Produktart für die Umsatzrealisierung festlegen
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Die Aufgabe „Produktart festlegen“ (in der Aufgaben-Erinnerung per E-Mail „Umsatzrealisierung zu klären“) bedeutet: Ein Produkt auf einer Bestellung ist noch nicht so eingeordnet, dass Rechnungskit weiß, wann der Umsatz entsteht. Die betroffene Rechnung wartet.
- AuslöserProdukt ohne Umsatzrealisierungdie Rechnung zur Bestellung wartet
- Du„Produktart festlegen“öffnet Alle Produkte, gefiltert auf „Umsatzrealisierung“
- DortUmsatzrealisierung wählen und speicherngilt für das ganze Projekt
- DanachRechnung entsteht, Aufgabe schließt sichoder sofort mit „Erneut prüfen“
Was passiert ist
Rechnungskit ordnet jeder Rechnungsposition zu, wie ihr Umsatz zu behandeln ist, etwa als sofort erbrachte Leistung, als Leistung über einen Zeitraum oder als Guthaben beziehungsweise Gutschein. Konnte das für eine Position nicht sicher bestimmt werden, entsteht diese Aufgabe. Je nach Weg, auf dem die Bestellung kam, lautet der Text:
| Meldung | Woher |
|---|---|
| „Produktart fehlt: unter Produkte → Alle Produkte die Umsatzrealisierung festlegen, danach erneut prüfen.“ | beim Erstellen der Rechnung |
| „Bestellung … wartet: Produktart unter Produkte → Alle Produkte → Umsatzrealisierung festlegen.“ | Bestellung per Webhook aus Shopify oder WooCommerce |
| „Bestellung … wartet: Produktart unter Produkte → Alle Produkte → Umsatzrealisierung festlegen und danach erneut synchronisieren.“ | Bestellung aus einer Synchronisierung |
Gemeint ist in allen drei Fällen die Produktliste, die du in der Navigation unter Produkte → Alle Produkte findest.
Warum Rechnungskit hier anhält
Die Umsatzrealisierung bestimmt, in welcher Periode ein Umsatz gebucht wird. Eine falsche Annahme würde bei Bilanzierung den Umsatz ins falsche Jahr schieben, und ein archivierter Beleg lässt sich nicht mehr korrigieren. Deshalb fragt Rechnungskit lieber einmal nach, statt zu raten.
Welche Umsatzrealisierung passt?
| Umsatzrealisierung | Typisch im Onlineshop | Typisch bei SaaS und Diensten | Umsatz zählt |
|---|---|---|---|
| Physische Ware | Kaffee, Kleidung, Zubehör | Hardware zum Abo | am Liefertag |
| Sofort erbrachte digitale Leistung | Download, E-Book | einmalige Lizenz | sofort |
| Zeitbasierte digitale Leistung oder SaaS | Mitgliedschaft | Monats- oder Jahresabo | über den Zeitraum |
| Einmalige Dienstleistung | Gravur, Montage, Workshop | Einrichtung, Registrierung, Korrektur, Beratung | am Tag der Leistung |
| Gutschein oder Guthaben | Geschenkgutschein | Store Credit | erst bei Einlösung |
| Preisnachlass | Rabatt-Zeile | Kulanz, Gutschrift auf der Rechnung | mindert die Rechnung, auf der er steht |
Eine einmalige Dienstleistung erbringt ein Mensch einmal, etwa eine Anmeldung bei einer Behörde. Umsatzsteuerlich ist sie eine sonstige Leistung (§ 3 Abs. 9 UStG), in der Regel zum Regelsatz. Kit stuft sie deshalb mit dem Regelsatz ein; ist deine Leistung ausnahmsweise ermäßigt oder steuerfrei, änderst du die Kategorie am Produkt und klärst das mit deiner Steuerkanzlei. Bei Bilanzierung ist eine Zahlung vor dem Leistungstag eine Anzahlung. Kauft eine Privatperson aus einem anderen EU-Land eine einmalige Dienstleistung, gilt die Grundregel des § 3a Abs. 1 UStG: Leistungsort ist dein Sitz, die Rechnung trägt die deutsche Umsatzsteuer. Das ist kein OSS-Fall und zählt nicht zur OSS-Schwelle. Für Unternehmen mit gültiger USt-IdNr. bleibt es beim Reverse Charge. Bei Privatpersonen außerhalb der EU entscheidest du selbst, weil dort für Beratungsleistungen andere Regeln gelten (§ 3a Abs. 4 UStG).
Ein Preisnachlass ist eine Zeile mit negativem Betrag, etwa „Kulanz −15 €“ auf einer Abo-Rechnung. Er ist kein Gutschein: Er mindert das Entgelt der Leistungen auf derselben Rechnung (§ 10 Abs. 1 UStG) und übernimmt deren Steuersatz. Stehen Positionen mit verschiedenen Sätzen auf der Rechnung, teilt Rechnungskit den Nachlass anteilig auf. Ein Preisnachlass braucht keine USt-Kategorie. Steht er allein auf einer Bestellung, entsteht keine Rechnung, weil ein Nachlass ohne Leistung keine ist; gehört er zu einer früheren Rechnung, wird diese korrigiert.
So löst du es
- Klick unter Rechnungen an der Aufgabe auf „Produktart festlegen“. Du landest unter Produkte → Alle Produkte, gefiltert auf „Umsatzrealisierung“, also auf die Produkte ohne Einordnung. Auf dem Dashboard heißt der Knopf an dieser Aufgabe „Erneut prüfen“ und führt zu den Rechnungen.
- Wähle für jedes betroffene Produkt die passende Umsatzrealisierung. Die Box „Offene Aufgaben“ oben auf der Produktliste führt mit „Produkte prüfen“ ebenfalls dorthin. Ist die KI-Einordnung eingerichtet, bietet sie auch einen KI-Vorschlag an.
- Speichere. Weil die Einordnung für das ganze Projekt gilt, werden damit oft mehrere wartende Bestellungen auf einmal frei.
- Zurück unter Rechnungen klickst du an der Aufgabe „Erneut prüfen“. Fehlt die Einordnung noch, meldet Rechnungskit „Noch nicht gelöst: …“. Andernfalls entsteht die Rechnung.
Wann die Aufgabe von selbst verschwindet
Rechnungskit versucht wartende Bestellungen regelmäßig erneut, auch nach dem Speichern einer Produkteinordnung und nach dem automatischen KI-Lauf für neue Produkte. Entsteht die Rechnung, schließt sich die Aufgabe.
Sie schließt sich auch ohne neue Rechnung, wenn es zur Bestellung schon eine Rechnung gibt oder die Bestellung storniert wurde.
Verwandte Einstellungen
- Produkte → Alle Produkte: Umsatzrealisierung und Steuerkategorie je Produkt
- Einstellungen → DATEV-Einstellungen: Gewinnermittlung (Bilanz oder EÜR)
So findest du es in der App
Rechnungskit ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt weder die Beratung durch deine Steuerkanzlei (§ 5 StBerG) noch eine Rechtsberatung (§ 3 RDG). Rechnungskit richtet sich an in Deutschland ansässige Unternehmen und bereitet Belege, Steuersätze und Buchungen automatisch auf. Wie dein Einzelfall zu bewerten ist, entscheidest du, im Zweifel gemeinsam mit deiner Steuerkanzlei oder einer Anwaltskanzlei.