Rabatte auf Rechnungen
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Rabatte stehen auf der Rechnung so, dass für jeden Steuersatz nachvollziehbar ist, wie sie Nettoentgelt und Umsatzsteuer mindern. Diese Seite zeigt, wie ein Rabatt auf der Rechnung aussieht, warum er je Steuersatz wirken muss und wie Rabatte aus Shopify, WooCommerce, Stripe Billing und Shopware ankommen.
Wie ein Rabatt auf der Rechnung steht
Auf der Rechnung erscheinen Rabatte aus Shops auf Positionsebene. Bei einer vergünstigten Position zeigt die Spalte „Gesamt netto“ drei Zeilen:
- den ungeminderten Zeilenbetrag (Menge mal Einzelpreis),
- darunter eine eigene Zeile „Rabatt“ mit dem Abzug,
- darunter das geminderte Nettoentgelt.
So geht die Rechnung in der Betragsspalte auf einen Blick auf: Menge mal Einzelpreis minus Rabatt gleich Nettoentgelt. Ist der Rabatt ein glatter Prozentsatz, steht er mit dabei, etwa „Rabatt 5 %“.
Warum der Rabatt je Steuersatz wirken muss
Bei gemischten Steuersätzen, zum Beispiel 7 % und 19 % in einer Bestellung, muss ein Rabatt anteilig je Steuersatz wirken. Ein einzelner, nicht aufgeteilter Gesamtrabatt wäre bei gemischten Sätzen fehlerhaft. Deshalb ist die Darstellung je Position bewusst so gebaut.
Liegt ein Gesamtrabatt nicht schon je Position vor, verteilt Rechnungskit ihn anteilig nach dem Bruttowert der Positionen auf die Steuersätze. So trägt jede Steuersatzgruppe ihren richtigen Anteil. Gerechnet wird dabei in ganzen Cent, und die Anteile ergeben zusammen exakt den Rabatt.
Rechenbeispiel: Eine Bestellung enthält Kaffee für 50,00 € netto zu 7 % und eine Tasse für 50,00 € netto zu 19 %, dazu 10,00 € Gesamtrabatt (netto).
| Schritt | 7 % (Kaffee) | 19 % (Tasse) | Summe |
|---|---|---|---|
| Bruttowert der Positionen | 53,50 € | 59,50 € | 113,00 € |
| Anteil am Rabatt | 4,73 € | 5,27 € | 10,00 € |
| Nettobetrag nach Rabatt | 45,27 € | 44,73 € | 90,00 € |
| Umsatzsteuer | 3,17 € | 8,50 € | 11,67 € |
| Gesamtbetrag brutto | 101,67 € |
Würde der ganze Rabatt nur bei 19 % abgezogen, stünden dort 7,60 € Umsatzsteuer statt 8,50 € und bei 7 % 3,50 € statt 3,17 €. Die Steuer je Satz wäre dann falsch ausgewiesen.
Was passiert mit einem Warenkorb- oder Gesamtrabatt
Auch ein Rabatt, der im Shop auf die ganze Bestellung gewährt wird, etwa ein Gutscheincode, landet korrekt auf der Rechnung. Er wird anteilig auf die Positionen verteilt. Wie das geschieht, hängt von der Quelle ab:
| Quelle | Was sie liefert | Was auf der Rechnung steht |
|---|---|---|
| Shopify | verteilt einen Bestellrabatt selbst auf die Positionen und meldet den Anteil je Position | Rechnungskit übernimmt genau diese Verteilung |
| WooCommerce | meldet je Position den bereits rabattierten Zeilenbetrag | der Rabatt je Position ergibt sich aus der Differenz zum Ausgangsbetrag |
| Stripe Billing | liefert je Position den bereits rabattierten Betrag | der Rabatt ist dort eingerechnet |
| Shopware | führt einen Rabatt als eigene Rabattposition und teilt ihn bei mehreren Steuersätzen anteilig auf | eine eigene, nach Steuersatz getrennte Position |
| API | einen Nettorabatt je Position im Feld discountNetCents (in Cent), der Einzelpreis bleibt ungemindert |
Rabattzeile an der Position |
| Manuelle Bestellung | Rabatt je Zeile und optional einen Gesamtrabatt | Zeilenrabatt an der Position, Gesamtrabatt als eigene Zeile „Rabatt“ in der Summe, aufgeteilt nach Bruttowert |
Beim Gesamtrabatt einer manuellen Bestellung zeigt die Summe der Rechnung zusätzlich den Nettobetrag je Steuersatz. Daran siehst du, welcher Anteil des Rabatts auf welchen Satz entfällt.
Rechnerisch stimmig
Egal über welchen Weg der Rabatt kommt: Nettoentgelt und Umsatzsteuer je Steuersatz sowie der Bruttogesamtbetrag passen immer centgenau zusammen. Sie entsprechen dem tatsächlich gezahlten Betrag.
So findest du es in der App
Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.