# Mollie verbinden

> Mollie wird über den API-Key verbunden. Für den Auszahlungs-Abgleich gibt es einen zweiten, optionalen Schlüssel, der oft übersehen wird.

Aktualisiert am 11.09.2026

Quelle: https://rechnungskit.de/docs/integrationen/mollie

Mollie wird über den API-Key verbunden. Für den Auszahlungs-Abgleich gibt es einen zweiten, optionalen Schlüssel, der oft übersehen wird.

## Einrichtung

1. Im Mollie-Dashboard unter Entwickler den API-Key kopieren. Wichtig: Verwende den Live-Key (live_...), auch wenn du Rechnungskit erst testest. Rechnungskit liest nur mit und löst keine Zahlungen aus. Ein test_-Key verbindet Mollies leere Testumgebung, in der deine echten Zahlungen nie erscheinen.
2. Unter Einstellungen → Verbinden bei Mollie einfügen. Rechnungskit prüft den Schlüssel direkt gegen die Mollie-API.
3. Optional, aber empfohlen: zusätzlich ein Erweitertes Zugriffstoken (access_...) hinterlegen. Es braucht genau fünf Lese-Berechtigungen: payments.read, refunds.read und disputes.read (unter Accepting payments) sowie settlements.read und balances.read (unter Business operations). Rückbuchungen laufen bei Mollie über die Disputes API, deshalb disputes.read und nicht etwa ein chargebacks.read, das es nicht gibt. Damit gleicht Rechnungskit nachts die Auszahlungen ab UND ergänzt die Mollie-Gebühr an jeder einzelnen Zahlung. Beim Erstellen als Token-Typ "Erweitertes Zugriffstoken" wählen, bei Profil "Alle Profile" und als API-Modus "Live-Modus"; ein auf ein Profil beschränktes Token lehnt Rechnungskit mit einer klaren Meldung ab. Du kannst den Token auch später nachreichen, ohne den API-Key neu einzugeben. Bebilderte Anleitung: https://rechnungskit.de/integrationen/mollie#zugriffstoken. Mollie zeigt jedes Token nur einmal an; nicht kopiert heißt löschen und neu erstellen.

## Webhook

Mollie-Webhooks sind technisch nicht signiert. Rechnungskit stellt dir eine Webhook-URL bereit, die Echtheit jeder Meldung wird durch das Zurücklesen der Zahlung über deinen API-Key gesichert, nie aus dem Webhook-Inhalt selbst. Hinweis: Die Webhook-URL im Mollie-Dashboard zu hinterlegen ist nur für Tests nötig, im Betrieb ist die Anbindung ohne diesen Schritt vollständig.

## Was automatisch passiert

- Alle Mollie-Zahlarten werden verarbeitet: Karten, iDEAL, Klarna, PayPal über Mollie, SEPA.
- Erstattungen erzeugen automatisch die Stornorechnung.
- Rücklastschriften öffnen den Posten wieder und landen zur Klärung in den Aufgaben, ein automatischer Storno entsteht bewusst nicht.

## Gebühren und Auszahlungen

Der Auszahlungs-Abgleich läuft täglich über die Mollie-Settlements-API und zerlegt jede Auszahlung in enthaltene Zahlungen, Erstattungen und Mollie-Gebühren. Zusätzlich liest Rechnungskit nachts über die Mollie-Balances-API die Gebühr jeder einzelnen Zahlung aus und zeigt sie an der Zahlung und in der Auswertung. Dafür ist das Erweiterte Zugriffstoken mit settlements.read und balances.read nötig. Fehlt es, laufen Zahlungen und Rechnungen normal weiter, nur Auszahlungs-Abgleich und Gebühren-Import pausieren, und du bekommst eine Aufgabe als Erinnerung. Besonderheit PayPal über Mollie: Die PayPal-eigene Gebühr steckt schon in der Zahlung selbst und erscheint sofort, ohne Zugriffstoken.

Dasselbe gilt, wenn ein einmal hinterlegter Token später nicht mehr akzeptiert wird, weil er in Mollie widerrufen wurde oder ihm eine Berechtigung fehlt: Der Abgleich pausiert, du bekommst eine Aufgabe, und die Seite Auszahlungen weist oben darauf hin. Wichtig zum Verständnis: Die Liste der Auszahlungen ist dann leer, weil nichts abgerufen werden konnte, nicht weil alles abgeglichen wäre. Gelöst wird das nicht auf der Auszahlungs-Seite, sondern unter Einstellungen, Verbindungen: dort einen neuen Erweiterten Zugriffstoken hinterlegen. Sobald der nächste Abgleich durchläuft, verschwinden Hinweis und Aufgabe von selbst.

## Grenzen, ehrlich benannt

- Ohne Organisations-Access-Token keine Auszahlungs-Zerlegung (Zahlungen funktionieren trotzdem).
- Zahlungen ohne Bestellbezug (zum Beispiel Zahlungslinks ohne Referenz) landen zur Klärung in den Aufgaben.

## Mollie Invoicing ist etwas anderes

Im Mollie-Dashboard gibt es den Reiter Invoicing (Rechnungsstellung) und dazu die Sales Invoices API. Das ist ein Rechnungsprogramm für selbst geschriebene Rechnungen: Du trägst Empfänger, Positionen und Steuersatz ein, Mollie vergibt beim Ausstellen eine Nummer, schickt ein PDF mit Zahlungslink oder zieht den Betrag per Mandat ein und führt den Status (Entwurf, ausgestellt, überfällig, bezahlt, storniert per Gutschrift). Kostenlos. Aus einer Mollie-Zahlung, die es schon gibt, entsteht dort keine Rechnung; das ist der Job von Rechnungskit.

Die E-Rechnung bei Mollie läuft ausschließlich über das Peppol-Netz: Sender und Empfänger müssen in Deutschland, Belgien oder den Niederlanden sitzen, der Empfänger muss bei Peppol registriert sein (in Deutschland über die USt-IdNr.), Privatkunden gehen nicht. Per E-Mail kommt optional ein einfaches PDF ohne eingebettetes XML, also kein ZUGFeRD. XRechnung mit Leitweg-ID, DATEV-Export, OSS-Auswertung und eine Prüfung gegen EN 16931 sind nicht dokumentiert; Rechnungen werden laut Mollie fünf Jahre aufbewahrt (GoBD verlangt acht). Teilgutschriften gibt es nur im Dashboard, nicht über die API.

Wer beides nutzt: Zahlungen auf Mollie-Invoicing-Rechnungen erscheinen in Rechnungskit als Zahlung ohne Bestellbezug in den Aufgaben, weil keine Bestellung dazu existiert. Automatisch fakturiert werden sie nicht. Wer Rechnungen an Stammkunden von Hand schreiben will, nimmt dafür in Rechnungskit den Checkout-Link oder ein Produkt mit fester Position. Stand 11. September 2026, Quellen: docs.mollie.com (Sales Invoices API guide, Invoice lifecycle), mollie.com/de/products/invoicing.

## Wo in der App

- /settings/connect, Mollie verbinden, Access Token nachreichen
- /payments, Zahlungen und Klärfälle
- /payouts, zerlegte Auszahlungen mit Gebühren
