# Shopify verbinden

> Die Shopify-Anbindung braucht nur deine Shop-Domain. Zugangsdaten musst du nicht kopieren, die Freigabe läuft direkt bei Shopify.

Aktualisiert am 17.09.2026

Quelle: https://rechnungskit.de/docs/integrationen/shopify

Die Shopify-Anbindung braucht nur deine Shop-Domain. Zugangsdaten musst du nicht kopieren, die Freigabe läuft direkt bei Shopify.

Gibt es eine Shopify App? Ja: Rechnungskit ist im Shopify App Store gelistet (apps.shopify.com/rechnungskit). Es gibt zwei gleichwertige Wege: Du installierst die App aus dem App Store und verknüpfst sie dort mit deinem Rechnungskit-Konto, oder du startest in Rechnungskit unter Einstellungen → Verbinden mit deiner Shop-Domain und bestätigst den Zugriff per Klick bei Shopify (OAuth). In deinem Theme oder Checkout installiert die App nichts, sie liest Bestell-, Zahlungs- und Produktdaten über die Shopify-API und registriert die nötigen Webhooks selbst.

## Einrichtung

1. Unter Einstellungen → Verbinden wählst du Shopify und gibst deine Shop-Domain ein (zum Beispiel dein-shop.myshopify.com). Wichtig: Gemeint ist die feste Shopify-Adresse, die auf .myshopify.com endet, nicht deine eigene Domain wie dein-shop.de. Du findest sie im Shopify-Admin in der Adresszeile oder unter Einstellungen, Domains. Gibst du die eigene Domain ein, weist das Eingabefeld sofort darauf hin.
2. Du wirst zu Shopify weitergeleitet und bestätigst dort den Zugriff.
3. Zurück in Rechnungskit ist die Verbindung aktiv. Die Webhooks (Bestellungen, Zahlungen, Erstattungen, Versand, Produkte) registriert Rechnungskit automatisch, du musst nichts in Shopify einrichten.

## Was automatisch passiert

- Bestellungen kommen per Webhook in Echtzeit an, ein 4-stündlicher Abgleich dient als Sicherheitsnetz.
- Shopify Payments wird automatisch erkannt und als Zahlungsquelle angelegt, inklusive Gebühren und Auszahlungen. Eigene Zugangsdaten sind dafür nicht nötig.
- Nutzt du PayPal direkt neben Shopify Payments, werden auch diese Zahlungen eindeutig zugeordnet. Ein Teil davon trägt die Bestellnummer mit, beim Rest liest Rechnungskit die PayPal-Transaktionsnummer aus der Shopify-Bestellung und ordnet darüber zu. Siehe zahlungen-abgleich.
- Produkte werden aus dem Shop übernommen, inklusive Preisen. Die USt-Kategorie prüfst du unter Einstellungen → Produkte (siehe produkte-ust-kategorien).
- Das Leistungsdatum der Rechnung ist das Versanddatum, nicht das Zahldatum.
- Erstattungen im Shop erzeugen automatisch die Stornorechnung. Stornierte Bestellungen ebenso.
- Rabatte, Versandkosten und Geschenkgutscheine werden positionsgenau übernommen. Shopify-Geschenkgutscheine werden als Mehrzweck-Gutscheine behandelt.
- Bezahlt ein Kunde teils per Geschenkgutschein und teils mit einer anderen Zahlart, ermittelt Rechnungskit den eingelösten Gutschein-Anteil automatisch aus den Zahlungs-Transaktionen deines Shops und bucht ihn im Gutschein-Bericht. Nur wenn der Shop-Zugriff fehlt (zum Beispiel eine alte manuelle Verbindung ohne App-Freigabe), bittet dich eine Aufgabe, den Betrag manuell zu erfassen.

## Abrechnung über den Shopify App Store (App Pricing)

Hast du Rechnungskit über den Shopify App Store installiert und dabei ein neues Konto angelegt, laufen die Rechnungskit-Gebühren über Shopify App Pricing: Grundgebühr und Beleg-Preis erscheinen auf deiner Shopify-Rechnung, ein SEPA-Mandat bei Rechnungskit ist nicht nötig. Die Preise sind dieselben wie bei direkter Abrechnung.

Damit Shopify abrechnen darf, musst du die Gebühr einmal in Shopify freigeben. Shopify zeigt dir dazu eine Freigabeseite mit Grundgebühr und Beleg-Preis. Direkt nach dem Verknüpfen des Shops wirst du dorthin weitergeleitet. Hast du die Seite geschlossen oder abgelehnt, findest du die Freigabe jederzeit wieder: als Hinweis oben in Rechnungskit, unter Einstellungen → Abrechnung („In Shopify freigeben") und in der Rechnungskit-App in deinem Shopify-Admin. Ohne Freigabe werden keine Belege abgerechnet.

Deinstallierst du die App und installierst sie später erneut, beendet Shopify das bisherige Abo automatisch. Nach der Neuinstallation bittet dich Rechnungskit deshalb erneut um die Freigabe. Die laufenden Gebühren siehst du in Shopify unter Einstellungen → Abrechnung.

Wichtig: Endet dein Shopify-Abo endgültig (App deinstalliert und nicht neu installiert), kann Rechnungskit keine Gebühren mehr abrechnen. Dein Konto wird dann automatisch zum Monatsende gekündigt; du bekommst dazu eine E-Mail. Bis zum Monatsende bleibt alles voll aktiv, danach startet das 90-Tage-Fenster für den kostenlosen Gesamtexport. Du verhinderst die Kündigung jederzeit, indem du die App neu installierst und das Abo bestätigst oder unter Einstellungen → Abrechnung ein SEPA-Lastschriftmandat hinterlegst.

Bestehende Rechnungskit-Konten, die einen Shop nachträglich aus dem App Store verbinden, bleiben bei ihrer bisherigen Abrechnung per SEPA-Lastschrift.

## Vorkasse und Kauf auf Rechnung

Beide Zahlarten funktionieren mit Shopify. Wichtig ist die Zuordnung der exakten Gateway-Namen aus deinem Shop unter Einstellungen → Verbinden (siehe zahlarten-rechnungskauf-vorkasse).

## Versandsteuer bei Mischwarenkorb

Shopify berechnet die Steuer auf Versandkosten oft pauschal mit einem Satz (meist 19 %), auch wenn der Warenkorb Positionen mit 7 % und 19 % mischt. Steuerlich sind Versandkosten eine Nebenleistung und bei gemischten Sätzen nach dem Verhältnis der Brutto-Warenwerte aufzuteilen (BFH XI R 22/22; Abschn. 10.1 Abs. 11 UStAE). Rechnungskit macht das standardmäßig automatisch: Der Beleg zeigt dann je Steuersatz eine eigene Versandkosten-Zeile, zum Beispiel "Versandkosten (19 %)" und "Versandkosten (7 %)". Der Bruttobetrag des Versands bleibt exakt der aus dem Checkout; nur die Aufteilung von Netto und Steuer ändert sich. Liefert der Shop selbst bereits eine anteilige Aufteilung (mehrere Steuerzeilen am Versand, etwa mit Shopify Tax), übernimmt Rechnungskit diese unverändert.

Dasselbe gilt ohne Mischung: Enthält der Warenkorb nur 7 %-Positionen (etwa Kaffee) und Shopify berechnet den Versand trotzdem mit 19 %, setzt Rechnungskit den Versand komplett auf 7 %. Der Versand folgt immer dem Steuersatz der Ware; ein Satz, der auf keiner Position vorkommt, landet nie auf dem Beleg, unabhängig von der Einstellung unten. Damit Shop und Beleg übereinstimmen, aktiviere in Shopify unter Einstellungen → Steuern und Zölle die Option, die Versandsteuer anteilig nach den Produkten zu berechnen.

Wichtig zu wissen: Checkout und Bestellbestätigung im Shop können dadurch eine höhere Umsatzsteuer zeigen als der Beleg aus Rechnungskit. Das ist korrekt und gewollt, der Beleg ist die steuerlich richtige Fassung. Melde die Umsatzsteuer deshalb aus Rechnungskit bzw. dem DATEV-Export, nicht aus dem Shopify-Steuerbericht, und deaktiviere zweite Rechnungs-Apps im Shop (zum Beispiel Order Printer), damit keine widersprüchlichen Belege im Umlauf sind.

Unter Einstellungen → Belegregeln (Karte "Versandsteuer") lässt sich das Verhalten je Shop-Verbindung umstellen auf "Steuer aus dem Shop übernehmen": Dann übernimmt Rechnungskit die pauschale Versandsteuer aus dem Checkout, sofern der Satz zu einer Position passt, und zeigt stattdessen eine Aufgabe, dass der Shop nicht aufteilt. Erstattungen und Stornos übernehmen immer die Aufteilung des ursprünglichen Belegs.

## Mehrere Märkte und Rechtsträger

Nutzt du Shopify Markets (Shopify Plus) und rechnest verschiedene Märkte über unterschiedliche Rechtsträger ab, etwa die EU über eine deutsche GmbH und die Schweiz über eine eigene Schweizer Gesellschaft, kannst du diese Verbindung auf bestimmte Märkte beschränken. Unter Einstellungen → Verbinden erscheint bei einem Store mit mehreren Märkten der Abschnitt „Märkte / Rechtsträger filtern“. Dort wählst du entweder „Alle außer diese“ (zum Beispiel den Schweiz-Markt ignorieren, wenn ihn ein anderes System fakturiert) oder „Nur diese“. Bestellungen aus ausgeschlossenen Märkten werden von dieser Verbindung nicht fakturiert und tauchen hier gar nicht erst auf.

Willst du einen zweiten Markt getrennt in Rechnungskit abrechnen, verbindest du denselben Shop aus einem zweiten Rechnungskit-Konto beziehungsweise Projekt und filterst dort umgekehrt. So bekommt jeder Rechtsträger seinen eigenen Nummernkreis und seine eigenen Belege, mit nur einer Shopify-App.

## Grenzen, ehrlich benannt

- Historischer Import: Standardmäßig liest die Shopify-Schnittstelle Bestellungen der letzten 60 Tage. Ältere Bestellungen erfordern einen erweiterten Zugriff (read_all_orders), den Shopify gesondert freigibt. TODO(founder): Prozess für Alt-Import über 60 Tage dokumentieren, sobald produktiv verfügbar.
- Manuell in Shopify angelegte Bestellungen ohne Zahlung über einen verbundenen Anbieter laufen über manuelle Produkte beziehungsweise die Zahlarten-Zuordnung.
- Gutschein-Verkäufe über Shopify Store Credit haben eigene Regeln, Rechnungskit führt dich bei der Einstufung (Rückgabe-Guthaben oder gekaufter Gutschein).

## Wo in der App

- /settings/connect, Shopify verbinden, Synchronisation anstoßen, Gateway-Zuordnung
- /settings/products, importierte Produkte und USt-Kategorien prüfen
- /orders, eingegangene Bestellungen mit Status
