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Rechnungskit

Erstattung nach einem Widerruf auslösen

Aktualisiert am

Die Aufgabe „Widerruf: Erstattung fällig“ erinnert dich daran, einem Kunden nach seinem Widerruf das Geld zurückzuzahlen. Das kann Rechnungskit nicht für dich tun. In der App steht die Aufgabe als „Aufgabe prüfen“, den Namen „Widerruf: Erstattung fällig“ trägt sie in der Aufgaben-Erinnerung per E-Mail.

Widerruf: Erstattung fällig
Abo und Beleg sind schon korrigiert, das Geld zahlst du zurück
  1. Auslöser„Widerruf bestätigen“ im Kundenportalinnerhalb von 14 Tagen nach Abschluss
  2. RechnungskitAbo beendet, Stornos erstelltBestätigung an den Kunden in deinem Namen
  3. Du erstattestBeim Zahlungsanbieter, voller Betragursprüngliches Zahlungsmittel, binnen 14 Tagen
  4. Danach„Als erledigt markieren“schließt sich nie von selbst
Rechnungskit bewegt kein Geld. Die Frist für die Rückzahlung beginnt mit dem Eingang des Widerrufs.

Was passiert ist

Ein Kunde hat im Kundenportal innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss seines Abos „Vertrag widerrufen“ und danach „Widerruf bestätigen“ geklickt. Rechnungskit hat daraufhin:

  • das Abo sofort beendet,
  • für jede bezahlte Abrechnung eine Stornokorrektur erstellt und
  • dem Kunden in deinem Namen die E-Mail „Widerruf bestätigt“ geschickt. Sie kündigt an, dass der gezahlte Betrag über dasselbe Zahlungsmittel spätestens innerhalb von 14 Tagen zurückkommt.

Die Aufgabe nennt Betrag und E-Mail-Adresse: „Verbraucherwiderruf: … € an … zurückzahlen (§ 357 BGB, ursprüngliches Zahlungsmittel, binnen 14 Tagen).“

Wurde noch nichts bezahlt, etwa während einer Testphase, entsteht keine Aufgabe. Die Bestätigungsmail geht trotzdem raus, mit demselben Text.

Warum Rechnungskit hier anhält

Rechnungskit bewegt kein Geld. Die tatsächliche Rückzahlung läuft über deinen Zahlungsanbieter. Ein Guthaben legt Rechnungskit beim Widerruf nicht an, der Kunde bekommt sein Geld zurück und keinen Gutschein.

Das Gesetz verlangt:

  • Frist: Die Rückzahlung muss spätestens nach 14 Tagen erfolgen (§ 357 Abs. 1 BGB). Für dich beginnt die Frist mit dem Zugang der Widerrufserklärung (§ 355 Abs. 3 BGB).
  • Zahlungsmittel: Du nutzt dasselbe Zahlungsmittel, das der Kunde verwendet hat, außer ihr habt ausdrücklich etwas anderes vereinbart und ihm entstehen dadurch keine Kosten (§ 357 Abs. 3 BGB).

Den Widerruf über den Button im Kundenportal regelt § 356a BGB, siehe Kündigung und Widerruf im Kundenportal. Die Aufgabe sorgt dafür, dass die Erstattung nicht untergeht, nachdem Abo und Beleg bereits korrigiert sind. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du eine Anwältin oder einen Anwalt.

So löst du es

  1. Öffne die Aufgabe unter Rechnungen im Tab „Zu prüfen“ und notiere Betrag und Kunde.
  2. Öffne Abonnements, um das beendete Abo und seine Abrechnungen zu sehen. Auf dem Dashboard führt „Öffnen“ an der Aufgabe direkt dorthin.
  3. Erstatte den vollen Betrag im Dashboard deines Zahlungsanbieters auf das ursprüngliche Zahlungsmittel, und zwar innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf.
  4. Kontrolliere, dass die Erstattung beim Kunden angekommen ist.
  5. Markiere die Aufgabe im Tab „Zu prüfen“ mit „Als erledigt markieren“ als erledigt.

Widerruf eines Einmalkaufs

Dieselbe Aufgabe entsteht, wenn ein Kunde einen Kauf über deinen Checkout-Link widerruft. Sie lautet dann „Widerruf eingegangen: Erstattung prüfen (Bestellung …, …)“. Hier hat Rechnungskit nichts storniert, denn bei einem Einmalkauf entscheidest du zuerst:

  • Ware: Du darfst die Erstattung zurückhalten, bis die Ware zurück ist oder der Kunde die Rücksendung nachweist (§ 357 Abs. 4 BGB).
  • Digitale Inhalte: Hat der Kunde im Checkout der sofortigen Ausführung zugestimmt, kann sein Widerrufsrecht erloschen sein (§ 356 Abs. 6 BGB). Die Aufgabe und deine E-Mail weisen darauf hin.
  • Firmenkunde: Hat der Kunde mit Firmenname oder USt-IdNr. bestellt, steht ihm kein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Auch das steht in der E-Mail an dich.

So löst du es:

  1. Auf dem Dashboard führt „Öffnen“ an der Aufgabe zur Bestellung unter Bestellungen. Dort steht „Widerruf eingegangen am …“, bei einem Teilwiderruf mit den Positionen.
  2. Erstatte zustehende Zahlungen binnen 14 Tagen in deinem Zahlungsanbieter auf das ursprüngliche Zahlungsmittel.
  3. Kommt die Erstattung von Stripe, Mollie, PayPal oder Unzer an, erstellt Rechnungskit die Stornorechnung automatisch. Bei Kauf auf Rechnung und Vorkasse klärst du die Korrektur mit deiner Steuerkanzlei.
  4. Markiere die Aufgabe als erledigt.

Wie der Widerruf für den Kunden abläuft: Kündigung und Widerruf im Kundenportal.

Wann die Aufgabe von selbst verschwindet

Nie. Rechnungskit verknüpft die Aufgabe nicht mit der Erstattung beim Zahlungsanbieter. Du schließt sie nach der Rückzahlung selbst.

Verwandte Einstellungen

  • Abonnements: Pläne, Abonnenten und ihr Status
  • Einstellungen → E-Mail-Versand: Absender der Bestätigungsmails an deine Kunden

So findest du es in der App

Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.

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