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Rechnungskit

Stripe verbinden

Aktualisiert am

Stripe wird mit einem einzigen Schlüssel verbunden, alles Weitere richtet Rechnungskit automatisch ein. Aus jeder Stripe-Zahlung, jeder Abo-Rechnung aus Stripe Billing und jeder Stripe-Rechnung mit Zahlungsziel wird eine E-Rechnung mit deinem Nummernkreis, auf Wunsch per Mail an deinen Kunden. Im DATEV-Export bucht Rechnungskit danach die Zahlung über den Debitor, die Stripe-Gebühren und die Auszahlung.

Eine Verbindung · drei Wege
Von Stripe bis in den DATEV-Export
In Stripe
ZahlungCheckout, Payment Link oder API
Abo-RechnungStripe Billing, mit Positionen und Leistungszeitraum
Rechnung mit ZahlungszielDein Kunde überweist später
Rechnungskit
  1. Erkennt den Wegje Vorgang, ohne Umstellen
  2. Erstellt die E-RechnungZUGFeRD mit deinem Nummernkreis, im GoBD-Archiv
  3. Verschickt sieper Mail an deinen Kunden, wenn du den Versand eingeschaltet hast
DATEV-Export
ZahlungGeldtransit an Debitor, je Zahlung
GebührenNebenkosten des Geldverkehrs, gesammelt je Auszahlung
AuszahlungBank an Geldtransit
Erlös und Umsatzsteuer kommen nur aus dem Erlösstapel. Kontonummern und ein Rechenbeispiel stehen unter Gebühren und Auszahlungen.

Einrichtung

Stripe verlangt für Schlüssel an Drittanwendungen inzwischen eine definierte Berechtigungsrichtlinie. Ein neuer Standard-Secret-Key ohne definierte Rechte funktioniert dafür nicht mehr, deshalb legst du einen eingeschränkten Schlüssel an.

  1. Öffne im Stripe-Dashboard Entwickler → API-Schlüssel und klicke bei „Restricted keys“ auf „Create restricted key“.

    Stripe-Dashboard, Seite API keys: die Karte Restricted keys mit dem Text „Create a key with specific access limits and permissions for greater security“, rechts der rot markierte Knopf „Create restricted key“

  2. Fragt Stripe, wie du den Schlüssel nutzt, wähle „Providing this key to a third-party application“, denn Rechnungskit ist die Drittanwendung. Nicht „Powering an integration you built“ und nicht „Authorising an AI agent“.

    Stripe-Dialog „Create a restricted key“ mit der Frage „How will you be using this key?“: drei Optionen, rot markiert ist „Providing this key to a third-party application“, darüber „Powering an integration you built“, darunter „Authorising an AI agent“

  3. Trage als Name „Rechnungskit“ und als URL https://rechnungskit.de ein und setze den Haken bei „Customise permissions for this key“. Danach stellst du die Rechte so ein, wie es die Tabelle unten zeigt.

    Stripe-Dialog „Create a restricted key“, Schritt Enter website details: Name „Rechnungskit“, URL https://rechnungskit.de und der gesetzte Haken „Customise permissions for this key“

  4. Erstelle den Schlüssel und kopiere ihn. Nimm den Live-Schlüssel (rk_live_...), auch wenn du Rechnungskit erst testest. Rechnungskit liest überwiegend nur mit und löst von sich aus keine Zahlungen aus. Abbuchungen gibt es nur, wenn du selbst über den Rechnungskit-Checkout oder Rechnungskit-Abos verkaufst (siehe unten). Ein Test-Schlüssel (rk_test_... oder sk_test_...) verbindet Stripes leere Sandbox, in der deine echten Zahlungen nie erscheinen, es kommen also keine Daten in Rechnungskit an. Zum gefahrlosen Ausprobieren nimmst du den Live-Schlüssel plus den Rechnungskit-Testmodus: Dort entstehen nur TEST-Belege, und nichts wird versendet oder exportiert. Für Checkout und Abos im Testmodus trägst du den Test-Key zusätzlich im Feld „Test-Zugangsdaten“ unter der Karte ein, siehe Checkout und Abos im Testmodus.

  5. Füge den Schlüssel unter Verbindungen → Connect bei Stripe ein. Rechnungskit prüft ihn direkt gegen dein Stripe-Konto.

  6. Den Webhook legt Rechnungskit automatisch in deinem Stripe-Konto an, inklusive Signatur-Prüfung. Im Stripe-Dashboard musst du nichts konfigurieren.

So sieht die verbundene Stripe-Karte aus:

Rechnungskit, Verbindungen → Connect, Karte Stripe im Demo-Konto: acct_1Kx9 mit „Signatur aktiv“, Schalter an, „Live-Modus“, Knöpfe „Schlüssel erneuern“ und „Zuordnung“, darunter der Hinweis „Bei Stripe-Abos: Stripe-Rechnungsmails abschalten“ mit „In Stripe öffnen“ und „Erledigt, Mails sind aus“, ganz unten „Webhook automatisch eingerichtet“ mit „Details anzeigen“

Was die Stripe-Anbindung insgesamt bringt, zeigt die Integrationsseite rechnungskit.de/integrationen/stripe.

Berechtigungen des Schlüssels

Die Tabelle folgt der Reihenfolge in Stripes Dialog. „Read“ heißt Lesen, „Write“ heißt Schreiben und schließt Lesen ein. Rechte mit „immer“ braucht jede Verbindung, die übrigen nur für die genannte Funktion. Steht ein Recht zweimal in der Tabelle und brauchst du beide Funktionen, stellst du „Write“ ein.

Stripe-Bereich → Recht Einstellung Wofür
Core → Balance Read immer Auszahlungen in ihre Posten zerlegen
Core → Balance Transaction Sources Read immer zu jedem Auszahlungsposten die Zahlung oder Erstattung erkennen
Core → Charges and Refunds Read immer Zahlungsdetails und Erstattungen
Core → Customers Read nur wenn du Stripe-Abos (Billing) oder Stripe-Rechnungen mit Zahlungsziel nutzt
Core → Customers Write nur wenn du Rechnungskit-Abos über Stripe nutzt oder Bestellungen per API mit „stripe_transfer“ schickst
Core → Funding Instructions Write nur wenn du Stripe-Rechnungen mit Zahlungsziel nutzt (virtuelle IBAN deines Kunden)
Core → Payment Intents Read immer Zahlungen abrufen, daran prüft Rechnungskit auch den Schlüssel
Core → Payment Intents Write nur wenn du Rechnungskit-Abos über Stripe nutzt (Folgebuchungen) oder „stripe_transfer“
Core → Payment Methods Read nur wenn du Abos aus Stripe Billing übernimmst (Zahlungsmittel der Abos prüfen)
Core → Payment Methods Write nur wenn du Rechnungskit-Abos über Stripe nutzt (Zahlungsmittel des Mandats)
Core → Payouts Read immer Auszahlungen
Core → Products Read immer Stripe-Produkte in den Produktkatalog übernehmen
Core → Setup Intents Read nur wenn du Rechnungskit-Abos über Stripe nutzt (Mandat bei Abos mit Testphase)
Billing → Invoices Read nur wenn du Stripe-Abos (Billing) oder Stripe-Rechnungen mit Zahlungsziel nutzt
Billing → Tax Rates Read nur wenn du Stripe-Abos (Billing) nutzt
Billing → Tax Rates Write nur wenn du den Rechnungskit-Checkout über Stripe nutzt (legt die Inklusiv-Steuersätze für die Bezahlseite an)
Billing → Prices Read immer Preise zu den Produkten
Billing → Subscriptions Write nur wenn du Abos aus Stripe Billing übernimmst (einlesen und zum Periodenende beenden)
Checkout Sessions Write nur wenn du den Rechnungskit-Checkout oder Rechnungskit-Abos über Stripe nutzt
Webhook Endpoints Write immer Webhook automatisch einrichten
Alles andere None auch die Billing-Meter-Einträge

Fehlen Rechte, nennt der Verbinden-Dialog die fehlenden Grundrechte. Vollständig ist nur diese Tabelle.

Was automatisch passiert

  • Eingehende Zahlungen kommen in Echtzeit per signiertem Webhook an und werden Bestellungen zugeordnet.
  • Erstattungen erzeugen automatisch die passende Stornorechnung, auch centgenau bei Teilerstattungen.
  • Rücklastschriften (Disputes) erzeugen keinen automatischen Storno, sie öffnen den Posten wieder und landen zur Klärung in deinen Aufgaben, inklusive Dispute-Gebühr.
  • Abos: jede wiederkehrende Zahlung wird eine eigene Rechnung mit korrektem Leistungszeitraum.
  • Stripe Billing als Datenquelle: Nutzt du Stripe-Abos oder Payment Links, kommen auch die Bestelldaten aus Stripe, ein Shop ist nicht nötig. Jede Stripe-Rechnung wird automatisch als Bestellung mit echten Positionen übernommen, Stripe-Produkte landen im Produktkatalog (Produkte → Alle Produkte, „Produkte synchronisieren“). Dafür in der Zuordnung der Stripe-Verbindung als Verkaufsgrundlage „Stripe Abos (Billing)“ wählen; bei neuen Verbindungen ohne Shop ist das automatisch voreingestellt. Eine zweite Verbindung ist nicht nötig.
  • Wichtig bei Abos: Stripes eigene Rechnungsmails abschalten, sonst bekommen Kunden zwei Rechnungen für denselben Kauf (die Rechnung von Rechnungskit ist der steuerlich gültige Beleg). Im Stripe-Dashboard unter Abrechnung die Option „Fertige Rechnungen und Stornorechnungen an Kundinnen/Kunden versenden“ deaktivieren. Rechnungskit erinnert an diesen Schritt an zwei Stellen: als kurzer Hinweis an der Stripe-Verbindung (Verbindungen → Connect) und noch einmal ausführlich beim Go-Live, genau dann wird es relevant, denn im Testmodus versendet Rechnungskit ohnehin nichts. An beiden Stellen bestätigst du das Abschalten einmal, danach verschwindet der Hinweis überall.
  • Zum Stripe-Webhook ist nichts zu tun: Rechnungskit registriert ihn beim Verbinden automatisch im Stripe-Konto, die angezeigte URL dient nur zur Kontrolle.

Stripe als Payment oder Stripe Billing (Abos): Rechnungskit erkennt es automatisch

Es ist eine einzige Stripe-Verbindung, und Rechnungskit unterscheidet automatisch pro Vorgang, du musst nichts umstellen:

  • Normale Zahlung (Checkout, Payment Link, API): Rechnungskit baut den Beleg aus der Zahlung und der zugeordneten Bestellung.
  • Stripe Billing (Abo): Stripe stellt die Abo-Rechnung selbst mit Positionen aus, Rechnungskit liest genau diese Daten ein und macht daraus eine vollwertige E-Rechnung mit deinem Nummernkreis. Nutzt du beides parallel, laufen beide Wege über dieselbe Verbindung.
Dieselbe Verbindung · je Vorgang erkannt
Stripe Payments und Stripe Billing im Vergleich
Stripe PaymentsZahlung
Beleg entstehtbei der Zahlung (Checkout, Payment Link, API)
Positionenaus der zugeordneten Bestellung
ErstattungStornorechnung, auch centgenau
RücklastschriftPosten wieder offen, Aufgabe
Stripe BillingAbo
Beleg entstehtaus der Abo-Rechnung von Stripe
Positionenaus Stripe, Produkte landen im Katalog
Leistungszeitraumaus den Positionen, auch in der E-Rechnung
Dein SchrittStripes Rechnungsmails abschalten
Verkaufsgrundlage für Abos ist „Stripe Abos (Billing)“, bei neuen Verbindungen ohne Shop ist sie voreingestellt.

Stripe-Rechnungen mit Zahlungsziel (Zahlung auf Rechnung)

Verschickst du in Stripe Rechnungen, die dein Kunde später bezahlt (in Stripe „Rechnung senden“, technisch collection_method send_invoice), kann Rechnungskit die E-Rechnung schon erstellen, wenn Stripe die Rechnung finalisiert. Dein Kunde bekommt sie dann vor der Zahlung, mit Zahlungsziel.

Schalter in den Belegregeln
Stripe-Rechnung mit Zahlungsziel, Schritt für Schritt
  1. In StripeRechnung finalisiert
  2. RechnungskitE-Rechnung mit virtueller IBANVerwendungszweck: exakt die Stripe-Nummer
  3. Dein Kundeüberweistnur per Überweisung, ohne Bezahllink
  4. Stripeordnet die Zahlung zu
  5. RechnungskitPosten bezahltautomatisch
Du stornierst die Rechnung in StripeDer offene Posten schließt sich
Stornorechnung
Gutschrift auf die offene RechnungDer offene Betrag sinkt
Korrekturrechnung
Als uneinbringlich markiertDen Forderungsausfall bucht deine Steuerkanzlei
Abgeschrieben, kein Storno
Überweisung ohne ZuordnungDas Geld liegt im Stripe-Guthaben des Kunden. Nach 75 Tagen versucht Stripe die Rückzahlung, ohne Kontodaten geht es bis zum 90. Tag in dein Stripe-Guthaben
Aufgabe
Recht „Funding Instructions“ fehltRote Meldung, nach dem Ergänzen „Behoben, jetzt prüfen“ klicken
Keine Rechnung
Unsere Rechnungsnummer steht bewusst nicht im Verwendungszweck, sonst erkennt Stripe die Rechnung nicht sicher.

So schaltest du es ein:

  1. Öffne die Belegregeln, Karte „Stripe-Rechnungen mit Zahlungsziel“, und setze den Haken „Rechnung sofort von Rechnungskit erstellen“. Der Schalter ist standardmäßig aus. Ist er aus, entsteht der Beleg wie bisher erst, wenn Stripe die Zahlung meldet.
  2. Beim Einschalten bestätigst du, dass Stripes Rechnungsmails und Erinnerungen aus sind, und Rechnungskit prüft sofort das nötige Recht am Stripe-Schlüssel.
  3. Der Schalter gilt nur für Rechnungen, die Stripe nach dem Einschalten finalisiert. Ältere hat Stripe womöglich schon selbst verschickt, sie bleiben deshalb, wie sie sind. Abos mit automatischem Einzug betrifft der Schalter nicht.

Rechnungskit, Belegregeln, Karte „Stripe-Rechnungen mit Zahlungsziel“ mit Stripe-Logo: Erklärtext, dass Rechnungskit die E-Rechnung beim Versand statt nach der Zahlung erstellen kann, mit der Stripe-Bankverbindung des Kunden und der Stripe-Nummer als Verwendungszweck; darunter der nicht gesetzte Haken „Rechnung sofort von Rechnungskit erstellen“ mit dem Hinweis, dass er für Stripe-Rechnungen gilt, die nach dem Einschalten finalisiert werden

Was auf der Rechnung steht:

  • Die Stripe-Bankverbindung deines Kunden. Stripe vergibt jedem Kunden eine eigene virtuelle IBAN. Überweist er dorthin, ordnet Stripe das Geld automatisch seiner offenen Rechnung zu.
  • Als Verwendungszweck die Stripe-Rechnungsnummer, ohne jeden Zusatz. Stripe erkennt die Rechnung nur, wenn genau diese Nummer im Verwendungszweck steht. Schreibt dein Kunde noch etwas dazu, gleicht Stripe nach Betrag ab und kann bei mehreren offenen Rechnungen gleicher Höhe eine andere treffen. Unsere Rechnungsnummer steht deshalb bewusst nicht im Verwendungszweck.
  • Das Zahlungsziel aus Stripe, damit beide Seiten dasselbe Datum nennen.

Die Rechnungsmail an deinen Kunden enthält zusätzlich einen Überweisungsblock mit Betrag, Fälligkeit, IBAN, BIC, Kontoinhaber und Verwendungszweck. Bezahlt wird nur per Überweisung, einen Bezahllink gibt es bei diesen Rechnungen nicht. Zahlt dein Kunde, markiert Rechnungskit den offenen Posten unter /receivables automatisch als bezahlt.

Was du danach in Stripe an der Rechnung änderst, folgt bei Rechnungskit automatisch:

  • Stornierst du sie, entsteht eine Stornorechnung und der offene Posten schließt sich.
  • Eine Gutschrift auf die offene Rechnung wird zur Korrekturrechnung und senkt den offenen Betrag.
  • Markierst du sie als uneinbringlich, wird der offene Posten abgeschrieben, ohne Storno. Den Forderungsausfall bucht deine Steuerkanzlei.
  • Kann Stripe eine Überweisung keiner Rechnung zuordnen, bleibt das Geld im Stripe-Guthaben des Kunden. Rechnungskit legt dafür eine Aufgabe an. Wende das Guthaben in Stripe beim Kunden an, danach schließt sie sich automatisch. Wartest du zu lange, greifen Stripes Fristen: Nach 75 Tagen versucht Stripe, das Geld an den Kunden zurückzuzahlen, ohne Kontodaten geht es bis zum 90. Tag in dein Stripe-Guthaben.

Für die Bankverbindung braucht der Stripe-Schlüssel zusätzlich das Recht „Funding Instructions“ Schreiben. Fehlt es, erstellt Rechnungskit die Rechnung nicht und verschickt nichts. Deine eigene Hausbank-IBAN setzen wir nie ein, sonst ginge das Geld an Stripe vorbei und die Stripe-Rechnung bliebe offen. Du bekommst sofort eine E-Mail mit Anleitung, auf dem Dashboard erscheint ein roter Hinweis, und die Karte in den Belegregeln zeigt, wie viele Rechnungen warten. Nach dem Ergänzen klickst du dort auf „Behoben, jetzt prüfen“: Rechnungskit prüft das Recht sofort, erstellt die zurückgehaltenen Rechnungen und zeigt dir, welche entstanden sind. Ohne Klick prüft Rechnungskit alle vier Stunden erneut. Fehlt das Recht später wieder, öffnet sich die Aufgabe erneut.

Wichtig: Schalte in Stripe die Rechnungsmails und Zahlungserinnerungen ab, sonst bekommt dein Kunde zusätzlich Stripes eigene Rechnung mit einer anderen Nummer. Das gilt auch, wenn deine Anwendung Rechnungen per API ausdrücklich versendet (invoices/send): Dieser Aufruf verschickt Stripes Mail trotz der Einstellung.

Kommt die Rechnung aus deiner eigenen Anwendung statt aus Stripe, gibt es einen zweiten Weg ohne Stripe-Rechnung und ohne Invoicing-Gebühr: die Bestellung per API mit paymentGateway „stripe_transfer“ (Details in der Wissensdatei zur API-Anbindung). Ausführlich steht alles öffentlich unter rechnungskit.de/wissen/stripe-rechnung-zahlungsziel.

Leistungszeitraum bei Abos

Bei einer Stripe-Billing-Rechnung wird der Leistungszeitraum automatisch aus den Stripe-Daten übernommen, und zwar aus den einzelnen Positionen (der Rechnungskopf beschreibt bei Abos den Abrechnungszyklus, nicht die Leistung). Tragen die Positionen verschiedene Zeiträume, steht auf dem Beleg die Spanne über alle. Er steht auf dem Beleg und strukturiert in der E-Rechnung (ZUGFeRD BG-14). Hat eine Position keinen Zeitraum, bleibt er leer, es entsteht kein Fehler.

Rechnungsabgrenzung (pRAP) im DATEV-Export

Reicht der Leistungszeitraum eines Abos über den Rechnungsmonat hinaus (zum Beispiel ein Jahresabo oder eine Periode über den Jahreswechsel), kann Rechnungskit die passive Rechnungsabgrenzung nach § 250 Abs. 2 HGB automatisch im DATEV-Export buchen: im Rechnungsmonat die Einstellung (Erlöskonto an pRAP) und in jedem Folgemonat die Auflösung (pRAP an Erlöskonto), netto und nach der in den DATEV-Einstellungen gewählten Abgrenzungsmethode über die Monate verteilt (monatlich, taggenau nach 30/360 oder taggenau nach Kalendertagen).

Ein Beispiel mit der Methode „monatlich“: Ein Kunde zahlt im Januar ein Jahresabo für 1.200 Euro netto, Leistungszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember. Die Rechnung bucht 1.200 Euro Erlös. Im Januar stellt der Export 1.100 Euro in den pRAP ein, den Anteil von Februar bis Dezember (SKR03 8400 an 0990, SKR04 4400 an 3900). Von Februar bis Dezember löst er zu jedem Monatsende 100 Euro auf (0990 an 8400 beziehungsweise 3900 an 4400). Jeder Monat trägt so 100 Euro Umsatz. Die Umsatzsteuer entsteht bei einer Vorauszahlung schon mit der Vereinnahmung (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a Satz 4 UStG), die Abgrenzung bewegt deshalb nur den Nettobetrag. Mit 1.200 Euro liegt die Einnahme über 800 Euro, das steuerliche Wahlrecht, auf den Posten zu verzichten (§ 5 Abs. 5 Satz 2 EStG), greift hier also nicht.

Beispiel · Jahresabo 1.200 € netto · Methode monatlich
Im Januar bezahlt, über zwölf Monate verdient
  1. JanuarRechnung, 1.200 € ErlösDavon 100 € für Januar
  2. Januar, Einstellung1.100 € in den pRAP8400 an 0990 (SKR03) · 4400 an 3900 (SKR04)
  3. Februar bis Novemberje 100 € Auflösung0990 an 8400 · 3900 an 4400, zum Monatsende
  4. Dezemberletzte 100 €, pRAP leerJeder Monat trug 100 € Umsatz
Netto, ohne Steuerschlüssel. Nur bei Bilanz und hinterlegtem pRAP-Konto. Welche Konten gelten, entscheidet deine Steuerkanzlei.

Das passiert automatisch, wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind:

  1. Du bilanzierst (nicht EÜR). Bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung gilt das Zufluss-Abfluss-Prinzip, dort gibt es keine Rechnungsabgrenzung, und der Export bucht sie bewusst nicht.
  2. Das pRAP-Konto ist in den DATEV-Einstellungen aktiv hinterlegt (SKR03 0990 beziehungsweise SKR04 3900). Das richtest du einmalig mit deiner Steuerkanzlei ein.
  3. Die Position ist als zeitbezogene Leistung erkannt (Abo, SaaS, digital) mit bestimmbarem Zeitraum.

Fehlt eine dieser Bedingungen, steht der Leistungszeitraum trotzdem immer im Beleg und in der E-Rechnung, aber die Abgrenzung bucht dann die Steuerkanzlei manuell. Welche Konten verwendet werden und ob abgegrenzt wird, entscheidet die Steuerkanzlei, das erzwingt die Software nicht.

Steuerberechnung: Stripe Tax brauchst du nicht

Die Umsatzsteuer-Berechnung für deine Rechnungen ist bei Rechnungskit enthalten, ohne Zusatzkosten: Steuersatz je Land und Produktkategorie (offizielle TEDB-Sätze, monatlich aktualisiert), OSS-Schwellen-Überwachung, Reverse Charge mit qualifizierter USt-IdNr.-Prüfung und Kleinunternehmer-Regelung. Einen kostenpflichtigen Zusatzdienst wie Stripe Tax brauchst du für die Rechnungsstellung mit Rechnungskit nicht. Zur Einordnung: Rechnungskit berechnet die Steuer für den Beleg nach der Zahlung, es verändert nicht den Betrag, den dein Checkout einzieht. Welcher Preis dem Kunden im Checkout angezeigt und belastet wird, steuert weiterhin dein Shop beziehungsweise dein Stripe-Setup.

Was kostet die Stripe-Anbindung

Die Stripe-Anbindung ist bei Rechnungskit inklusive, und Rechnungskit berechnet keinen Aufschlag pro Zahlung (die Rechnungskit-Preise metern Belege, nicht Zahlungsvolumen, siehe /preise). Was bleibt, sind Stripes eigene Transaktionsgebühren, die du direkt an Stripe zahlst; nach Stripes Standard-Preisliste für Deutschland (stripe.com/de/pricing, Stand September 2026): 1,5 % + 0,25 EUR je EWR-Standardkarte, 2,8 % + 0,25 EUR je EWR-Premiumkarte, 3,15 % + 0,25 EUR bei internationalen Karten und 0,35 EUR je SEPA-Lastschrift; individuelle Konditionen mit Stripe gehen vor. Rechnungskit weist diese Stripe-Gebühren in der Buchhaltung automatisch getrennt aus (siehe nächster Abschnitt).

Gebühren und Auszahlungen

Stripe meldet jede Auszahlung per Webhook. Rechnungskit zerlegt sie automatisch in ihre Bestandteile: enthaltene Zahlungen, Erstattungen und Stripe-Gebühren, jeweils als eigene Position für die Buchhaltung (Gebühren werden nicht mit dem Umsatz verrechnet, sondern getrennt ausgewiesen). Ergebnis siehst du unter /payouts, Abweichungen landen in der Klärungsliste.

Im DATEV-Zahlungsexport bucht Rechnungskit jede Stripe-Zahlung einzeln auf ein eigenes Stripe-Geldtransitkonto (vorbelegt SKR03 1360, SKR04 1460), gegen den Debitor der zugehörigen Rechnung. Erlös und Umsatzsteuer kommen nur aus dem Erlösstapel. Die Gebühren, die Stripe von den Zahlungen einbehält, bucht Rechnungskit gesammelt je Auszahlung auf Nebenkosten des Geldverkehrs (vorbelegt SKR03 4970, SKR04 6855) gegen das Geldtransitkonto, mit der Auszahlungsreferenz im Buchungstext und vorbelegt mit dem DATEV-Steuerschlüssel 506 für Reverse Charge auf sonstige Leistungen aus dem EU-Ausland. Die Auszahlung bucht als Bank an Geldtransit (vorbelegt SKR03 1200, SKR04 1800), eine Erstattung als genaue Umkehr der Zahlung über dasselbe Geldtransitkonto (Debitor an Geldtransit). Eine Rücklastschrift bucht Geldtransit im Haben gegen den Debitor, die Forderung ist damit wieder offen. Alle Konten und Schlüssel kann deine Steuerkanzlei unter Einstellungen, DATEV ändern.

Ein Rechenbeispiel mit Beispielwerten: Ein Kunde zahlt 119,00 Euro mit einer EWR-Standardkarte. Stripe behält 2,04 Euro Gebühr ein (1,5 % + 0,25 Euro, gerundet) und zahlt 116,96 Euro aus. Mit dem Sammeldebitor (SKR03 1400, SKR04 1200) entstehen diese Buchungen:

  • Rechnung (Erlösstapel): Debitor an Erlöse 19 %, 119,00 Euro, also SKR03 1400 an 8400, SKR04 1200 an 4400.
  • Zahlung: Geldtransit an Debitor, 119,00 Euro, also SKR03 1360 an 1400, SKR04 1460 an 1200.
  • Gebühr: Nebenkosten des Geldverkehrs an Geldtransit mit Steuerschlüssel 506, 2,04 Euro, also SKR03 4970 an 1360, SKR04 6855 an 1460.
  • Auszahlung: Bank an Geldtransit, 116,96 Euro, also SKR03 1200 an 1360, SKR04 1800 an 1460.

Danach stehen Debitor und Geldtransitkonto auf null.

Beispielwerte · Sammeldebitor · Voreinstellungen
119,00 € Kartenzahlung, 2,04 € Gebühr, 116,96 € Auszahlung
SKR03Soll an Haben · Betrag
Rechnung1400 an 8400 · 119,00
Zahlung1360 an 1400 · 119,00
Gebühr, BU 5064970 an 1360 · 2,04
Auszahlung1200 an 1360 · 116,96
SKR04Soll an Haben · Betrag
Rechnung1200 an 4400 · 119,00
Zahlung1460 an 1200 · 119,00
Gebühr, BU 5066855 an 1460 · 2,04
Auszahlung1800 an 1460 · 116,96
Die Rechnung kommt aus dem Erlösstapel, die drei übrigen Zeilen aus dem Zahlungsstapel. Debitor und Geldtransit gleichen sich aus.

Was Rechnungskit dabei nicht macht: Die monatliche Gebührenrechnung von Stripe lädt Rechnungskit nicht herunter und archiviert sie nicht; du findest sie im Stripe-Dashboard unter Einstellungen, Dokumente (Stripe stellt sie bis zum 10. des Folgemonats bereit) und gibst sie deiner Steuerkanzlei. Gebühren, die Stripe nicht je Zahlung, sondern als eigenen Posten vom Guthaben abzieht (etwa für Zusatzprodukte), stehen in der zerlegten Auszahlung, werden im DATEV-Export aber nicht als Gebühr gebucht; diese Posten bucht die Steuerkanzlei anhand der Stripe-Rechnung. Die Vorbelegung des Steuerschlüssels geht von vollem Vorsteuerabzug aus; als Kleinunternehmer lässt du die Gebührenzuordnung von deiner Steuerkanzlei anpassen. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung erstellt Rechnungskit nicht.

Zur Einordnung (keine Steuerberatung): Stripe erbringt seine Leistungen für europäische Konten aus Irland und berechnet keine Umsatzsteuer auf die Gebühren (Stripe Support, Taxation of Stripe fees). Für ein Unternehmen in Deutschland liegt der Leistungsort in Deutschland (§ 3a Abs. 2 UStG), die Steuer auf die Gebühren schuldest du selbst (§ 13b Abs. 1 und Abs. 5 UStG) und ziehst sie bei vollem Vorsteuerabzug im selben Monat wieder ab (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 UStG). In der Voranmeldung 2026 stehen die Gebühren in Kennzahl 46 (Bemessungsgrundlage) und 47 (Steuer), die Vorsteuer in Kennzahl 67. Kleinunternehmer schulden die Steuer ebenfalls, haben aber keinen Vorsteuerabzug und geben für diese Monate eine Voranmeldung ab (§ 18 Abs. 4a UStG). In die Zusammenfassende Meldung gehören die Gebühren nicht, dort stehen nur eigene Leistungen an EU-Unternehmer (§ 18a UStG). Ob Stripes Gebühren ganz oder teilweise als Zahlungsverkehr steuerfrei sind (§ 4 Nr. 8 Buchst. d UStG), ist nicht ausdrücklich entschieden; das klärt deine Steuerkanzlei.

Stripe Technology Europe Ltd ist die irische Gesellschaft von Stripe in Dublin, von der Central Bank of Ireland als E-Geld-Institut zugelassen (Referenznummer C187865). Sie erbringt die Zahlungsdienste und steht deshalb meist als Absender der Stripe-Auszahlung auf dem Kontoauszug. Vertragspartner für Stripe-Konten im EWR ist Stripe Payments Europe Ltd. Buchungssätze für SKR03 und SKR04 mit Rechenbeispiel stehen öffentlich unter Stripe-Gebühren buchen, die Wege zum DATEV-Stapel unter Stripe DATEV-Schnittstelle.

Grenzen, ehrlich benannt

  • ✓ Der Schlüssel wird verschlüsselt gespeichert und nie wieder angezeigt. Zum Rotieren trägst du einfach einen neuen ein.
  • ✓ Als Schlüssel nimmst du einen eingeschränkten Schlüssel (rk_live_...) mit den Rechten aus der Tabelle oben. Einen geheimen Standardschlüssel (sk_live_...) nimmt Rechnungskit technisch ebenfalls an, etwa bei bestehenden Verbindungen.
  • ✗ Ein Test-Schlüssel (sk_test_ oder rk_test_) verbindet nur Stripes Sandbox: Es kommen keine echten Zahlungen herein und es entstehen keine echten Belege. Auch zum Ausprobieren gehört deshalb der Live-Schlüssel hinein; den Schutz übernimmt der Rechnungskit-Testmodus.
  • ✗ Stripe Payment Links oder manuell erzeugte Zahlungen ohne Bestellbezug ordnet Rechnungskit nicht von allein zu. Sie brauchen eine Zuordnung über die Bestellnummer oder landen zur Klärung in den Aufgaben.
  • ✗ Stripes monatliche Gebührenrechnung lädt Rechnungskit nicht herunter, und die Umsatzsteuer-Voranmeldung erstellt es nicht (siehe Gebühren und Auszahlungen).
  • ✗ Stripe Connect (Marketplace) wird nicht unterstützt. Rechnungskit bindet Stripe mit einem einzigen Konto an, und alle Belege werden diesem Konto zugeordnet. Betreibst du eine Plattform, über die angebundene Händler (connected accounts) an Endkunden verkaufen, und behältst du je Verkauf eine Provision (application_fee) ein, dann bildet Rechnungskit das aktuell nicht ab. Ein Verbinden über den Plattform-Schlüssel würde Umsätze und Umsatzsteuer dem falschen Konto zuordnen, deshalb ist es bewusst nicht freigegeben. Hintergrund für die Einordnung: Bei einem Marktplatz stellt in der Regel der jeweilige Händler die Endkundenrechnung (die Plattform darf sie höchstens in dessen Namen erzeugen), und die einbehaltene Provision ist ein eigener Umsatz der Plattform an den Händler mit separater Rechnung, nicht eine Kürzung des Händlerumsatzes. Wer nach den tatsächlichen Verträgen und dem Außenauftritt gegenüber dem Endkunden auftritt, entscheidet, wessen Rechnung nötig ist. Die Stripe-Begriffe destination charge, direct charge oder Merchant of Record legen das allein nicht fest. Wenn das für dich relevant ist, sag der Steuerkanzlei Bescheid und melde dich bei uns, dann klären wir deinen konkreten Fall.

Rechnungskit-Abonnements über Stripe

Rechnungskit-Abos können statt über Mollie auch über dein Stripe-Konto einziehen: Unter Einstellungen, Verbindungen wählst du Stripe als Anbieter für Abonnements. Der Käufer richtet sein Zahlungsmittel (Karte oder SEPA-Lastschrift) einmal auf einer von Stripe gehosteten Seite ein; die erste Abbuchung passiert direkt dabei, die Folgebuchungen löst Rechnungskit automatisch je Periode aus. Stripe Billing wird dafür nicht benötigt und nicht verändert. Jede Abbuchung wird wie gewohnt zur eigenen Rechnung mit Leistungszeitraum, GoBD-Archiv und DATEV-Export. Die nötigen Schlüsselrechte stehen in der Tabelle oben.

Bestehende Stripe-Billing-Abos kannst du zum Periodenende zu Rechnungskit-Abos umziehen, ohne dass Kunden ein Mandat neu einrichten (unter Abonnements, „Übernahme aus Stripe Billing“). Details in der Wissensbasis unter Abonnements, Abschnitt „Übernahme aus Stripe Billing“.

So findest du es in der App

Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.

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