Auszahlungs-Abgleich für Zahlungsanbieter
Rechnungskit zerlegt jede Auszahlung deiner Zahlungsanbieter in Zahlungen, Gebühren und Erstattungen und gleicht jede Position gegen deine Rechnungen ab. Gebühren werden nie mit Umsätzen verrechnet. Geht eine Auszahlung nicht auf den Cent auf, wird die Differenz zur Aufgabe, statt still weggerundet zu werden.
Warum das wichtig ist
Auf dem Bankkonto kommt eine Sammelüberweisung an, in der viele Verkäufe, abgezogene Gebühren und Erstattungen stecken. Um sie zu buchen, muss jemand den Bericht des Anbieters herunterladen, Positionen zuordnen und Gebühren herausrechnen. Fehlt eine Zahlung oder ist eine doppelt erfasst, fällt das oft erst beim Jahresabschluss auf.
Was passiert mit einer Auszahlung?
Rechnungskit holt jede Auszahlung beim Anbieter ab und legt ihre Bestandteile einzeln an: Zahlungen, Erstattungen, Gebühren und die Korrekturpositionen, die Anbieter selbst ausweisen, etwa Rundungen oder Einbehalte. Jede Position wird dann gegen die Zahlungen und Rechnungen in Rechnungskit geprüft.
Die Gebühren übernimmt Rechnungskit so, wie der Anbieter sie berechnet hat. Liefert ein Anbieter Beträge mit Bruchteilen von Cents, bildet Rechnungskit die Summe exakt und rundet nur einmal. Der Rest wird so auf die Positionen verteilt, dass ihre Summe immer dem echten Gesamtbetrag entspricht. Intern rechnet Rechnungskit ausschließlich in ganzen Cents.
Wann meldet sich Rechnungskit?
Eine Aufgabe „Positionen ungeklärt“ entsteht, wenn sich zu einer Position keine Zahlung finden lässt. Das gilt auch dann, wenn die Auszahlung in der Summe auf den Cent aufgeht. Eine Differenz ist ein Hinweis auf eine fehlende, doppelte oder falsch bewertete Transaktion, deshalb wird sie nie weggerundet.
Zwei häufige Fälle klärt Rechnungskit selbst:
- Erstattungen bei Shopify Payments. Shopify bucht sie unter der Transaktionsnummer der Rückzahlung. Rechnungskit löst sie über die mitgelieferte Bestellung auf, wenn diese genau eine Zahlung des Anbieters hat.
- Erstattungen zu Altbestellungen. Eine aktuelle Auszahlung enthält manchmal Rückzahlungen zu Bestellungen, die noch im Altsystem abgerechnet wurden. Diese Positionen bleiben sichtbar, halten aber keine Aufgabe offen.
Akzeptierst du eine verbleibende Differenz, schreibst du eine Begründung dazu. Die Entscheidung wird unveränderlich protokolliert und aufgehoben, sobald die Auszahlung später aufgeht.
Und in der Buchhaltung?
Der DATEV-Export übernimmt Zahlungen, Gebühren und Auszahlungen als eigene Buchungen. Erstattungen buchen gegen das Geldkonto des Anbieters, über den erstattet wurde. So lässt sich die Sammelüberweisung auf dem Bankkonto auf ihre einzelnen Bestandteile zurückführen.
Im Detail
- Automatische Zerlegung in Zahlungen, Gebühren und Erstattungen; Gebühren werden nie mit Umsätzen verrechnet
- Bei Klarna direkt aus dem Settlement: Gebühr je Transaktion plus Provision je Auszahlung
- Bei Unzer aus dem Einzeltransaktionsnachweis (ETN-CSV): Gebühren je Transaktion, netto und brutto getrennt
- Fehlt zu einer Position die Zahlung (verpasster Webhook, Verkauf vor dem Belegstart), holt der Abgleich sie bei Stripe und Mollie automatisch nach
- Geprüft wird jede einzelne Position, nicht nur die Summe
- Gebühren werden in echten Cent-Beträgen des Anbieters übernommen, nie als Prozentsatz nachgerechnet; Rechnungskit erzeugt keine eigenen Rundungsdifferenzen
- Ungeklärte Positionen siehst du sofort und klärst sie mit Begründung; die Entscheidung landet unveränderlich im Audit-Log