox ist eine leere Parallelwelt, in der deine echten Zahlungen nie erscheinen, und so kommen auch keine Daten in Rechnungskit an.

Der risikofreie Testweg ist also der Rechnungskit-Testmodus mit echten Zugangsdaten. Rechnungskit löst von sich aus keine Zahlungen aus, und Checkout und Abos buchen im Testmodus nicht mit Live-Zugangsdaten ab. Was sonst passiert und was nicht, steht oben unter Echte Daten verbinden. Wie du Checkout und Abos testest, steht unter Checkout und Abos im Testmodus.

Test-Zugangsdaten (zum Beispiel Stripe sk_test_, Mollie test_, Unzer s-priv-) werden am Präfix erkannt. Als Hauptverbindung liefern sie nur Testzahlungen aus der Anbieter-Sandbox, für den echten Betrieb ersetzt du sie unter Verbindungen durch die Live-Zugangsdaten. Für Checkout und Abos gehören sie in das eigene Feld „Test-Zugangsdaten“ unter der Live-Verbindung, siehe Checkout und Abos im Testmodus.

Parallel zum Altsystem testen

Weil Rechnungskit im Testmodus nichts an Bestellungen, Zahlungen oder Kundendaten ändert und keine Rechnung verschickt, läuft dein bisheriges System ganz normal weiter. Es entstehen keine Doppel-Rechnungen. So siehst du mit echten Zahlen, wie Zuordnung, Gebühren-Aufteilung und DATEV-Vorschau bei dir aussehen würden.

Parallelbetrieb
Dein Altsystem rechnet ab, Rechnungskit rechnet probehalber mit
Dein Shop und Zahlungsanbieter
Echte Bestellungenbleiben unverändert
Echte ZahlungenRechnungskit löst keine aus
Rechnungskit im Testmodus
  1. Liest mitBestellungen, Zahlungen, Erstattungen
  2. Ordnet zuwie später im Echtbetrieb
  3. Erstellt TEST-Belegekein Steuerausweis, kein Versand
Rechnungen an Kund:innen
Bis zum Go-livenur aus deinem bisherigen System
Ab dem Belegstartnur noch aus Rechnungskit

Erst wenn alles passt, folgt der Go-live mit Belegstart-Stichtag. Ab dann erstellt nur noch Rechnungskit die Belege. Bestellungen und Zahlungen vor dem Belegstart gelten als Altbestand und bekommen von Rechnungskit von sich aus keine Rechnung, die rechnet weiter dein bisheriges System ab.

Go-live: was du festlegst

Beim Go-live (unter „Live gehen“) prüft Rechnungskit ein paar Punkte und fragt drei Dinge ab, die genau jetzt entschieden werden.

Live gehen · an Ort und Stelle
Vom Testmodus in den Echtbetrieb
  1. PrüfungZahlungsart und Schlüsselohne Zahlungsart für die Gebühren oder mit Test-Schlüsseln kein Go-live
  2. FestlegenNummernkreis und VersandFormat, erste Rechnungsnummer, E-Mail-Versand an oder aus
  3. BelegstartSofort oder geplantauf die Minute, ab dann erstellt nur noch Rechnungskit die Belege
  4. DanachTestdaten verschwindenausgeblendet, Test-PDFs gelöscht, Bestätigung per E-Mail
Verbindungen und Einstellungen bleiben erhalten. Du musst nichts neu verbinden.

Zahlungsart für deine Gebühren

Bevor du live gehst, muss eine Zahlungsart für deine Rechnungskit-Gebühren hinterlegt sein, damit die erste echte Rechnung abgerechnet werden kann. Es gibt zwei Wege:

  • SEPA-Lastschrift: richtest du direkt im Go-live-Fenster ein.
  • Shopify-Rechnung: automatisch, wenn du über den Shopify App Store gekommen bist.

Ohne Zahlungsart ist der Go-live blockiert.

Rechnungsnummernkreis und nächste Rechnungsnummer

Du legst dein Nummernformat fest: JJJJ steht für das Jahr, #### für die fortlaufende Nummer. RE-JJJJ-#### ergibt zum Beispiel RE-2026-0001. Dazu wählst du die Nummer, mit der die erste echte Rechnung startet.

So kannst du deine bisherige Nummerierung nahtlos fortführen (etwa ab 1043) oder bei 1 beginnen. Ab dem ersten echten Beleg ist die Nummerierung lückenlos und lässt sich nicht mehr ändern.

Rechnungen automatisch per E-Mail senden

Das ist standardmäßig aktiv. Sobald du live bist, schickt Rechnungskit jede fertige Rechnung automatisch an deine Kund:innen, in deinem Namen und mit deiner Vorlage. Du kannst das im Go-live-Fenster abwählen und jederzeit unter Einstellungen → E-Mail-Versand ändern.

Test-Schlüssel und Belegstart

Eine aktive Verbindung mit Test-Schlüssel blockiert den Go-live ebenfalls, damit aus Testzahlungen keine echten Belege werden. Die zusätzlichen Test-Zugangsdaten für Checkout und Abos zählen nicht dazu, sie schaltet der Go-live selbst ab. Danach wählst du den Belegstart-Stichtag, sofort oder auf die Minute geplant. Ab diesem Zeitpunkt erstellt nur noch Rechnungskit die Belege.

Laufen noch Test-Abos, zeigt die Checkliste „N Test-Abos werden beendet“.

Was beim Go-live mit deinen Testdaten passiert

Der Go-live schaltet dein Konto an Ort und Stelle in den Echtbetrieb: dieselbe Umgebung, dieselben Verbindungen, dieselben Einstellungen. Mit deinen Testdaten passiert Folgendes:

  • Testbelege, Testbestellungen und Testzahlungen werden sofort aus allen Listen, Auswertungen und Exporten (DATEV, OSS, ZM) ausgeblendet. Sie zählen nie in deine echten Zahlen.
  • Die archivierten Test-PDFs werden aus dem Speicher gelöscht.
  • Der Test-Nummernkreis (TEST-…) wird stillgelegt. Deine erste echte Rechnung nutzt den Nummernkreis, den du beim Go-live festgelegt hast.
  • Test-Abos enden sofort. Käufer:innen bekommen keine Mail, abgebucht wird nichts.
  • Zugänge aus Testkäufen und Test-Abos in Ghost oder Memberspot werden entzogen, so wie nach einer vollen Erstattung. Die Go-live-Prüfung zeigt vorher, ob es solche Zugänge gibt. Hast du das automatische Entziehen in der Integration ausgeschaltet, bleiben sie bestehen.
  • Die Test-Zugangsdaten für Checkout und Abos werden abgeschaltet. Checkout-Links, Shop und Abo-Pläne laufen ab dann über deine Live-Verbindung. War für den Checkout oder für Abos ein Anbieter nur mit Test-Zugangsdaten ausgewählt, ist die Zahlung dort nicht verfügbar, bis du seine Live-Zugangsdaten verbindest.
  • Deine Verbindungen und Einstellungen bleiben unverändert erhalten, du musst nichts neu verbinden.

Kits Einstufungen bestätigen

Hat Kit im Testmodus Produkten selbst eine Leistungsart gegeben, zeigt die Go-live-Seite sie nach Kategorie gezählt, etwa „Digitale Leistungen · 214“. Ab dem Go-live gelten sie für echte Belege. Über „Einstufungen ansehen“ prüfst du sie unter Produkte und änderst eine bei Bedarf direkt am Produkt. Live gehen kannst du erst, wenn du „Ich habe Kits Einstufungen geprüft“ anhakst.

Go-live in der Zukunft planen

Planst du einen Go-live-Zeitpunkt in der Zukunft, bleibt bis dahin alles im Testmodus. Vorher wird keine Testphasen- oder Ablauf-Info verschickt.

Nummernkreis und E-Mail-Versand kannst du bis dahin ändern: Anpassen und auf „Änderungen übernehmen“ klicken, der Zeitpunkt bleibt. Sobald du live bist, bekommen Inhaber und Admins eine Bestätigung per E-Mail mit Belegstart, erster Rechnungsnummer und Versand-Einstellung.

Zum geplanten Zeitpunkt prüft Rechnungskit die Test-Schlüssel noch einmal. Läuft dann eine aktive Verbindung mit Test-Schlüssel, wird die Live-Schaltung nicht ausgeführt. Dein Konto bleibt im Testmodus, die Planung wird gelöscht, und Inhaber und Admins bekommen eine E-Mail mit dem Grund.

Grenzen

  • Der Testmodus ist für funktionales Ausprobieren gedacht, nicht für Lasttests (Fair Use).
  • Beim Go-live geht dein Konto an Ort und Stelle live: Verbindungen und Einstellungen bleiben, Testdaten werden ausgeblendet und aus dem Archiv entfernt. Du richtest nichts neu ein.

So findest du es in der App

Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.

de en