# ZUGFeRD einfach erklärt

> ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat: eine PDF/A-3-Datei mit eingebettetem, maschinenlesbarem XML nach dem europäischen Standard EN 16931. Ein Beleg, für Mensch und Software zugleich lesbar.

Von Christian Häfner · Veröffentlicht am 08.07.2026 · Aktualisiert am 03.10.2026

Quelle: https://rechnungskit.de/wissen/zugferd

## Was ist ZUGFeRD? {#was-ist-zugferd}

ZUGFeRD (Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland) ist ein
Format für elektronische Rechnungen, das zwei Welten verbindet: eine **PDF/A-3-Datei**,
die eine Rechnung wie gewohnt für Menschen darstellt, und ein darin **eingebettetes
XML** mit denselben Daten in maschinenlesbarer Form. Beide Ebenen enthalten identische
Werte, sodass ein Beleg gleichzeitig für Menschen und für Software verständlich ist.

Das strukturierte XML folgt der europäischen Norm **EN 16931**. Die Finanzverwaltung
erkennt ZUGFeRD ab Version 2.0.1 als E-Rechnung an, mit Ausnahme der Profile MINIMUM und
BASIC-WL ([Abschnitt 14.1 Abs. 14 UStAE](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/umsatzsteuer-anwendungserlass-aktuell.html)).

## Profile {#profile}

ZUGFeRD kennt mehrere Profile, die sich im Umfang der strukturierten Daten unterscheiden.
Für die E-Rechnungspflicht scheiden **MINIMUM** und **BASIC-WL** aus
([Abschnitt 14.1 Abs. 14 UStAE](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/umsatzsteuer-anwendungserlass-aktuell.html)). Alle umsatzsteuerlichen Pflichtangaben müssen
im strukturierten Teil stehen, ein bloßer Verweis auf eine Anlage reicht nicht
([Abschnitt 14.5 Abs. 1 UStAE](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/umsatzsteuer-anwendungserlass-aktuell.html)). Üblich ist das Profil **EN 16931**
(Comfort), weil es alle nach der Norm geforderten Pflichtfelder enthält.

## Rechtslage in Deutschland {#rechtslage}

Seit 2025 gilt in Deutschland die schrittweise E-Rechnungspflicht im
[B2B-Bereich](https://rechnungskit.de/wissen/e-rechnung-b2c)
([§ 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG](https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html), Übergangsfristen in
[§ 27 Abs. 38 UStG](https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__27.html)). Eine E-Rechnung braucht ein strukturiertes Format, das
der EN 16931 entspricht oder zwischen den Parteien vereinbart ist und sich verlustfrei in
dieses Format übertragen lässt ([§ 14 Abs. 1 Satz 6 UStG](https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html)). ZUGFeRD (außer
MINIMUM und BASIC-WL) und [XRechnung](https://rechnungskit.de/wissen/xrechnung) erfüllen diese Anforderung
([Abschnitt 14.1 Abs. 13 und 14 UStAE](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/umsatzsteuer-anwendungserlass-aktuell.html)).

## ZUGFeRD-Rechnung erstellen {#erstellen}

Du musst ZUGFeRD nicht selbst zusammenbauen. Rechnungskit erzeugt als [E-Rechnung
Software](https://rechnungskit.de/loesung/e-rechnung-software) aus deinen Zahlungs- und Bestelldaten automatisch
eine ZUGFeRD-2.5-Rechnung, validiert sie gegen EN 16931 und archiviert sie
GoBD-revisionssicher.

## Häufige Fragen

### Ist ZUGFeRD dasselbe wie Factur-X?

Ja. ZUGFeRD (Deutschland) und Factur-X (Frankreich) sind derselbe hybride Standard aus PDF/A-3 und eingebettetem CII-XML nach EN 16931. Eine gültige ZUGFeRD-Datei ist zugleich eine gültige Factur-X-Datei.

### Kann ich eine ZUGFeRD-Rechnung mit dem Auge lesen?

Ja. Die PDF-Ebene zeigt die Rechnung wie gewohnt für Menschen an. Die eingebettete XML-Ebene ist zusätzlich maschinenlesbar, sodass Buchhaltungssoftware die Daten ohne Abtippen übernimmt.

### Welches ZUGFeRD-Profil brauche ich?

Für die deutsche E-Rechnungspflicht taugt ZUGFeRD ab Version 2.0.1 in allen Profilen außer MINIMUM und BASIC-WL ([Abschnitt 14.1 Abs. 14 UStAE](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/umsatzsteuer-anwendungserlass-aktuell.html)). Üblich ist das Profil EN 16931 (Comfort), das alle nach der Norm geforderten Pflichtfelder enthält. Rechnungskit erzeugt standardmäßig dieses Profil.

## Quellen

- [§ 14 UStG (Ausstellung von Rechnungen)](https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14.html)
- [§ 27 Abs. 38 UStG (Übergangsregeln zur E-Rechnung)](https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__27.html)
- [Umsatzsteuer-Anwendungserlass, Abschnitt 14.1 Abs. 11 bis 15 (aktuelle Fassung)](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/umsatzsteuer-anwendungserlass-aktuell.html)
- [FeRD - Forum elektronische Rechnung Deutschland](https://www.ferd-net.de/)
- [EN 16931 (Europäische Norm für die elektronische Rechnungsstellung)](https://ec.europa.eu/digital-building-blocks/sites/display/DIGITAL/eInvoicing)
