Online-Kurs verkaufen mit E-Rechnung: Zahlungslink, Kurszugang, DATEV
Einen Online-Kurs verkaufst du mit Rechnungskit über einen eigenen Zahlungslink. Der Käufer zahlt mit Karte, SEPA-Lastschrift oder PayPal, bekommt sofort seine E-Rechnung und wird in Memberspot oder Ghost automatisch freigeschaltet. Umsatzsteuer für EU-Käufer, Reverse Charge für Geschäftskunden, Kleinunternehmer-Regelung und DATEV-Export laufen mit. Du verkaufst unter deinem Namen, ohne Verkaufsplattform dazwischen.
Zahlungslink teilen, Kurs verkaufen, Zugang freischalten: Jeder Kauf wird zur ZUGFeRD-Rechnung, EU-Käufer bekommen den richtigen Steuersatz, und deine Steuerkanzlei den DATEV-Export.
Rechnungen schreiben ist einfach. Rechtssicher schreiben nicht.
Der Unterschied zwischen einem PDF und einer konformen E-Rechnung entscheidet bei der nächsten Steuerprüfung. Rechnungskit schließt genau diese Lücke.
In vier Schritten zur konformen E-Rechnung.
- 01Kurs als Produkt anlegenDu legst den Kurs als digitales Produkt an, mit Preis und Umsatzsteuer-Kategorie. Einmalkauf oder Abo, beides geht; für eine Mitgliedschaft mit monatlicher Zahlung legst du einen Abo-Plan an. Rechnungskit erzeugt den Zahlungslink.
- 02Link teilenDer Link kommt auf deine Website, in die Social-Media-Bio oder in den Newsletter. Der Checkout zeigt deinen Namen, dein Logo und deine Rechtstexte; Klick-IDs aus Werbeanzeigen nimmt er mit.
- 03Käufer zahlt und bekommt die E-RechnungDer Käufer wählt Privatperson oder Unternehmen, bestätigt bei digitalen Inhalten den Verzicht auf das Widerrufsrecht und zahlt. Die ZUGFeRD-Rechnung steht sofort auf der Bestätigungsseite zum Download.
- 04Zugang und Buchhaltung laufen von selbstRechnungskit schaltet den Käufer in Memberspot oder Ghost frei, meldet den Kauf auf Wunsch an Meta Ads und legt die Rechnung GoBD-sicher ab. Die Steuerkanzlei holt sich den DATEV-Export.
Verkaufen ohne Plattform dazwischen
Die üblichen Kursplattformen und Reseller stellen sich zwischen dich und den Käufer: Sie schließen den Vertrag, sie stellen die Rechnung, sie behalten eine prozentuale Provision. Dafür bekommst du eine Auszahlung, die du selbst wieder verbuchen musst. Für viele Anbieter war das lange der einfachste Weg, weil eine eigene Abrechnung mit EU-Umsatzsteuer und Buchhaltung aufwendig war.
Rechnungskit dreht das um. Du verkaufst unter deinem Namen, mit deinem Zahlungsanbieter, und zwar mit Stripe, Mollie, PayPal oder Unzer. Der Käufer sieht deinen Checkout, deine Rechtstexte und deine Rechnung.
Und Rechnungskit rechnet je Beleg ab, nicht prozentual vom Umsatz.
Was der Käufer sieht
Der Zahlungslink aus dem Produkt-Checkout führt auf eine Checkout-Seite unter deinem Namen. Der Käufer gibt seine Rechnungsadresse an, wählt Privatperson oder Unternehmen und bei Unternehmen die USt-IdNr., die Rechnungskit live beim Bundeszentralamt für Steuern prüft. Für digitale Inhalte bestätigt er vor dem Kauf, dass die Bereitstellung sofort beginnt und er damit auf sein Widerrufsrecht verzichtet (§ 356 Abs. 5 BGB). Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung sind deine eigenen und werden verlinkt.
Nach der Zahlung landet er auf der Bestätigungsseite und kann seine Rechnung sofort als PDF herunterladen. Hast du den Rechnungsversand per E-Mail eingeschaltet, geht sie zusätzlich in deinem Namen raus. Eine eigene Danke-Seite bindest du über die Return-URL am Produkt an.
Umsatzsteuer bei Online-Kursen
Ein Videokurs, den der Käufer nach der Zahlung selbst durcharbeitet, ist umsatzsteuerlich eine elektronisch erbrachte Leistung. Für deutsche Privatkunden gilt der volle Steuersatz. Für Privatkunden aus anderen EU-Ländern gilt oberhalb der Bagatellgrenze von 10.000 Euro, oder wenn du auf sie verzichtest, der Steuersatz des Wohnsitzlandes (§ 3a Abs. 5 UStG); die Meldung läuft über das OSS-Verfahren. Rechnungskit kennt die Sätze aller EU-Länder und stellt die OSS-Meldung zusammen.
Kauft ein Unternehmen aus dem EU-Ausland mit gültiger USt-IdNr., greift Reverse Charge: Die Rechnung weist keine deutsche Umsatzsteuer aus und trägt den Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers. Rechnungskit prüft die Nummer beim Kauf und stellt die Rechnung entsprechend aus. Bist du Kleinunternehmer nach § 19 UStG, weist der Checkout keine Umsatzsteuer aus und die Rechnung trägt den Hinweis dazu.
Zwei Fälle liegen daneben. Live-Formate mit Interaktion, etwa ein Webinar mit Fragerunde, sind keine elektronisch erbrachten Leistungen und folgen anderen Ortsregeln. Und eine Steuerbefreiung für Unterricht nach § 4 Nr. 21 UStG setzt eine Bescheinigung der Landesbehörde voraus. Beides klärst du mit deiner Steuerkanzlei.
Kurszugang ohne Zapier
Hast du deine Kurse in Memberspot, verbindet Rechnungskit die Kursplattform direkt: Nach der Zahlung schaltet es das zugeordnete Angebot frei, Memberspot legt bei Bedarf das Konto an und verschickt die Einladung. Läuft deine Community in Ghost, setzt Rechnungskit stattdessen die passende Mitgliedschaftsstufe. Endet ein Abo oder wird ein Kauf voll erstattet, nimmt Rechnungskit den Zugang wieder zurück; bei Zahlungserinnerungen bleibt er bestehen.
Für andere Plattformen gibt es den Checkout-Webhook: Er meldet jeden Kauf mit Produkt, Käufer und Rechnungsnummer an Make, Zapier, n8n oder dein eigenes System. Und wer Käufe aus Werbeanzeigen messen will, meldet sie serverseitig an Meta Ads, ohne Pixel im Checkout.
Was bei der Steuerkanzlei ankommt
Jeder Kauf wird zur E-Rechnung im ZUGFeRD-Format, das den strukturierten XML-Teil enthält, den Geschäftskunden ab 2027 verlangen dürfen. Die Rechnung wird mit Hash im GoBD-Archiv abgelegt und liegt im DATEV-Export mit Erlöskonto, Steuersatz und Leistungsdatum bereit; OSS-Umsätze tragen Bestimmungsland und EU-Steuersatz in den Feldern, die DATEV für die OSS-Auswertung liest. Verkaufst du Zugänge mit fester Laufzeit oder Jahresmitgliedschaften und bilanzierst, spielt die Rechnungsabgrenzung eine Rolle; wann sie greift, steht im Artikel zu pRAP bei Online-Kursen. Mitgliedschaften mit monatlicher Zahlung richtest du im Abo-Checkout ein.
Häufige Fragen zur E-Rechnung Software
Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ist keine Steuerberatung (§ 5 StBerG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Die steuerliche Bewertung im Einzelfall bleibt deine Entscheidung, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei.
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